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Wissenschaftliche Weltanschauungen

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Wir leben in einem wissenschaftlich-technischen Zeitalter. Es stellt sich die Frage, besitzen wir eine Weltanschauung, die dem Geist unserer Zeit entspricht? Wenn nicht, könnte sich in absehbarer Zeit eine solche entwickeln? Wird eine Weltanschauung überhaupt noch benötigt? Welche Aufgaben sollte sie erfüllen? Welche Forderungen kann man an sie stellen? – Es sind Fragen, die wir näher untersuchen wollen.
Dienstag, 31. März 2015
Foto: Fotolia

Es gibt sehr unterschiedliche Weltanschauungen, zum Beispiel wissenschaftliche oder religiöse. Wir wollen uns mit einer betont wissenschaftlichen befassen, die unserer Zeit entspricht.

Der Begriff „Weltanschauung“ ist problematisch, ist ungenau und mehrdeutig. In der Fachliteratur begegnet man verschiedenen Definitionen oder einfacheren Explikationen. Wir wollen für unsere Betrachtungen folgende verwenden:
Eine Weltanschauung ist ein System, das eine subjektive Interpretation des Wissens und verschiedener lebensphilosophischer Themen beinhaltet. Als System ist sie axiomatisch konzipiert. Es sind Leitgedanken (Prämissen), die den Aufbau des Systems und die Interpretation seiner Elemente bestimmen. Wesentlich ist, dass eine Weltanschauung stets bestrebt ist, eine möglichst umfassende Vorstellung von der Welt zu vermitteln.

Dieser Beitrag ist zuerst erschienen in der Ausgabe 1/2015 von Aufklärung & Kritik – Zeitschrift für freies Denken und humanistische Philosophie, zu beziehen über die Gesellschaft für kritische Philosophie Nürnberg.

Den Begriff „Interpretation“ soll man hier im Sinne von Darstellen, Deuten und Auslegen verstehen. Dabei kann man auf eine gewisse Analogie mit der Hermeneutik, als „ars interpretandi“ hinweisen.
Es sind sehr allgemeine Fragen, die man im Rahmen einer Weltanschauung behandelt. Zum Beispiel: Wie ist die Welt? Existiert ein göttliches Weltprinzip? Wer bin ich? Wie erkenne ich die Welt? Wie soll ich mich verhalten?
Oft wird behauptet, es sind die allgemeinsten Fragen, die der Mensch sich stellen kann. Es sind die „letzten Fragen“ der Philosophie. Ihre Interpretation soll die erwünschte Gesamtübersicht über die Welt vermitteln.
Die teilweise sehr unterschiedlichen Fragen, kann man den fundamentalen Bereichen des geistigen Lebens zuordnen. Der Wissenschaft, der Kunst und der Religion. Die Einordnung der geistigen Aktivitäten und die Grenzziehung zwischen ihnen ist eine problematische Aufgabe. Dies betrifft auch die Einordnung der Philosophie. Sie war anfangs Naturwissenschaft, wurde nach Sokrates Ethik, im Mittelalter Magd der Theologie und seit der Aufklärung eine Art Metatheorie der Wissenschaften. Viele haben sogar versucht, sie zwischen Wissenschaft und Kunst einzuordnen. In jedem Fall beinhalten sowohl Wissenschaft als auch Kunst und Religion philosophische Gedanken.
Es ist wichtig zu betonen: Eine Weltanschauung ist weder Wissenschaft noch Kunst noch Religion. Sie ist deren Interpretation. Man kann sie als Metatheorie betrachten. In jedem Fall soll sie ein System bilden. Sie soll aus „einem Guss“ sein.

Eine Weltanschauung ist an eine bestimmte historische Zeit gebunden. Man verwendet das hier vorhandene Wissen und verschiedene andere Gegebenheiten. Dabei behandelt man bevorzugt das, was Interesse erweckt. Interesse spielt auf diese Weise eine entscheidende Rolle beim Aufbau einer Weltanschauung.
Schließlich sollte man erwähnen, dass eine Weltanschauung nicht nur für Fachleute, sondern für die breite Öffentlichkeit gedacht ist. Die allgemeine Verbreitung innerhalb eines bestimmten Kulturkreises ist eine wichtige Forderung. Entsprechend dieser Forderung sollte eine Weltanschauung allgemein verständlich sein.

