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Szenebuch

Heinemann: Populäre Wissenschaft
Um es gleich zu sagen: Ein hervorragendes Buch. Der Autor klärt uns darüber auf, wie es einigen Hirnforschern und Medienleuten in den letzten Jahren gelungen ist, die Hirnforschung zur populären Leitwissenschaft unserer neoliberalen Gesellschaft zu machen. Diese Geschichte ist viel spannender als alles, was uns die Hirnforschung in den letzten zwanzig Jahren an angeblich neuen Erkenntnissen präsentiert hat.
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Humanismus zwischen Zufall und Notwendigkeit: Fünfter Band der Humanistischen Akademie Bayern erschienen.
Nathalie Knapp: Kompass neues Denken
In unserer globalisierten Welt verändert sich Alles ständig, Vieles in rasender Geschwindigkeit, wir sind weltweit mit allen anderen Lebewesen verbunden, und es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit dieser Komplexität umzugehen. Die Philosophin und Kulturredakteurin Natalie Knapp zeigt in „Kompass neues Denken“, wie wir die Komplexität und die aus ihr resultierenden Themen und Probleme konstruktiv meistern könnten.
Matthew Fox: Ratzinger und sein Kreuzzug
Der katholische Theologe Matthew Fox erweist sich in seinem Buch „Ratzinger und sein Kreuzzug. Ein engagiertes Plädoyer für Schöpfungsspiritualität statt Dogmenmacht“ als Kenner und Zeitzeuge der Geschichte des Vatikans und der Entwicklung Ratzingers vom modernen Theologen zum Fundamentalisten. Das bereits vor zwei Jahren erschienene Werk des Amerikaners liest sich wie ein Rückblick auf das Ratzinger’sche Wirken und wie eine Bilanz seiner letzten 25 Jahre als Leiter der Glaubenskongregation und acht Jahre als Papst.
Eva Müller: Gott hat hohe Nebenkosten
Das Panoptikum der kirchlichen Arbeitswelt, das Eva Müller vor den Augen der Lesenden ausbreitet, macht Staunen. Verhaltensmaßregeln, Kündigungsgründe, Sonderrechte ohne Zahl – Kirchen erfreuen sich einer Masse von Privilegien die ihres Gleichen sucht (wahrscheinlich vergeblich). Flott zu lesen ist diese Skandalgeschichte, und ihr Aufklärungspotential ist – auch deshalb – gewaltig. Daher ist das Buch ein Gewinn, ebenso wie die dazugehörende Fernsehreportage, die unlängst im Ersten ausgestrahlt wurde.
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Im Alibri-Verlag ist vor kurzem der sechste Band der Humanistischen Akademie Berlin erschienen. Der neue Band geht der Frage nach, in welchem Verhältnis Laizismus und Humanismus zueinander stehen und welche Rolle hier kulturelle Wurzeln und Kulturtraditionen des deutschen Humanismus spielen.
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Zwei neue Bücher, eine soziologische Dissertation an der Universität Köln und ein Sammelband mit den Ergebnissen des Forschungsprojektes „Holyspace, Holyways“ an der Hochschule Luzern berichten, unterfüttert mit viel empirischem Material, über ebenso einschneidende wie stille Wandlungen auf weltanschaulich-kulturellem Gebiet.
Benedikt XVI. – Krise eines Pontifikats
Vatikankenner Marco Politi legt inmitten der weltweiten Krise der römisch-katholischen Kirche eine Bilanz des benediktinischen Pontifikats vor – eine Geschichte von Pleiten, Pech und Pannen. Dass Papst Benedikt XVI. die wesentliche Verantwortung dafür trägt, kann sich Politis jedoch nicht vorstellen.
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Der Begründer der Evolutionstheorie war kein Atheist. Der Religionswissenschaftler Michael Blume wendet sich mit seinem neuen Buch daher gegen eine religionskritische Vereinnahmung Charles Darwins. Denn Menschen zwingen zu wollen, sich zwischen Wissenschaft oder Religion entscheiden zu müssen, sei ein „gefährlicher Schwachsinn“.
Richard Senett: Zusammenarbeit.
Ist das Ganze mehr als die Summe seiner Teile? Aristoteles war sich dessen sicher. Ist Egoismus also gar nicht schädlich für das Wohlergehen einer Gesellschaft? Der amerikanische Soziologe Richard Sennet geht in seinem aktuellen Buch dieser Frage auf den Grund. Anhand von vielen Beispielen aus Naturwissenschaft,Wirtschaft und Gesellschaft, aus Kunst, Musik und Architektur erkundet er, warum der Mensch kooperiert.
Puntigam, Gruber, Oberhummer: Gedankenlesen durch Schneckenstreicheln
Werner Gruber, Heinz Oberhummer und Martin Puntigam sind die Dampfabzugshaube in der Gerüchteküche. Die drei äußerst skurrilen Wissenschaftler aus Österreich räumen auf höchst amüsante Weise mit Märchen und Mythen auf, indem sie praktische Wissenschaft betreiben. Da lernt man dann zum Beispiel, was Hirschsein nicht vor Blitzeinschlag schützt oder in welchem Verhältnis Joghurt und Trümmerfrauen zueinander stehen.
Gert Scobel: Warum wir philosophieren müssen
Ich denke, also bin ich? Dass die Frage des denkens damit nicht erschöpfend geklärt ist, liegt nahe. Wann beginnt das grübeln, wieso machen wir das überhaupt, was geht dabei vor sich und warum können wie es nicht lassen? Gert Scobels überaus lesenswerte Erkundung „Warum wir philosophieren müssen“ geht diesen und vielen anderen Fragen auf den Grund.
Humanistik, Titel
Humanistik – Beiträge zum Humanimsus: So heißt der vierte Band der Schriftenreihe der Humanistischen Akademie Deutschland, der im Frühjahr des Jahres im Alibri-Verlag erschien. Entfaltet wird darin eine Reihe von mehr als einem Dutzend Perspektiven, die auch für humanistische Laien und Alltagspragmatiker teils sehr bereichernd sein können.
Paläopower
Die Evolutionsbiologin Sabine Paul beschreibt in ihrem Buch "Paläopower", warum in der modernen Gesellschaft Zivilisationskrankheiten wie Burnout, Fettleibigkeit, Herzkreislaufstörungen, Allergien u.v.m. in den letzten Jahrzehnten so drastisch zugenommen haben und wie man erfolgreich gegen sie vorgehen kann.
Der organisierte Tod
Die Debatte um die Transplantationsmedizin und das Organspendeverhalten der Deutschen hat die Frage der Sterbehilfe etwas in den Hintergrund gedrängt. Dabei herrscht hier eine rege Debatte. Ein Sammelband hat sich dieser angenommen und präsentiert die unterschiedlichen Positionen.
Juergen Dehmers: Wie laut soll ich denn noch schreien
Der diesjährige Geschwister-Scholl-Preis der Stadt München und des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in Bayern geht an den unter dem Pseudonym Jürgen Dehmers schreibenden Autor des Sachbuchs „Wie laut soll ich denn noch schreien? Die Odenwaldschule und der sexuelle Missbrauch“. diesseits.de dokumentiert Auszüge aus der Begründung der Preisjury.
Nuzzi - PK 1
Der italienische Journalist Gianluigi Nuzzi hat mit seinem Buch "Sua Santità" die Vatileaks-Affäre ausgelöst. Kurz nach dem Erscheinen des Buches in Italien im Frühjahr 2012 wurde der pästliche Kammerdiener Paolo Gabriele festgenommen. Er soll dem Journalisten zahlreiche geheime Dokumente aus dem Schreibtisch von Papst Benedikt XVI. zugespielt haben und wird sich nun wohl vor Gericht verantworten müssen. Nun erscheint die deutsche Ausgabe von Nuzzis Enthüllungsbuch, das neben Abbildungen der Dokumente auch pikante Details zum Verhältnis des deutschen Papstes zu seiner Kirche in der Heimat enthällt. "Seine Heiligkeit" ist für alle Beteiligten eine peinliche Angelegenheit.
Wolfgang Huber: Ethik

