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Politisches Buch

Cover
Informativ und detailreich beschreibt das jüngste Werk des Friedensaktivisten Jürgen Grässling, wie Deutschland am Krieg verdient.
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Christopher Clarks Buch „Die Schlafwandler“ über den Ausbruch des Ersten Weltkrieges.
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Eva Maria Bachinger und Martin Schenk, österreichische Journalisten, werfen einen kritischen Blick auf die oft hysterischen öffentlichen Debatten über Einwanderer in den deutschsprachigen Ländern. In lebendigen Reportagen konfrontieren sie Ideologien mit Realitäten.
Salman Rushdie 1
Statt eines kämpferischen Auftritts und eines Plädoyers für die Meinungs- und Redefreiheit und gegen religiöse Bevormundung bekamen die Zuschauer des Literaturfestivals in Berlin am Morgen des 15. Septembers beim zweiten Auftritt Salman Rushdies nicht viel mehr als eine Homestory über Joseph Anton geboten – dafür aber eine richtig gute.
Writing Revolution 1
Auf den arabischen Frühling droht ein langer Winter der Despotie und der Bürgerkriege zu folgen, berichten die Medien hierzulande nahezu einhellig. Auch wir haben diese Frage kürzlich gestellt. Die Autoren des bemerkenswerten Buches „Writing Revolution – the voices from Tunis to Damascus“ sehen das anders.
Stalingrad 3
Voltaire formulierte einst: „Geschichte ist die Lüge auf die man sich geeinigt hat“. Was die Schlacht von Stalingrad angeht, gibt es in Deutschland und Russland sehr unterschiedliche Erzählungen. Beiden gemeinsam ist, dass sie nur bestimmte Teile der Realität abbilden.
Swetlana Alexijewitsch - Secondhand-Zeit
Die weißrussische Historikerin Swetlana Alexijewitsch bringt mit ihren Werken Licht in das Dunkel, in dem die russischen Seele vor sich hin krankt, indem sie stellvertretend für die Welt ihr Ohr auf die Schiene der Zeit legt und das leise und laute Beben der Gleise für sich sprechen lässt.
Soziale Ungleichheit
Die Schere der Ungleichheit geht immer weiter auseinander. Während am unteren Ende der sozialen Stufenleiter der Hunger wächst, lässt man am oberen Ende die Champagnerkorken knallen. Wo liegen die Gründe dieser wachsenden Ungleichheit? Welche Lösungsansätze zur Bekämpfung der Armut gibt es, und was steht ihrer Umsetzung im Weg?
Karl Marlantes: Krieg ziehen
Vierzig Jahre nach dem Vietnamkrieg verarbeitet Karl Marlantes seine Erlebnisse in seinem Roman „Matterhorn“ und lässt seine Leser in den Abgrund seiner Seele blicken. Den Krieg als Mittel zum Zweck stellt er jedoch nicht infrage.
Grundrechte-Report 2013
Die Humanistische Union hat in Berlin gemeinsam mit sieben weiteren Organisationen ihren diesjährigen Grundrechte-Report vorgestellt. In insgesamt 43 Berichten nimmt die Bürgerrechtsorganisation Stellung zur Lage der Bürger- und Menschenrechte in Deutschland und zieht ein bedenkliches Fazit.
Jared Diamond: Vermächtnis
Ein Universalgelehrter ist der amerikanische Evolutionsbiologe Jared Diamond zweifelsohne. Nach seinen umwerfenden Studien über die Schicksale menschlicher Gesellschaften und der Gründe ihres Sterbens oder Überlebens legt er mit „Vermächtnis“ eine Art Resümee seiner anthropologischen Studien vor, in der er erklärt, was wir von den traditionellen Gesellschaften lernen können.
Armin Krishnan: Gezielte Tötung
Verteidigungsminister Thomas de Maizière hat bestätigt, dass die Bundesregierung in den USA wegen des Kaufs von Kampfdrohnen angefragt hat. Der Sicherheitsexperte Armin Krishan legt mit „Gezielte Tötung“ eine schonungslose Analyse der Drohnentechnologie und ihrer verheerenden Potentiale vor, die das Bild einer düsteren Zukunft zeichnet. Möglicherweise, so Krishnan, steuern wir auf die alptraumhafte Zukunft eines ‚Terminator-Planeten’ zu.
