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Säkulare Gesellschaft

Foto: KHPS
Ugandische Humanisten versuchen jungen Menschen im Herzen des afrikanischen Kontinents zu einem guten Start in das Leben zu verhelfen.
Fotos: Thomas Greenall & Jordan Hodgson
Immer mehr Menschen in Deutschland gehören keiner Religionsgemeinschaft an. Vor allem in Großstädten ist heute oft schon eine Mehrheit konfessionsfrei. Doch während Kirchen, Moscheen, Cem-Häuser und ähnliche Bauwerke unübersehbar die Stadtbilder prägen, sind Gebäude zur Versammlung nichtreligiöser Menschen eine Ausnahmeerscheinung. Warum eigentlich?
Foto: PR
In der vor einem Monat veröffentlichten Neuauflage der Infobroschüre „Die Abgeordneten und ihr Glaube“ des Deutschen Bundestages kommt erstmals auch eine nichtreligiöse Parlamentarierin zu Wort. Die religionspolitische Sprecherin der Linksfraktion Christine Buchholz überraschte in ihrer Stellungnahme allerdings mit bemerkenswerten Auslassungen.
Foto: © Gina Sanders / Fotolia.com
58,5 Prozent der Einwohner der Bundesrepublik waren Ende 2013 Mitglied in einer der beiden großen Kirchen. Dies zeigt die aktuelle Statistik der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Setzt sich die derzeitige Entwicklung fort, wird den Kirchen in etwa zwölf Jahren nur noch die Hälfte der Bevölkerung angehören. Ist der Sieg des Atheismus also in Sichtweite?
Foto: Mike Mozart / Flickr / CC BY
Die frühere First Lady, Senatorin und Außenministerin Hillary Clinton hat ihre Bewerbung als Kandidatin für die US-Präsidentschaft bekannt gegeben. Beobachter rechnen ihr gute Chancen aus, die erste Frau in diesem Amt zu werden. Doch wären ihre Erfolgsaussichten auch so glänzend, wenn sie dem christlichen Glauben entsagen würde?
Mit der bewussten Ausgrenzung kirchenferner und nichtreligiöser Menschen aus dem ZDF-Staatsvertrag und -Fernsehrat vollziehen die verantwortlichen Vertreter der deutschen Sozialdemokratie einen Bruch mit einer ihrer wichtigsten Wählergruppen.
Foto: Fotolia
Wir leben in einem wissenschaftlich-technischen Zeitalter. Es stellt sich die Frage, besitzen wir eine Weltanschauung, die dem Geist unserer Zeit entspricht? Wenn nicht, könnte sich in absehbarer Zeit eine solche entwickeln? Wird eine Weltanschauung überhaupt noch benötigt? Welche Aufgaben sollte sie erfüllen? Welche Forderungen kann man an sie stellen? – Es sind Fragen, die wir näher untersuchen wollen.
Cover
Zum Beginn nächsten Jahres soll ein neuer ZDF-Staatsvertrag in Kraft treten. Der Entwurf sieht einen deutlich geschrumpften Fernsehrat vor. Neu ist auch, dass hier künftig ein Vertreter der deutschen Muslime vertreten sein wird. Konfessionsfreie hingegen bleiben weiter außen vor.
Illustration: Anne Paschen
Mehr als fünf Dutzend Hochschulen in Deutschland bieten Forschungs- und Lehreinrichtungen, die der akademischen Qualifikation in bekenntnisgeprägten Berufsund Tätigkeitsfeldern dienen. Doch während sich im Spektrum der universitären Theologien immer mehr Glaubensrichtungen wiederfinden, sucht man gleichwertige Äquivalente für Menschen ohne religiöses Bekenntnis vergebens. Und auch bei der Begabtenförderung gibt es erhebliche Defizite.
Foto: Komothos / Flickr / CC BY-SA
In unserer säkularen Kultur ist deutlich ein neues Interesse an Religion und neuen Frömmigkeitsbewegungen zu beobachten. Während jedes Jahr Hunderttausende die beiden großen christlichen Kirchen verlassen, wollen andererseits immer mehr Deutsche Urlaub im Kloster machen und auch Wallfahrten erfreuen sich wieder großer Beliebtheit.
Illustration: Deutsche Post
Zur strikten Verbannung der Religion ins Privatleben hat der in Hamburg lebende Schriftsteller Simon Urban in einem Kommentar auf ZEIT ONLINE aufgerufen. Urban begeht in seinem Plädoyer einige Fehler, die auch Atheisten und andere Kirchengegner häufiger machen. Unter anderem stellt er sich eine falsche Sache zu einfach vor.