Die farbenprächtigsten Weltanschauungen haben ihren Ursprung in den Religionen. Sie sind die historisch bekanntesten und erfolgreichsten. Es gab auch einzelne Denker, die versucht haben Weltanschauungen auszuarbeiten. Diese waren aber nie so bedeutend und auch nie so erfolgreich wie die religiösen.
In die Familie der Weltanschauungen kann man auch gewisse Ideologien einordnen. Genauer gesagt die Interpretation derselben. Voraussetzung ist, dass sie sich auch mit Fragen der Wissenschaft, Kunst und Religion befassen. Die bekanntesten, teilweise aber recht verrufenen, sind die politischen Weltanschauungen.
An Weltanschauungen erinnern schließlich auch bedeutende kulturelle Bewegungen, zum Beispiel, die sogenannte „Moderne“. Kafka nannte sie „Das nervöse Zeitalter“. Nietzsche sprach von der Umwertung aller Werte. Inwieweit man hier von einer Weltanschauung sprechen darf, ist sicherlich diskutabel. Man kann aber auf gewisse Merkmale hinweisen, die an Weltanschauungen erinnern.

Wenn man eine Weltanschauung als System betrachtet, sollte man auch auf die Frage der Konsistenz eingehen.
Konsistenz ist eine formal logische Forderung. Es sind in erster Linie die Systeme der formalen Logik und Mathematik, von denen man erwartet, dass sie konsistent sind. Naturwissenschaftliche Systeme erfüllen die Forderung nach Konsistenz nicht in dem Maße wie die rein formalen. Man erinnere sich an die Theoriebeladenheit der Beobachtungen, vor allem an die Unterbestimmtheitstheorie von Quine, wonach man aus gleichen Erfahrungsdaten unterschiedliche, sogar widersprüchliche Theorien ableiten kann. Diese Feststellung besitzt ihre Gültigkeit auch im Bereich der Kunst und Religion und hat Auswirkungen auf die Konsistenz der Weltanschauungen.
Inkonsistenz bei Weltanschauungen tritt am häufigsten dann auf, wenn man Aussagen aus unterschiedlichen Bereichen vergleicht, zum Beispiel Aussagen der Religion mit Aussagen der Wissenschaft. Der hier auftretende Widerspruch wurde viel diskutiert und unter anderem als Argument gegen die Religion verwendet. Viele waren der Meinung, Religion sollte man als wissenschaftlich orientierter Mensch weitgehend außer Acht lassen.
Das Problem bei einer Weltanschauung ist jedoch, dass man die Religion, wie übrigens auch die Kunst, aus einer Weltanschauung nicht einfach weglassen kann. Beide sind neben der Wissenschaft unerlässliche Bestandteile des geistigen Lebens und somit auch jeder einigermaßen vollständigen Weltanschauung. Die Bedeutung von Kunst und Religion bestätigen auch die modernen Wissenschaften: Psychologie, Anthropologie, Neurologie, Gehirnforschung, sogar die Geschichte. Es ist uns historisch keine Kultur bekannt, in dem nicht alle drei, Wissenschaft, Kunst und Religion, vorkommen.

