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Thomas Hummitzsch

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Thomas Hummitzsch ist Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg. Er war von Oktober 2010 bis Oktober 2013 Chefredakteur von diesseits - Das humanistische Magazin.

Artikel von Thomas Hummitzsch

Craig Thompson
An der Universität Duisburg-Essen ist ein hitziger Streit um eine Ausstellung von Comic-Plakaten entbrannt. Das inzwischen von protestierenden Muslimen abgehängte Plakat betrifft den Comic „Habibi“ des US-Autoren Craig Thompson, das eine Sexszene und daneben die Aufschrift „Allah“ zeigt - eine Collage, angefertigt von Studierenden. Diese verletze die religiösen Gefühle der Muslime, so die Protestierenden. Die Ausstellung wurde inzwischen geschlossen.
Skeptiker 2-1013
Heilende Zuckerkugeln, pseudotherapeutische Hilfen, die Gefahr der Pseudowissenschaft der Klimawandel-Skeptiker und Oliver Sacks Erforschungen zu Halluzinationen und ihren Wirkungen – das sind die Themen der aktuellen Ausgaben der Skeptiker-Magazine aus Deutschland und den USA.
Religionsmonitor 2013_International Titel
Mit jeder Generation nimmt die Religiosität ab. Vor allem in Europa schreitet die Säkularisierung voran. Der gesellschaftliche Zusammenhalt gerät dadurch nicht in Gefahr. Zugleich belegt die internationale Auswertung des Ende Mai veröffentlichten Religionsmonitors der Bertelsmann Stiftung, dass die Trennung von Religion und Politik weltweit deutlich befürwortet wird.
Der letzte schöne Tag
Dem WDR ist mit der preisgekrönten Produktion von „Ein letzter schöner Tag“ ein wahrhaftiger Film darüber gelungen, wie der Alltag aus den vermeintlich sicheren Bahnen geraten kann, wenn ein sich naher Mensch das Leben nimmt. Authentisch und ohne ideologische Scheuklappen begleitet der Film eine Familie in einer Ausnahmesituation. Am Mittwoch ist der Film in der ARD zu sehen.
Dr. Thomas Heinrichs
Im April scheiterte eine Berliner Mutter vor dem Berliner Verwaltungsgericht mit ihrer Klage, eine Schulfreistellung für ihren Sohn am Welthumanistentag durchzusetzen. Wir unterhielten uns mit ihrem Rechtsanwalt Dr. Thomas Heinrichs über rechtliche Alternativen sowie die Perspektive einer grundsätzlichen Abschaffung von Ausnahmeregelungen.
Eugen Ruge: Cabo de Gata 2
Nach dem riesigen Erfolg von „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ erzählt Eugen Ruge in „Cabo de Gata“ von seinem ersten Versuch, seine Familiengeschichte zu erzählen. Vor zwanzig Jahren reiste er dafür nach Andalusien und scheiterte. Welch ein Glück, wie wir heute wissen.
Türkei proteste 3
Nach den arabischen Ländern protestieren nun die Menschen in der Türkei. Auslöser der Proteste waren Pläne der Regierung Erdoğan, auf dem Areal der grünen Lunge von Istanbuls Innenstadt, dem Gezi-Park, eine Shopping-Mall im Stile einer alten osmanischen Kaserne zu bauen. Die türkischen Sicherheitskräfte gingen gewaltsam gegen die Demonstrierenden vor. Deutschlands Säkulare solidarisieren sich mit den Protestlern.
Zeit Philosophie Beilage
Das Hamburger Wochenblatt „DIE ZEIT“ hat seine Philosophie-Sonderausgabe in großen Anzeigen angekündigt. Es sollte um Gerechtigkeit, Freiheit und Glück, um Liebe und Kapitalismus, Toleranz und Freiheit gehen. Der Redaktion ist dabei ein beachtliches Heft gelungen, bei dem es am Ende um das Denken als solches geht.
Hamed Abdel-Samad
Nachdem die Giordano Bruno Stiftung (gbs) am Wochenende darauf aufmerksam gemacht hatte, dass radikale ägyptische Islamisten im Internet zum Mord ihres Beiratsmitglieds und Buchautors Hamed Abdel-Samad aufrufen, hat nun auch die Bundesregierung auf die Bedrohung des deutschen Staatsbürgers reagiert. Angesichts der akuten Bedrohung Abdel-Samads reicht das aber nicht aus.
Europisches Parlament
Am Mittwoch diskutiert das Europäische Parlament über „Leitlinien der EU zur Förderung und zum Schutz der Religions- und Weltanschauungsfreiheit“ in Drittstaaten. Doch noch bevor die Debatte über den so genannten „Andrikienè-Bericht“ eröffnet wurde, hat die Fraktion der Sozialdemokraten schon energisch dem Vorschlag widersprochen. Aus dem Vorschlag der Europäischen Kommission sei ein religiöses Pamphlet geworden, heißt es in einer Pressemitteilung von Fraktions-Vizepräsidentin Véronique De Keyser.
