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Atheisten und Christen: Was sie voneinander lernen können

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Unwandelbare Überzeugungen sind zumeist wenig inspirierend. Dies gilt besonders auch für die Philosophie und für die Religionen, es gilt für Atheisten und Gläubige. Anlässlich des Welttages der Philosophie will eine Podiumsdiskussion in Berlin der Frage nachgehen, wie religiöse und nichtreligiöse Menschen hier zu mehr Miteinander kommen können.
Donnerstag, 7. November 2013

Wer meint, definitiv „die“ Wahrheit gefunden zu haben, wird blind für neue Entwicklungen und neigt zu Starre und Intoleranz. Darum lädt am 21. November 2013 die Urania Berlin in Zusammenarbeit mit dem Religionsphilosophischen Salon Berlin dazu ein, gemeinsam über Alternativen nachzudenken. „Religiöse Menschen und weniger bzw. nicht- religiöse Menschen sollten sich nicht unerschütterlich und absolut festlegen, sondern selbst Skepsis und Zweifel pflegen und dadurch lernbereit sein, zugunsten eines umfassenderen Verständnisses von Menschlichkeit“, erklärt Christian Modehn vom 2007 gegründeten Salon.

Anhand von Fragen wie „Warum kann sich ein Christ nicht auf die Fragwürdigkeit klassischer Gottesbilder einlassen?“ oder „Warum kann nicht ein Atheist über die Erfahrung religiöser Musik und Kunst ein Gespür für Transzendenz entwickeln?“ soll diskutiert werden, ob aus dem bisherigen Gegeneinander oder schlichtem Ignorieren ein Miteinander werden könnte – in Gleichberechtigung und ohne jede „missionarische“ Absicht, wie die Veranstalter betonen.

Auf dem Podium diskutieren am Welttag der Philosophie in Berlin der katholische Theologe und Philosoph Michael Bongardt, Vizepräsident der Freien Universität Berlin und Direktor des Instituts für vergleichende Ethik, der Soziologe und Hochschullehrer für vergleichende Psychotherapieforschung an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin Lutz von Werder und Ingolf Ebel, Fachbereichsleiter Philosophie an der Urania Berlin.

Die Veranstaltung will anregen, einen eigenen Weg der Lebensphilosophie oder der eigenen Spiritualität zu suchen. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt einen Euro weniger. Mitglieder der Urania sind für 5 Euro dabei.