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Säkulare Gesellschaft

Weg mit den Staatsleistungen an die Kirchen, Religionsunterricht raus aus den Schulen, Schluss mit der Militärseelsorge und staatlichem Kirchensteuereinzug – Das am Wochenende in Dresden beschlossene Wahlprogramm der Linkspartei zur Bundestagswahl 2013 gibt sich unmissverständlich: Wer eine Trennung von Staat und Religion will, soll die LINKE wählen.
Hamed Abdel-Samad
Nachdem die Giordano Bruno Stiftung (gbs) am Wochenende darauf aufmerksam gemacht hatte, dass radikale ägyptische Islamisten im Internet zum Mord ihres Beiratsmitglieds und Buchautors Hamed Abdel-Samad aufrufen, hat nun auch die Bundesregierung auf die Bedrohung des deutschen Staatsbürgers reagiert. Angesichts der akuten Bedrohung Abdel-Samads reicht das aber nicht aus.
Europisches Parlament
Am Mittwoch diskutiert das Europäische Parlament über „Leitlinien der EU zur Förderung und zum Schutz der Religions- und Weltanschauungsfreiheit“ in Drittstaaten. Doch noch bevor die Debatte über den so genannten „Andrikienè-Bericht“ eröffnet wurde, hat die Fraktion der Sozialdemokraten schon energisch dem Vorschlag widersprochen. Aus dem Vorschlag der Europäischen Kommission sei ein religiöses Pamphlet geworden, heißt es in einer Pressemitteilung von Fraktions-Vizepräsidentin Véronique De Keyser.
Foto:  European People's Party - EPP / Flickr / CC-BY-SA
Klares Desinteresse am Dialog mit den säkularen Organisationen hat die irische EU-Ratspräsidentschaft unter dem Vorsitz von Eamon Gilmore deutlich gemacht. Zwar sehen die Verträge eine Gleichbehandlung von Religionsgemeinschaften und Humanisten vor, doch Gespräche gab es wieder nur mit den Vertretern der Kirchen.
Arabischer Frühling
Brauchen wir also nun einen neuen Begriff des Säkularen? Nein, denn das wäre zynisch gegenüber den Opfern der Mängel der Säkularisierung. Gleichzeitig sollten westliche Säkulare es bevorzugen, wenn sich in den arabischen Ländern unsäkulare, defekte Demokratien herausbilden, anstatt säkularer Diktaturen.
Foto: AUR
Humanismus, Erziehung und Wissenschaft: Am vergangenen Wochenende fanden die diesjährigen Delegiertenversammlungen der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union (IHEU) und der Europäischen Humanistischen Föderation (EHF) in Bukarest statt. Eine Konferenz nahm außerdem die kulturellen Probleme Rumäniens in den Blick.
Foto: ZDF/Jens Hartmann
Wenn Journalisten nicht gerade ein breites Rückgrat haben, vermeiden sie kirchenkritische Inhalte lieber. Das hat der Journalist und Buchautor Ulli Schauen beobachtet. Journalismus sei zwar keine Glaubensangelegenheit, doch eine unabhängige Berichterstattung werde vom „kirchlich-medialen Komplex“ verhindert – vor allem im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Christopher Hitchens. Montage: Wikimedia Commons / CC-BY-SA
Eine wachsende Zahl Atheisten läutet den Untergang der Religionen und die Ära des neuen aufgeklärten Menschen ein. Doch es gibt auch vereinzelte Stimmen, die dem Atheismus eine weniger rosige Zukunft voraussagen. Zu unattraktiv ist die Gottlosigkeit als Alternative zur Religion. Ein Kommentar.
Lebenskunde Filmfest 2013
Das 10. Lebenskundefilmfest des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg präsentierte am 26. April vor mehr als 100 Zuschauern sechs Kurzfilme von Lebenskundegruppen aus ganz Berlin. Im Mittelpunkt standen Fragen rund um das Thema „Gerechtigkeit“.