Die auf den ersten Blick verlockende Idee, man sollte Kunst und Religion ganz in die Wissenschaft überführen, sie rein wissenschaftlich behandeln, um auf diese Weise Widersprüche zu vermeiden, scheitert an deren Unvollständigkeit. Nicht nur Kunst und Religion, sondern auch die Wissenschaft ist für sich genommen unvollständig. Keiner dieser Bereiche kann alle Anforderungen erfüllen, die man an eine umfassende Weltanschauung stellt. Jeder kann nur einen Teilaspekt der Wirklichkeit erfassen.
Kunst, zum Beispiel, löst im Menschen spezifische geistige Befriedigungen aus, dank eigener Beschreibungsmöglichkeiten der Wirklichkeit. Eine besondere Bedeutung haben dabei emotionale Erkenntnisse. Außerdem erfüllt Kunst auch soziale, politische und viele andere wichtige Aufgaben, die man rein wissenschaftlich nicht bewältigen kann.
Im Fall der Religion ist es auch nicht anders. Auch die Religion liefert ein eigenes Weltbild und befriedigt entsprechende geistige Bedürfnisse. Den Grundbegriff aller Religionen, das „Heilige“, kann man zwar wissenschaftlich deuten, aber nicht ersetzen. Religion als erlebnishafte Begegnung mit dem Heiligen, das Mystische, die religiösen Rituale, stellen eine Welt für sich dar.
Wissenschaft, Kunst und Religion sind unterschiedliche Bereiche des geistigen Lebens. Sie vermitteln Vorstellungen von der Welt, die jeweils ihren Eigenarten entsprechen. Die geistige Vielfalt, die sich daraus ergibt, bereichert das Leben. Der Mensch ist nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Künstler und Gläubiger, Anhänger mystisch-religiöser Vorstellungen und Praktiken. Auf Grund dieser Gegebenheiten sollte man Widersprüche, die gelegentlich auftreten, wohlwollend behandeln. Schließlich kann man sie auch im Bereich der Wissenschaften nicht vollständig ausschließen. Man sollte eine Weltanschauung nicht auf Grund formal logischer Kriterien für unhaltbar erklären.

Vielleicht noch eine kurze Bemerkung zur Glaubwürdigkeit der Weltanschauungen. Die Forderung nach Glaubwürdigkeit ist auch im Bereich der Wissenschaften nicht immer erfüllbar. Man zweifelt an einer Theorie, obwohl die Beobachtungsdaten für sie sprechen. Das Zweifeln an einer Theorie, besonders an einer hypothetischen, kann man sogar als Motor des Fortschritts betrachten. So sollte man die Forderung nach Glaubwürdigkeit auch bei einer Weltanschauung ähnlich behandeln.
Wir haben versucht, die wichtigsten Merkmale einer wissenschaftlichen Weltanschauung darzustellen. Untersuchen wir jetzt die Frage: Besitzen wir eine solche Weltanschauung?
Eine Weltanschauung haben fast alle bedeutenden Kulturen in irgendeiner Phase ihrer Geschichte entwickelt. Betrachtet man die europäische Kultur, so kann man auf eine Weltanschauung der Antike und auf eine des christlichen Mittelalters hinweisen. In unserer Zeit ist es aber fraglich, ob wir berechtigt sind, von einer Weltanschauung zu sprechen.
Spätestens seit der Aufklärung wurde der Wissenschaft eine besondere Stellung eingeräumt. Diese bevorzugte Stellung resultiert nicht zuletzt aus den zahlreichen technischen Errungenschaften. Ohne diese wäre das heutige Leben kaum mehr vorstellbar.
Kunst und Religion haben ihre Bedeutung nicht verloren, aber sie werden als unabhängige Bereiche des geistigen Lebens betrachtet. Es wird nur selten versucht, sie mit der Wissenschaft unmittelbar in Verbindung zu bringen. So richtet sich zum Beispiel die häufig verlautbarte Kritik an der Religion überwiegend gegen die Institution Kirche und weniger gegen die Theologie als Wissenschaft. Die Religion, als eine von der naturwissenschaftlichen abweichende Vorstellung von der Welt, bleibt meistens unangetastet. Diese Haltung tritt besonders dort zum Vorschein, wo in einer Weltanschauung andere religiöse Vorstellungen, zum Beispiel pantheistische oder einfache Naturreligionen eingefügt wurden. Die gegen die christliche Religion erhobenen Einwände besitzen hier kaum mehr Gültigkeit. So könnte man von einem friedlichen Nebeneinander von Wissenschaft, Kunst und Religion sprechen. Eine Weltanschauung verlangt jedoch nach ihrer systematischen Zusammenfassung. Dies ist zurzeit nicht mehr gewährleistet. Wir besitzen keine Weltanschauung.

