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Säkulare Gesellschaft

Foto: © goodzone95 / Fotolia.com
„Die Trennung von Staat und Kirche ist zu vollenden“ – Diese Forderung ist gemeinsames Ziel der sogenannten säkularen Szene. Es gibt jedoch unterschiedliche Vorstellungen, wie die Trennung konkret aussehen sollte: Ist ein strikter Laizismus nach französischem Vorbild gemeint, der Religion als reine Privatsache ansieht, oder sollten, wie etwa in Belgien, die Kooperation mit und die Finanzierung durch den Staat möglich sein?
Der Religionswissenschaftliche Medien- und Informationsdienst (REMID) zählt Menschen ohne die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft nicht mehr pauschal als „Konfessionslose“. In der aktuellen Statistik wird außerdem zwischen „organisierten Konfessionsfreien“ und Personen, die sich weltanschaulich nicht zuordnen lassen, differenziert.
Am 11. September 2016 werden in Niedersachsen die Ratsfrauen und Ratsherren in den Städten, Gemeinden und Samtgemeinden sowie die Kreistagsabgeordneten und die Regionsabgeordneten für die rund 2.200 kommunalen Vertretungen gewählt. Nun liegen die Antworten von vier Parteien zu den Fragen des Humanistischen Verbandes Niedersachsen vor.
Nr. 115, 2/2016
Wie dringend auch in Bayern eine Debatte über ein zeitgemäßes Verhältnis von Staat, Religionen und Weltanschauungsgemeinschaften gebraucht wird, zeigten der große Andrang und die intensive Diskussion auf der religionspolitischen Veranstaltung von Ulrike Gote, Landtagsvizepräsidentin und religionspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion dort. Von Florian Hiermeier.
Nr. 115, 2/2016
Humanismus auf dem Katholikentag: Der Philosoph und Direktor der Humanistischen Akademie Deutschland Ralf Schöppner war am 26. Mai 2016 Podiumsgast im Rahmen des 100. Katholikentags in Leipzig. diesseits dokumentiert den Redebeitrag.
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Vor knapp einem Jahr ist der Bericht „Gläserne Wände“ zur Benachteiligung nichtreligiöser Menschen in Deutschland erschienen. Die Debatten über den Reformbedarf in der deutschen Religionspolitik haben sich seitdem versachlicht. Spitzenreiter in der politischen Debatte sind jetzt Bündnis 90/Die Grünen. Nun muss das Thema auch in anderen Parteien ankommen.
Foto: A. Platzek
Ein Vertreter des hiesigen Diözesanrats hat in einer Sendung im Deutschlandfunk (DLF) scharfe Kritik an der rechtlichen Anerkennung des internationalen humanistischen Feiertages in Berlin geübt. Auch seitens des Senders zeigte man sich bemüht, dem kirchenfernen Teil des gebührenpflichtigen Publikums nichts zu schenken.
Kirchliches Arbeitsrecht, Pluralität im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und die Förderung toleranter und konfliktarmer Verhältnisse zwischen religiösen und nichtreligiösen Bürgern – Auch das Jahresgutachten 2016 des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) sieht offene Baustellen und Mängel beim Status quo des Staatskirchenrechts.
Bewegt von Werten – Unter diesem Motto kommen über 100 Jugendliche und junge Erwachsene aus mehreren europäischen Staaten vom 29. und 31. Juli im niederländischen Utrecht zusammen. Workshops, Vorträge und Podiumsdiskussionen werden dabei den Rahmen für ein gemeinsames Wochenende zum Austausch und Kennenlernen bieten.
Foto: A. Platzek
Die Defizite beim Angebot wertebildender Schulfächer für konfessionsfreie und nichtreligiöse Schüler dürfen nicht nachrangig behandelt werden. Grundsätzlich sei ein Angebot islamischen Religionsunterrichtes unter der Kulturhoheit der Länder aber zu begrüßen. Das hat der Vizepräsident des Humanistischen Verbandes Deutschlands (HVD), Erwin Kress, gesagt.
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39 Prozent der Teilnehmer einer repräsentativen Umfrage sagten, dass sie an keinen Gott glauben. An einen Gott zu glauben, gaben 37 Prozent an. Ein knappes Viertel der Befragten zeigte sich unentschieden.
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Am 13. März 2016 finden in Baden-Württemberg die neuen Landtagswahlen statt. Was zeigt der Blick einer nichtreligiösen Wählerin auf das Ereignis und die letzte Legislaturperiode?
SPIEGEL 53/2015
In seiner aktuellen Ausgabe berichtet „DER SPIEGEL“ über die fast weltweit verbreitete Diskriminierung und Verfolgung von nichtreligiösen Menschen.
Das Gebäude der Universiteit voor Humanistiek in Utrecht.
Das Studium der Humanistik in den Niederlanden.
Foto: Fotimmz / Fotolia.com
Neue Rekordzahlen bei den Kirchenaustritten wurden in den vergangenen Wochen vermeldet. Während einige Atheisten im Internet frohlocken, den Untergang „der Kirche“ noch zu Lebzeiten feststellen zu können, lohnt sich für Humanisten wieder mal ein genauerer Blick auf die weiter wachsende Gruppe der Konfessionsfreien.
Nur 16 Prozent der Deutschen befürworten das deutsche Kirchensteuermodell. Dies geht aus einer von zahlreichen Umfragen des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor, deren Ergebnisse nun in dem Buch „Wie wir Deutschen ticken“ veröffentlicht worden sind.
Foto: Siegfried R. Krebs
Die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt hat am 3. Juli 2015 ihren Erich-Kleineidam-Preis an den Theologen Florian Baab überreicht. Baab erhielt den Preis für seine Dissertation „Was ist Humanismus? Geschichte des Begriffes, Gegenkonzepte, säkulare Humanismen heute“.
Foto: HVD Berlin-Brandenburg
Selbstbestimmung, Eigenverantwortung, Toleranz und freies Denken: Diese Werte prägen seit jeher die Jugendfeier. Auch 100 Jahre nach ihrem Höhepunkt in der Weimarer Republik erfreut sich die humanistische Begleitung an der Schwelle zum Erwachsenwerden großer Beliebtheit. Doch um erneut eine echte Erfolgsgeschichte zu werden, kann nicht einfach alles bleiben wie es ist.
Foto: KHPS
Ugandische Humanisten versuchen jungen Menschen im Herzen des afrikanischen Kontinents zu einem guten Start in das Leben zu verhelfen.
Fotos: Thomas Greenall & Jordan Hodgson
Immer mehr Menschen in Deutschland gehören keiner Religionsgemeinschaft an. Vor allem in Großstädten ist heute oft schon eine Mehrheit konfessionsfrei. Doch während Kirchen, Moscheen, Cem-Häuser und ähnliche Bauwerke unübersehbar die Stadtbilder prägen, sind Gebäude zur Versammlung nichtreligiöser Menschen eine Ausnahmeerscheinung. Warum eigentlich?