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Humanistische JugendFEIER erfreut sich in Niedersachsen zunehmender Beliebtheit

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Insgesamt 70 junge Menschen haben sich in diesem Jahr für eine JugendFEIER bei dem Humanistischen Verband Niedersachsen entschieden, was eine steigende Nachfrage an dem Angebot des Verbandes belegt.
Mittwoch, 23. Mai 2012
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JugendFEIER-Teilnehmer am 29. April 2012 in Osnabrück | © HVN

Den Auftakt der Humanistischen JugendFEIERn in Niedersachsen im Jahr 2012 wurde in Delmenhorst am 22. April begangen. Ortsverbandsvorsitzender Ingo Hammer richtete eine sehr familiäre Zeremonie aus, zu der die Feiersprecherin Ute Schönleiter herzliche Worte sprach. Am darauf folgenden Sonntag, den 29. April hatten die Jugendlichen in Osnabrück und Hannover ihren großen Tag. Am 6. Mai wurde in Bad Zwischenahn zum ersten Mal eine Humanistischen JugendFEIER veranstaltet, an der sechs Jugendliche aus Oldenburg und Ostfriesland teilnahmen. Die letzte JugendFEIER im Jahr 2012 fand dann am 13. Mai in Brake statt.

In Osnabrück fand die Feier im Historischen Rathaus statt, die vom 1. Vorsitzenden Reinhard Brune ausgerichtet wurde. Die Festrede hielt Jürgen Steinecke, Landesgeschäftsführer des HVD Niedersachsen. Im festlich geschmückten Saal nahmen zehn junge Menschen ihre Urkunde entgegen. Die passende Musik lieferte das Jugend-Cello-Sextett der städtischen Musik- und Kunsthochschule.

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Konfettiregen für die jungen Erwachsenen im Theater am Aegi in Hannover | © Kasten Davideit, www.davideit-photos.de

Auf der Bühne im Theater am Aegi in Hannover wird es so langsam richtig eng. Nahmen im letzten Jahr 33 Jugendliche an der Jubiläumsveranstaltung zur 125. humanistischen JugendFEIER teil, so standen bei der diesjährigen Festlichkeit 44 junge Erwachsene im Scheinwerferlicht. Unter großem Applaus der rund 700 Gäste nahmen sie ihre Urkunden zur JugendFEIER entgegen und absolvierten damit einen weiteren Schritt auf den Weg in das Erwachsenenleben. Nach der Begrüßung durch Lena Jahnke, 1. Vorsitzende vom Ortsverband Hannover, überbrachte Bürgermeister Bernd Strauch herzliche Grußworte der Stadt Hannover. Ebenso stimmungsvoll waren die Grußworte von Angelika Walther, stellv. Regionspräsidentin der Region Hannover und Bernd Lange, Abgeordneter im Europäischen Parlament. Im Anschluss kamen die Jugendlichen zu Wort, die in kurzen Vorträgen auch den einen oder anderen humorvollen Appell an die Erziehungsberechtigten richteten, wie sie sich als junge Erwachsene zukünftig die Kooperation innerhalb der Familie vorstellen. Die Festrede hielt Silvana Uhlrich, Präsidentin der International Humanist and Ethical Youth-Organisation (IHEYO), die mit großem schauspielerischen Talent in ihrem Vortrag einen Dialog zwischen Eltern und ihren Kindern wiedergab, der zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken anregte. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Jazzband The Ellingtones. Mit dabei waren auch wieder die Auszubildenden der TVN Group, die die JugendFEIER als Projekt in ihrer Ausbildungszeit aufzeichneten. Der Zusammenschnitt wird auch in diesem Jahr bei Youtube im Internet eingestellt. Für die jungen Erwachsenen auf der Bühne wurde der Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis.

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Strahlende Gesichter bei den Jugendlichen aus Oldenburg und Ostfriesland | © HVN

Der Kuppelsaal des Hauses Brandstätter in Bad Zwischenahn wurde am 6. Mai zum ersten Mal zur Bühne einer Humanistischen JugendFEIER, bei der fünf Jugendliche aus Oldenburg und ein Jugendlicher aus Ostfriesland im Mittelpunkt standen. Rund 100 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil. Nach der Begrüßung der Jugendlichen und Gäste durch Anne Steffen de Boer, 2. Vorsitzende des Humanistischen Verbandes Ostfriesland, kamen die jungen Erwachsenen zu Wort. In kurzen und sehr persönlichen Vorträgen teilten sie ihre Vorstellungen über das Erwachsenwerden, ihre Wünsche und Ziele den anwesenden Gästen mit. Die Eltern zeigten sich beeindruckt, wie ihre Kinder am Rednerpult über sich selbst hinauswuchsen. Die Festrede hielt Hans-Joachim Müller, Förderer des Philosophierens mit Kindern und Jugendlichen und Initiator des Jaspers'-Philosophier-Clubs sowie Lehrbeauftragter an der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg. Mit seiner philosophischen Betrachtungen eines Termitenhügels, der Geschichte des griechischen Helden Hektor und des gerade in den Kinos laufenden Filmes Work Hard – Play Hard verdeutlichte er zwei zentrale Punkte des modernen Humanismus: Freiheit und Selbstbestimmung. Damit lieferte er die Grundlage für viele lebhafte Diskussionen auf den anschließenden Familienfeiern. Musikalisch begleitet wurde die JugendFEIER von Halina Waloschek am Klavier und ihrem Schüler Hanno Hartmann.

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JugendFEIER-Teilnehmer am 13. Mai 2012 in Brake | © HVN

Die letzte JugendFEIER im Jahr 2012 fand dann am 13. Mai in Brake statt. Der Vorsitzende des Humanistischen Kreisverbandes Wesermarsch, Dieter Hashagen, moderierte die Veranstaltung und überreichte neun Teilnehmern und Teilnehmerinnen ihre persönliche Urkunde. Festredner war, wie bereits in Oldenburg, Hans-Joachim Müller, der für die rund 160 Gäste in Brake die Festrede erneut durch sein rhetorisches Talent zu einem anregenden Erlebnis werden ließ. Musikalisch begeisterte die Gruppe Jasch aus Nordenham.

Die ersten Anmeldungen für die JugendFEIER im Jahr 2013 sind bereits in der Zentrale des Humanistischen Verbandes Niedersachsen eingegangen. Mit der geplanten Werbekampagne im Herbst 2012 sollen weitere Standorte für eine JugendFEIER dazugewonnen werden, um das Angebot flächendeckend zu erweitern.