Dem ehemaligen EKD-Präses Wolfgang Huber kann man keinen Vorwurf machen. In seinen Ausführungen zu den Grundfragen unseres Lebens in der Ethik-Vorlesung für die ZEIT-AKADEMIE ist er grundehrlich: „Meine Überlegungen stützen sich auf die evangelische Gestalt christlicher Ethik“, heißt es in der Einführung und der aufmerksame Studierende weiß sofort, woran er ist. Luthers „Hier stehe ich, ich kann nicht anders!“ gilt für den Vorzeige-Kirchenmann Huber in gleichem Maße.

Édouard Levé_Selbstmord
Ein junger Mann geht in den Keller, setzt sich eine Pistole an den Mund und drückt ab. Was von ihm bleibt, sind ein Leben unter dem Eindruck des selbst gewählten Todes und eine Unmenge offener Fragen. Möglichen Antworten spürt Édouard Levé in einer fiktiven Ansprache nach. Sein Roman „Selbstmord“ ist eine aufwühlende Auseinandersetzung mit dem letzten Tabu der Moderne.
Jean-Jacques Rousseau
„Nichts ist mir so unähnlich wie ich selbst, so dass es sinnlos wäre, mich anders als durch meine Mannigfaltigkeit definieren zu wollen.“ Diese Passage hatte der Philosoph, Musiker und Aufklärer Jean-Jacques Rousseau zwar nicht auf sich selbst gemünzt, sie passt aber wie kaum eine andere auf den politischen, gesellschaftlichen und moralischen Denker aus Genf, der heute 300 Jahre alt werden würde.