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„Humanismus ist der Glaube an das Gute im Menschen“

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Sommersonnenwende, Fête de la Musique, CSD – und ein Feiertag für alle Menschen mit humanistischen Überzeugungen: Dafür steht der 21. Juni in vielen Ländern. Zum World Humanist Day verraten deshalb zehn engagierte Persönlichkeiten, was ihnen wichtig ist und von welchen Gedanken sie bei der Arbeit an positiven Alternativen motiviert werden.
Samstag, 21. Juni 2014
Foto: privat

Nada Peratović, Zürich

Ein gewissenhaftes Leben erfordert unentwegt die Courage, es mit Vorbedacht zu leben. Mein feministisches und humanistisches Gewissen ermahnt mich, Gewalt, Intoleranz, Aggression und Diskriminierung nicht zu dulden. Es wäre zu heuchlerisch von mir, dass meine Prinzipien nur bloße Worte auf dem Papier bleiben. Ich habe das Bedürfnis, nach meinen glaubensunabhängigen und feministischen Grundsätzen zu leben, auch wenn dies bedeutet, dass ich den schwierigeren Weg wählen muss. Mein Aktivismus ist, wie es jemand so schön gesagt hat, meine Miete, mein Beitrag, den ich an diese wunderschöne Welt leisten möchte. Solidarität mit jenen, die in ihren Menschenrechten verletzt sind, ist für mich nicht nur eine schüchtern ausgesprochene, das Gewissen beruhigende, Unterstützung. Solidarität und Aktivismus bedeutet für mich mit meinem ganzen Wesen – im Namen derer, die machtlos sind – mutig, aktiv, sichtbar, laut, nicht demütig, aufsässig, illoyal, trotzig und destruktiv auf alle Formen von Gewalt und Diskriminierung zu sein. Es ist ein schwierigeres Leben, aber es ist auch ein Leben, das lebenswert ist.