Campus Polar
Im Rahmen unseres diesjährigen Schwerpunktthemas „Sexualität und Sexismus“ wollen wir die zeitgemäßen und humanistischen Aspekte von Sexualität und Sexismus erkunden. Die Frühjahrsausgabe des wissenschaftlichen Halbjahresmagazins „polar“ bietet dafür eine ideale Grundlage, weil es weit entfernt vom eindimensionalen Blick des Normativen ist.
Grundrechte-Report 2013
Die Humanistische Union hat in Berlin gemeinsam mit sieben weiteren Organisationen ihren diesjährigen Grundrechte-Report vorgestellt. In insgesamt 43 Berichten nimmt die Bürgerrechtsorganisation Stellung zur Lage der Bürger- und Menschenrechte in Deutschland und zieht ein bedenkliches Fazit.
New Humanist
Die aktuelle Ausgabe des „NEW Humanist“, dem Magazin der britischen Humanisten, beschäftigt sich unter anderem mit der spirituellen Dimension des Humanismus, den zweifelhaften pädagogischen Konzepten der christlichen Privatschulen in Großbritannien und der Gefährdung des Menschen durch die allumfassende Digitalisierung.
Die Regierung von Mazedonien hat dem Parlament ein neues restriktives Abtreibungsgesetz vorgelegt, dass das Recht von Frauen auf freien Zugang zu Abtreibung schwächt. Demnach muss eine Frau künftig einen schriftlichen Antrag beim Gesundheitsministerium einreichen, will sie eine Schwangerschaft beenden.
UAAR Kampagne
Unglauben ist in dem großenteils katholisch geprägten Staat immer noch mit negativen Eigenschaften verbunden. Die italienischen Humanisten haben nun eine Kampagne gestartet, um die Sichtbarkeit und das Ansehen von Konfessionsfreien und Nicht-Gläubigen im Land zu stärken. Auf großformatigen Plakaten heißt es: „10 Millionen Italiener leben gut ohne Gott“.
Presseschau: MIZ 1/2013
Heilig oder nicht heilig ist für den gemeinen Konfessionsfreien keine Frage, denn heilig ist ihm irgendwie unheimlich. Dennoch kommt man nicht umhin, sich mit Heiligen und Geheiligten, Heiligem und Geheiligtem gesellschaftlich auseinanderzusetzen, denn es gibt nun mal Menschen, denen Dinge heilig sind.
Antoine de Rivarol: Vom Menschen
Man findet den Namen Antoine de Rivarol in keinem Werk der europäischen Aufklärung. Man muss anfangs über diesen Umstand rätseln, am Ende der Lektüre von Ulrich Kunzmann herausgegebener Sammlung der Gedanken, Maximen und Portraits des französischen Salonisten hat man aber eine Ahnung, warum das so ist.
Nida-Rümelin: Philosophie einer humanen Bildung
„Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir.“ Mit diesem konzisen Satz zerlegte der römische Philosoph und Staatsmann Seneca die lebensfremden römischen Philosophenschulen. Der ehemalige Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin tritt nun in Senecas Fußstapfen. Seine Kritik der deutschen Bildungsinstitutionen lautet in Anlehnung an den römischen Denker: „Nicht für das Leben, sondern für den Markt lernen wir.“
Christenverfolgung 5
Hierzulande engagieren sich neben den Kirchen und anderen christlichen Organisationen vor allem zahlreiche Politiker der Unionsparteien, die mit dem Schüren des Mythos einer antiklerikalen Stimmung Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen wollen. Diese Klientelpolitik könnte im schlimmsten Fall dazu führen, dass die grundlegenden Menschenrechte der tatsächlich Verfolgten unter die Räder geraten.
Christenverfolgung 4
Grundlagendaten zur Erhebung der weltanschaulichen Verfolgung werden nicht gesammelt. Weder das UN-Flüchtlingshilfswerk noch die Internationale Organisation für Migration sammelt Angaben zur konfessionellen Bindung im Zusammenhang mit Flucht oder grenzüberschreitender Wanderung. Auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sieht in dem Phänomen keine im Asylverfahren statistisch auswertbare Größe. Es gibt nur die ominösen Zahlen von „Open Doors“. Und eine Medienlandschaft, die nach dem Sensationsprinzip funktioniert.