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Thomas Hummitzsch

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Thomas Hummitzsch ist Chefredakteur von diesseits - Das humanistische Magazin. Daneben ist er Mitglied der Comic-Redaktion beim Berliner Tagesspiegel, schreibt für weitere Tageszeitungen und ist Mitglied der Redaktion des migrations- und integrationspolitischen Newsletters Migration und Bevölkerung beim Netzwerk Migration in Europa.

Artikel von Thomas Hummitzsch

Jury Flechtheim Preis 2013
Das interaktive Projekt gedenkort T4, das online an die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie-Morde in Deutschland und Europa erinnert, erhält den diesjährigen Ossip-K.-Flechtheim-Preis, weil es einen soliden Beitrag zur gegenwärtigen Debatte über Inklusion leistet.
No Place on Earth 1
Der Höhlenforscher Christopher Nicola stieß vor 20 Jahren in einer ukrainischen Höhle auf ein paar Knöpfe, alte Schuhe und Medizinflaschen. Über zehn Jahre suchte er nach den ehemaligen Besitzern. Wir sprachen mit Nicola über diese die jahrzehntelange Suche nach der unglaublichen Geschichte des Überlebenskampfes von einigen jüdischen Familien während des Zweiten Weltkriegs, die nun im Dokumentarfilm „NO PLACE ON EARTH“ erzählt wird.
Anne Wizorek 4
Eine Raute, ein Wort und fertig war der Hashtag, der Anne Wizorek über Nacht berühmt machte. #aufschrei motivierte innerhalb von wenigen Stunden tausende Frauen, in Tweets von ihren Erlebnissen mit dem alltäglichen Sexismus zu berichten. Sie haben eine längst überfällige Debatte losgetreten.
Re:publica 13 III
Deutschlands einflussreichster Blogger und Internetpunk Sascha Lobo las auf der re:publica 13 der anwesenden Internetgemeinde die Leviten. Er forderte die Netzaktivisten und Webnerds auf, die Politik wieder ernster zu nehmen und sich das Internet zurückzuerobern.
Re:publica 13 II
Brauchen wir eine Grundrechtecharta für Roboter? Diese verrückte, posthumane Frage stellte die amerikanische Politologin Kate Darling auf Deutschlands größter Internet-Konferenz re:publica 13. Wie bitte? Grundrechte für rollende Blechcontainer? Ein Bericht über Spielzeugdinosaurier und die Schwierigkeiten, diese gegen die Wand zu schleudern.
Johannes Neumann
Der deutsche Soziologe und Fürsprecher des aufgeklärten Humanismus Johannes Neumann ist tot. Er verstarb in der Nacht von Sonntag auf Montag nach schwerer Parkinson-Erkrankung im Kreise seiner Familie in Oberkirch in Baden-Württemberg. Ein Nachruf.
Labor für kontrafaktisches Denken
Laut Eurobarometer sind zwei Drittel der Berliner frei von Konfession und Glauben. Aber glauben diese Menschen wirklich gar nichts? Diese und andere Fragen stellen sich die Macher und assoziierten Mitarbeiter des "Labors für kontrafaktisches Denken" in Berlin. Für eine Ausstellung sind sie auf der Suche nach atheistischen und agnostischen Reliquien.
Helmut Witz: Adorno
Helmut Wietz' Comic „Der Tod von Adorno“ ist in seinem pseudoavantgardistischen Anspruch eine Zumutung für jeden Comicfan und ein Beleg dafür, dass man nicht alles, was man in seinen revolutionären Zeiten begonnen hat, auch beenden muss.
Claudia Roth
Das Programm von Bündnis 90/Die Grünen für die Bundestagswahl im September steht. Die Bundesdelegiertenkonferenz hatte es am vergangenen Sonntag beschlossen. Wie der Bundesweite Arbeitskreis Säkulare Grüne mitteilt, sind auch einige seiner Anliegen bei der dreitägigen Aussprache behandelt und beschlossen worden.
Beyer_Lust: Flughunde
Wie erzählt man vom lärmenden Brand des Zweiten Weltkriegs? Marcel Beyer fand in seinem als Sprachkunstwerk gerühmten Roman „Flughunde“ die richtigen Worte. Die preisgekrönte Comiczeichnerin Ulli Lust hat den Roman nun in noch besseren Bildern als Comic adaptiert.
Religionsmonitor 2013: Cover
