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Stefan Möller

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Stefan Möller ist freier Kritiker für verschiedene Online-Medien und Chef der Textstatt Hannover.

Artikel von Stefan Möller

Jean Paul: Dr. Katzenberges Badereise
„Formuliermonstrum, Idyllen- und Formatsprenger, Weltschmerzpfleger, Kosmosträumer, Dichter, Denker, Geist“ – mit diesen Worten beginnt Ulrich Holbein das Kapitel zu Jean Paul in seinem 2008 erschienenen „Narratorium“. Diese Worte umschreiben aufs Trefflichste einen der großen Unbekannten der deutschen Literatur, der vor 250 Jahren in Wunsiedel das Licht der Welt erblickte.
Jochen Schmidt: Schneckenmühle
Unser Autor Stefan Möller ist mit Jochen Schmidt und seinem Roman "Schneckenmühle" noch ein letztes Mal ins DDR-Ferienlager gefahren und erinnert sich an diese unbeschwert-aufregende Zeit, in der die Unterhaltungen von Pubertierenden aus einer magischen Mischung aus Halbwissen, Klugscheißen, Sexismus, Mythen und Unbedarftheit bestanden, vorgetragen mit der Chuzpe, die man aufbringt am Übergang zwischen Kindheit und Erwachsenwerden. Keine Ostalgie, sondern Kindheitserinnerung!
Ralph Dohrmann: Kronhardt
Auf über 900 Seiten mal eben die gesamte bundesrepublikanische Geschichte abhandeln, dazu noch die große Weltgeschichte und ein paar Ausflüge zurück ins Kaiserreich und zu den Nazis. Man kann nicht behaupten, dass es Ralph Dohrmann mit seinem ersten Roman "Kronhardt" klein angehen lassen hat. Das Ergebnis ist allerdings nur in Teilen gelungen.
Hans Belting
Der Kunsthistoriker Hans Belting legt mit seiner Geschichte des Gesichts „Faces“ eine beeindruckende Studie über die soziale und kulturelle Praxis der facialen Reproduktion und Maskerade vor, in der er einen Bogen von den antiken Masken bis hin zum digitalen Abbild schlägt.
Böttiger_Gruppe 47
Helmut Böttigers „Geschichte der Gruppe 47“ liefert eine profunde Analyse der zunehmenden Verzahnung von Literatur und Medienbetrieb und belegen den immensen Einfluss der Autorengruppe auf die deutsche Nachkriegsliteratur.
Böttiger_Gruppe 47
Die Tagebücher von Hans Werner Richter und Helmut Böttigers Geschichte der Gruppe 47 liefern eine profunde Analyse der zunehmenden Verzahnung von Literatur und Medienbetrieb und belegen Hans Werner Richters immensen Einfluss auf die deutsche Nachkriegsliteratur.
Die Sandelholzstrafe
Den chinesischen Autor Mo Yan hatte kaum einer auf der Rechnung für den Literaturnobelpreis. Seine Bücher erschienen bislang im Unions- und im Insel-Verlag. Sein Roman "Wa" (Frösche) erscheint im kommenden Frühjahr bei Hanser. Sein 2009 im Insel-Verlag verlegter Roman "Die Sandelholzstrafe" gibt einen Einblick in das Universum des chinesischen Schriftstellers.