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„Humanismus ist der Glaube an das Gute im Menschen“

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Sommersonnenwende, Fête de la Musique, CSD – und ein Feiertag für alle Menschen mit humanistischen Überzeugungen: Dafür steht der 21. Juni in vielen Ländern. Zum World Humanist Day verraten deshalb zehn engagierte Persönlichkeiten, was ihnen wichtig ist und von welchen Gedanken sie bei der Arbeit an positiven Alternativen motiviert werden.
Samstag, 21. Juni 2014
Foto: privat

Sebastian Bartoschek | Ruhrgebiet

Ich bin Humanist. Freiheit ist für mich dabei der wichtigste Wert. Diesen verteidigen Humanisten besonders glaubhaft und konsequent. Jeder darf das Leben führen, das er führen möchte – und gesteht eben dies seinem Nächsten zu. Es ist mir auch wichtig zu sagen: ich brauche keinen Glauben an metaphysische Kräfte, um ein gutes Leben zu führen. Die säkulare Sicht verleiht zudem dem Zwischenmenschlichen und der Natur eine wundervolle, paradoxerweise schon fast magische Seite, weil ich eben nicht davon ausgehe, dass irgendetwas „von oben“ designt wurde. Ich freue mich darüber, dass Menschen heute füreinander eintreten, weltweit, genau das ist auch Humanismus. Was ich mir mehr wünsche, ist, dass wir Humanisten offensiver betonen, dass wir eben nicht primär gegen etwas sind, sondern eigene positive Werte haben, die wir in die Gesellschaft tragen möchten. Ab und an kommen wir da etwas zu verkrampft rüber. (Foto: Angela Aßmuth)