Afacan 1
In der Nähe von Izmir, in Afacan, wird hart gearbeitet. Lehrkräfte und Wissenschaftler aus ganz Europa setzen sich mit den Phänomenen Vielfalt, Migration, Rassismus und Vorurteile auseinander. Landeskundliche und bildungspolitische Informationen über die Türkei werden ergänzt durch Informationen aus den Herkunftsländern der Teilnehmenden. Einblicke in ein humanistisches EU-Projekt im türkischen Afacan.
Foto: strangedejim / Flickr / CC-BY-SA
Ja zur Homo-Ehe, Nein zu humanistischen Trauungen – Das hat das britische Unterhaus am Dienstag beschlossen. Während die Staatskirche auf einem Verbot von Eheschließungen beharrt, bleibt den britischen Humanisten die gesetzliche Anerkennung humanistischer Trauungszeremonien verwehrt.
Foto: PR
Beobachter bezeichneten es als ein historisches Ereignis – Juan Mendez, Abgeordneter der demokratischen Partei im Parlament des US-Bundesstaats Arizona, ersetzte das traditionelle Gebet zur Sitzungseröffnung durch ein Zitat aus Carl Sagans Roman „Contact“.
Claudia Roth
Das Programm von Bündnis 90/Die Grünen für die Bundestagswahl im September steht. Die Bundesdelegiertenkonferenz hatte es am vergangenen Sonntag beschlossen. Wie der Bundesweite Arbeitskreis Säkulare Grüne mitteilt, sind auch einige seiner Anliegen bei der dreitägigen Aussprache behandelt und beschlossen worden.
Religionsmonitor 2013: Cover
Die Religiosität nimmt in Deutschland tendenziell ab, religiöse Erziehung geht generationsübergreifend zurück und Familie, Schule und Freundeskreis sind die prägenden Wertevermittler in der modernen Gesellschaft. Die Trennung von Religion und Politik wird hierzulande als hohes Gut anerkannt. Dies sind zentrale Ergebnisse des Religionsmonitors 2013, den die Bertelsmann-Stiftung am Sonntag vorgestellt hat.
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Alles nur ein Missverständnis! Das ist der Tenor einer Stellungnahme der Hamburger Hochbahn zur Kontroverse um einen abgelehnten Werbeauftrag für den Humanistentag in Hamburg. Die ursprünglich geplanten Anzeigen werden demnächst zu sehen sein, heißt es.
Die Ablehnung eines Werbevertrages zum diesjährigen Humanistentag in Hamburg geht auf die Weigerung der Hamburger Hochbahn zurück. Das hat ein Sprecher der Unternehmensgruppe am Donnerstag betont.
„Gut ohne Gott – Auf den Menschen kommt es an“: Das Motto des Humanistentages in Hamburg wollte die Deutsche Städte Medien GmbH nicht akzeptieren. Obwohl in Hamburg eine deutliche Mehrheit der Menschen konfessionsfrei ist, wurde der Auftrag vom Unternehmen storniert. Beim Humanistentag hofft man nun auf einen öffentlichen Aufschrei.
Foto: T. Hummitzsch
Das Verwaltungsgericht Berlin hat am Mittwoch die Klage einer Mutter auf die Rücknahme des Vermerks über einen unentschuldigten Fehltag im Zeugnis ihres Sohnes abgewiesen. Der Humanistische Verband kündigte an, nun eine Gleichbehandlung des Welthumanistentages durch die Schulbehörde anzustreben.
Foto: A. Platzek
Die Menschen im Humanistischen Verband Deutschlands liefern einen wertvollen Beitrag für eine starke und vielfältige Zivilgesellschaft. Das hat Silke Krebs, Ministerin im Staatsministerium Baden-Württemberg, bei einem Festakt zum Jubiläum des Bundesverbandes am Samstagabend in Stuttgart unterstrichen.
Foto: Raju Sharma (MdB) / Heidi Scherm
Nach dem Scheitern des ersten Gesetzesentwurfs für eine Ablösung der historischen Staatsleistungen will der religionspolitische Sprecher der Partei DIE LINKE Raju Sharma die Ablösefrage zum Thema im Wahlkampf für die kommende Bundestagswahl machen.