Vor einigen Wochen erschien im hpd ein Debattenbeitrag von Thomas Heinrichs: „Der HVD in der Bundeswehr?“ Er enthielt einige bedenkenswerte Überlegungen, aber auch eine Reihe von Irrtümern. Auf fünf davon sei in Kurzform hingewiesen.

Foto: British Humanist Association / Andrew West
Angekommen im Olymp der humanistischen Bewegung: Mit knapp 1.000 Delegierten ist der diesjährige World Humanist Congress zur größten Versammlung seit der Gründung der IHEU im Jahr 1952 geworden.
Foto: A. Platzek
Streit um den Katholikentag in Leipzig: 4,5 Millionen Euro an Subventionen aus den öffentlichen Haushalten sollen für das katholische Großereignis fließen. Dagegen regt sich nun Widerstand, denn die Leipziger Stadtkasse ist klamm. Doch es gibt auch Atheisten, die das generelle Nein zur finanziellen Förderung ablehnen.
In der nordrhein-westfälischen Landespolitik fehlt es an einer ausreichenden Interessenvertretung von Menschen, die keiner christlichen Kirche angehören. Das will eine Dokumentation von Gesprächen, zu denen die Kirchen am 16. Juni 2014 im Rahmen eines Symposiums „Staat und Kirche in NRW“ in den Landtag eingeladen hatten, deutlich machen.
Ist das Vereinigte Königreich noch ein „christliches Land“? An dieser Frage hat sich in den letzten Tagen eine Debatte entzündet. Der konservative Premier David Cameron hatte zum Osterfest dafür plädiert, dass Briten stolz und selbstbewusst mit der christlichen Identität des Landes umgehen sollten. Sogar ein Erzbischof widersprach Cameron – ein bisschen.
Flüchten Holländer vor der „Todesspritze“ nach Deutschland? Pflegebedürftige oder sterbenskranke Menschen aus den niederländischen Grenzgebieten würden versuchen, in Einrichtungen auf der deutschen Seite unterzukommen um so dem sozialen Druck auf Sterbende oder gar ungewollter aktiver Sterbehilfe zu entgehen.
© Deutscher Ethikrat
Mangelhafte Aufklärung und ein Elend an Debattenkultur – aber auch ein positives Gegenbeispiel. Ein Kommentar zur Debatte um ein Suizidbeihilfe-Verbot.
Wohlfahrtspflege und Seelsorge werden Schwerpunktthemen beim Neustart der Deutschen Islam Konferenz sein. Dabei sollen auch die Kirchen eingebunden werden. Ausreichend sind diese Entwicklungen aber nicht, ist ein Experte für Religionspolitik überzeugt.
Foto: David Müller-Rico
Hochrechnungen zufolge werden seit diesem Jahr Menschen ohne Kirchenzugehörigkeit in der Hauptstadt von Nordrhein-Westfalen die Hälfte aller Einwohner stellen. Eine gottlos glückliche Kulturinitiative will deshalb zum Aprilbeginn den säkularen Frühling einläuten. Eine Woche lang wird die Initiative mit Filmvorführungen und Diskussionen die Religionskritik feiern.