Wenn wir keine Weltanschauung besitzen, dann stellt sich die Frage: Brauchen wir eine, beziehungsweise könnte sich in absehbarer Zeit eine entwickeln?
Gegen Weltanschauungen wurden viele Einwände erhoben: Sie sind veraltet, rückschrittlich, unwissenschaftlich und dogmatisch. Sie verallgemeinern, was man in der Wissenschaft und Philosophie nur differenziert betrachten kann. Sie liefern schwärmerische Gesamtansichten von der Welt, ohne sie begründen zu können. Sie sind unbewiesene, poetisch anmutende Systeme von überwiegend religiösen Ansichten, vollgestopft mit metaphysischen und mystischen Spekulationen.
Diese Einwände haben keine allgemeine Gültigkeit. Sie betreffen nur bestimmte Weltanschauungen. Weltanschauungen sind prinzipiell neutral. Sie erfassen das, was sie vorfinden: Das Wissen und andere Gegebenheiten einer bestimmten Epoche. Mit einem Wort, sie entsprechen dem Zeitgeist. In einer wissenschaftlich orientierten Zeit sind sie wissenschaftlich, in einer religiösen sind sie religiös. Sie sind auch nicht für die Ewigkeit gedacht, auch wenn sie sich nicht so kurzfristig verändern wie viele wissenschaftliche Theorien. Man sollte sie folglich nur bedingt als dogmatisch bezeichnen.

Wenn man jetzt nach Argumenten sucht, die für eine Weltanschauung sprechen und zur Entwicklung einer Weltanschauung führen könnten, sollte man zuerst auf gewisse Eigenarten des Menschen und seiner Kultur hinweisen.
Der Mensch ist ein Herdentier. Es entwickelten sich bei ihm gemeinsame Verhaltensweisen, die auf höherer Ebene als gemeinsame Ansichten in Erscheinung treten. Diese Ansichten versuchte man zusammenzufassen, sodass man von einer Vorstufe der Weltanschauungen sprechen darf.
In den Hochkulturen begegnet man komplexeren Weltanschauungen, die in den Religionen, Sitten, Gebräuchen und Zielsetzungen der Gesellschaft erkennbar sind. Gemeinsame Ansichten, die Weltanschauungen zum Ausdruck bringen, haben viele Vorteile. Die später auftretende Differenzierung der Ansichten wurde nicht immer gutgeheißen, oft sogar bekämpft.
Dieser Hinweis auf die Natur und Geschichte des Menschen wäre ein bestimmtes Argument für die Berechtigung einer Weltanschauung. Wichtiger für uns ist jedoch, auf die Entwicklung der modernen Wissenschaften hinzuweisen und zu versuchen, daraus gewisse Tendenzen abzuleiten, die in Richtung einer Weltanschauung zeigen.
Der Mensch neigt dazu, von seiner Welt ein umfangreiches, gleichzeitig aber auch systematisches Bild zu erwerben. Den Trend zum systematisierten Universalwissen kann man bereits sehr früh erkennen. Schon im Altertum, zur Zeit der Renaissance und der anschließenden Aufklärung, begegnet man dem Typus des Universalgenies, der diesen Trend verkörpert.
Auch die berühmte Encyclopédie der Aufklärung war nicht als einfache Sammlung von Artikeln gedacht, sondern als Versuch, die organische Verkettung aller Wissenszweige sichtbar zu machen. Man versuchte ein System, einen „Wissensbaum“ darzustellen. Die einseitige Spezialisierung, der moderne Fachwissenschaftler, ist eine spätere Erscheinung. Heute kann man jedoch einen gewissen Trend in die entgegengesetzte Richtung erkennen:
Die modernen Wissenschaften sind in zunehmendem Maße nur noch interdisziplinär vorstellbar. Die Notwendigkeit, Ideen aus benachbarten Bereichen zu übernehmen, ist fast überall beobachtbar und prägt die Ausbildung wie auch die Arbeitsweise der Wissenschaftler. Betrachten wir als Beispiel die Biologie:
Es sind die unterschiedlichsten Disziplinen, die das Thema Leben behandeln. Es beginnt mit der Kosmologie und reicht bis in die Mikrobiologie, sogar bis in die intimste Beschaffenheit der Materie. Dieser Trend zur Ganzheitstheorie deutet in Richtung einer Weltanschauung. Man muss nur noch Kunst und Religion in das System integrieren um eine umfassende Anschauung von der Welt – eine Weltanschauung – zu erhalten.