Die Religiosität nimmt in Deutschland tendenziell ab, religiöse Erziehung geht generationsübergreifend zurück und Familie, Schule und Freundeskreis sind die prägenden Wertevermittler in der modernen Gesellschaft. Die Trennung von Religion und Politik wird hierzulande als hohes Gut anerkannt. Dies sind zentrale Ergebnisse des Religionsmonitors 2013, den die Bertelsmann-Stiftung am Sonntag vorgestellt hat.
Bernauer Tafel e.V.
Unter dem Motto „Armgespeist. 20 Jahre Tafeln sind genug!“ macht an diesem Wochenende ein Aktionsbündnis auf die Vernachlässigung einer staatlichen Mindestsicherung aufmerksam. Wir sprachen mit dem Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Deutsche Tafel e.V. und Vorstandsvorsitzenden des Freidenker Barnim e.V. Norbert Weich über die die Bedeutung der Tafeln und die nun geäußerte Kritik.
Armin Krishnan: Gezielte Tötung
Verteidigungsminister Thomas de Maizière hat bestätigt, dass die Bundesregierung in den USA wegen des Kaufs von Kampfdrohnen angefragt hat. Der Sicherheitsexperte Armin Krishan legt mit „Gezielte Tötung“ eine schonungslose Analyse der Drohnentechnologie und ihrer verheerenden Potentiale vor, die das Bild einer düsteren Zukunft zeichnet. Möglicherweise, so Krishnan, steuern wir auf die alptraumhafte Zukunft eines ‚Terminator-Planeten’ zu.
Kaldor: Unsere beste Waffe ist keine Waffe
Die Rede von den „Neuen Kriegen“ ist zu einer der meist zitierten Floskeln des internationalen politischen Diskurses verkommen. Zwei Neuerscheinungen lassen diese Floskel in einem neuen Licht erscheinen und regen die Diskussion um kriegerische Konflikte und ihre Lösungen im 21. Jahrhundert neu an. Im ersten Teil unserer Doppelrezension stellen wir „Unser beste Waffe ist keine Waffe“ von Mary Kaldor und Shannon D. Beebe vor.
Byung-Chul Han
Die Leistungsgesellschaft wirft dein Einzelnen auf sich selbst zurück und zwingt ihn, sich ständig selbst auszubeuten. Dieser zerstörerische Narzissmus hat verheerende Konsequenzen. Vertrauen schwindet, das Interesse am Anderen geht verloren und das Individuum versinkt mehr und mehr in der Leere der Erschöpfung. Deutschlands aktuell wichtigster Philosoph Byung-Chul Han lässt uns die Gesellschaft, der wir uns ausliefern, verstehen.
Yanko Tsvetkov: Atlas der Vorurteile
Jeder sieht die Welt mit eigenen Augen. Dieses Prinzip hat Yanko Tsvetkov auf Landkarten angewandt. Entstanden ist dabei ein „Atlas der Vorurteile“ mit tiefgründigen Welt- und Denkbildern, die Klischees als unreflektierte Bequemlichkeiten entlarven.
Paradies Glaube Filmplakat
Als erster Filmemacher wurde der Österreicher Ulrich Seidl innerhalb eines Jahres mit drei verschiedenen Filmen zu den drei wichtigsten Europäischen Filmfestspielen in Cannes, Venedig und Berlin eingeladen. Im Rahmen einer Sondervorstellung bei der Berlinale konnte man die drei Filme erstmals am Stück sehen.
Was bleibt
Eine Familie bricht auseinander und ihre einzelnen Bestandteile werden auf sich selbst zurückgeworfen. In dem Film "Was bleibt" von Hans-Christian Schmidt werden die Abgründe in unserer sicheren Existenz ausgemessen, auch wenn am Ende einige Fragen im Raum stehen bleiben.
David Wagner Preisträger
David Wagner, Helmut Böttiger und Eva Hesse sind die diesjährigen Gewinner der Preise der Leipziger Buchmesse. Jurypräsident Hubert Winkler ging vor der Preisvergabe auf die Debatte über die Auswahl ein, die seit der Bekanntgabe der Nominierungen geführt wurde.
Messehallen Leipzig
Der Bücherfrühling ist mit der Leipziger Buchmesse eröffnet. Nicht nur, weil am ersten Messetag die nominal besten Bücher in den drei Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung gekürt werden, sondern auch, weil die Debatte über die pünktlich zur Messe erscheinenden Bücher aus den Frühjahrsprogrammen endlich startet. Wir verfolgen die Geschehnisse in Leipzig für sie auf einer Sonderseite.