Kaldor: Unsere beste Waffe ist keine Waffe
Die Rede von den „Neuen Kriegen“ ist zu einer der meist zitierten Floskeln des internationalen politischen Diskurses verkommen. Zwei Neuerscheinungen lassen diese Floskel in einem neuen Licht erscheinen und regen die Diskussion um kriegerische Konflikte und ihre Lösungen im 21. Jahrhundert neu an. Im ersten Teil unserer Doppelrezension stellen wir „Unser beste Waffe ist keine Waffe“ von Mary Kaldor und Shannon D. Beebe vor.
Andrew Feinstein: Waffenhandel
Von 1997 bis 2001 repräsentierte der in Kapstadt geborene Andrew Feinstein den ANC in der südafrikanischen Nationalversammlung. Mittlerweile lebt der weiße Journalist in London. Sein Blick hinter die Kulissen des weltweiten Waffenhandels ist erhellend und schockierend.
Richard Rickelmann: Tödliche Ernte
Hühner- und Schweinemast in riesigen Anlage, gentechnisch veränderte Pflanzen, üppige EU-Agrarsubventionen, die v.a. Großbetrieben nützen – das sind nur einige Stichpunkte, die der Agrar- und Lebensmittelindustrie einen schlechten Ruf verschafft haben. Der frühere ‘stern‘-Reporter Richard Rickelmann belegt in seinem Sachbuch ‘Tödliche Ernte‘, dass die Lage noch weit schlimmer ist als die Stimmung der meisten Konsumenten.
Wolfgang Streck: Gekaufte Zeit
Der Direktor des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung Wolfgang Streeck beschreibt in seiner Frankfurter Adorno-Vorlesung die Ursprünge der gegenwärtigen Krisen, die er als Resultat der langen neoliberalen Transformation des Nachkriegskapitalismus beschreibt. Allerdings fehlt ihm die Phantasie für zukunftsfähige Lösungsansätze.
Eva Müller: Gott hat hohe Nebenkosten
Das Panoptikum der kirchlichen Arbeitswelt, das Eva Müller vor den Augen der Lesenden ausbreitet, macht Staunen. Verhaltensmaßregeln, Kündigungsgründe, Sonderrechte ohne Zahl – Kirchen erfreuen sich einer Masse von Privilegien die ihres Gleichen sucht (wahrscheinlich vergeblich). Flott zu lesen ist diese Skandalgeschichte, und ihr Aufklärungspotential ist – auch deshalb – gewaltig. Daher ist das Buch ein Gewinn, ebenso wie die dazugehörende Fernsehreportage, die unlängst im Ersten ausgestrahlt wurde.
Stéphane Hessel
Der 95-jährige Stéphane Hessel war der ideologische Vater der demokratischen Aufstände weltweit. Von Arabellion bis Occupy Wallstreet kamen die Menschen seiner Aufforderung nach Entrüstung und Einmischung nach. Gestern ist er in Paris gestorben. Wir haben sein Werk noch einmal gelesen.
Pussy Riot
Heute vor einem Jahr führten Mitglieder der russischen Punk Band „Pussy Riot“ ihr Punk-Gebet in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale auf. Bei ihrem 40-sekündigen Auftritt protestierten sie gegen die enge Verbindung zwischen dem russischen Staat und der russisch-orthodoxen Kirche. Drei Bandmitglieder wurden wegen „Rowdytums aus religiösem Hass“ festgenommen und zu Lagerhaftstrafen verurteilt. Ein Schauprozess erster Güte, wie das Buch „Pussy Riot! Ein Punkgebet für Freiheit“ zeigt.
Benz_Die Feinde aus dem Morgenland
Für sein Buch „Die Feinde aus dem Morgenland. Wie die Angst vor den Muslimen unsere Demokratie gefährdet“ analysierte der Historiker Wolfgang Benz nicht nur die notorische Website "Politically Incorrect", sondern interessiert sich mehr noch für islamophobe Einstellungen in der Bevölkerung und die scheinbar so sachlichen "Islamkritiker".