In diesem Zusammenhang sollte man auch die einheitliche Denkweise ansprechen. Es ist die dominierende Stellung der Beobachtungen, ihre logische und mathematische Verarbeitung, im Rahmen eines Systems mit Prämissen und Hintergrundtheorien. Wir begegnen dieser Denkweise nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in der Kunst und Religion. Inwieweit man aus erkenntnistheoretischen Überlegungen die engen Verbindungen zwischen Wissenschaft, Kunst und Religion nachweisen könnte, wollen wir hier nicht weiter verfolgen. Es würde den Rahmen der vorliegenden Arbeit sprengen. Man kann aber intuitiv vermuten, dass eine gewisse Verbindung vorhanden ist. Eine Verbindung, die eine einheitliche, typisch menschliche Gesamtvorstellung von der Welt ermöglicht. Eine Verbindung, die man als epistemische Voraussetzung für eine Weltanschauung betrachten kann.

Wir haben Argumente aufgeführt, die für eine Weltanschauung sprechen. Betrachten wir abschließend auch den Einfluss fremder Kulturen:
Wir leben heute in einer Zeit der wirtschaftlichen Globalisierung, die zwangsweise auch zu einer kulturellen Globalisierung führt. Der Einfluss fremder Kulturen ist in unseren Tagen kaum zu übersehen. Man kann davon ausgehen, dass in Zukunft die europäische Kultur – auch aus diesem Grunde – verschiedene Veränderungen erfahren wird.
In den fremden Kulturen, die Europa beeinflussen, spielen Religion und somit auch religiöse Weltanschauungen eine wichtige Rolle. Es ist nicht nur der Islam, der eine besondere Aufmerksamkeit verdient, man sollte auch die fernöstlichen Kulturen im Auge behalten. Sie haben schon vor langer Zeit bei den Europäern Bewunderung ausgelöst. Bedeutende Denker und Künstler übernahmen sehr vieles von ihnen. Es ist nicht auszuschließen, dass die Entstehung einer europäischen Weltanschauung von fremden Kulturen gefördert und gleichzeitig durch fremde Kulturelemente bereichert wird.
Neben dem Einfluss fremder Kulturen kann man auch auf die historischen Ereignisse hinweisen. Diese können die Entwicklungen einer Weltanschauung fördern und gleichzeitig auch ihren Aufbau bestimmen. Die Geschichte kennt solche Entwicklungen. Man erinnere sich, wie der Untergang des weströmischen Reiches die Entwicklung der christlichen Weltanschauung des Mittelalters beeinflusst hat. Mit solchen welthistorischen Ereignissen rechnet man heutzutage kaum. Vollkommen ausschließen kann man sie jedoch nicht.

Wir haben uns mit der Beschaffenheit und den Entwicklungsmöglichkeiten einer wissenschaftlichen Weltanschauung befasst. Inwieweit wir eine solche Weltanschauung benötigen, beziehungsweise inwieweit sie in absehbarer Zukunft entstehen könnte, sind Fragen, auf die man kaum eine allgemein akzeptable Antwort finden kann. So sollte man die vorliegende Arbeit nur als Anregung betrachten – zum Nachdenken über ein sicherlich interessantes Thema.