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Spatenstich für Neubau der Humanistischen Grundschule in Fürth erfolgt

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Die Zeit der Interimslösungen kann man bald der Geschichte der Humanistischen Grundschule Fürth zurechnen: Gestern wurde mit dem ersten Spatenstich der symbolische Baubeginn für den Schulneubau in der Waldstraße gefeiert. Gemeinsam mit den Kindern der Schule freute sich auch Fürths Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung, dass die Bauphase nun endlich losgeht. Der HVD-Bayern investiert insgesamt rund 3,8 Millionen Euro in das moderne und großzügig geplante dreistöckige Schulhaus. Ab dem kommenden Schuljahr werden in dem Gebäude die etwa 100 Grundschüler, ein integrierter Hort, die Möglichkeit der Ferienbetreuung und die Kinderuni Platz finden.
Freitag, 28. September 2012
Spatenstich Schule Fürth

Selbstbestimmt übernahmen die Kinder der Humanistischen Grundschule den ersten Spatenstich gleich selbst | Foto: Andrea Nehr

Mit dem Spatenstich am gestrigen Donnerstag besiegelten Fürths Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung gemeinsam mit dem Vorstand des HVD Bayern Michael Bauer, dem Präsidiumsvorsitzenden des Verbandes Helmut Fink, der Schulmanagerin Ulrike von Chossy, dem Architekten Georg Hagen sowie mit dem für den technischen Ausbau zuständigen Ingenieur Claus Kalb per Schaufel den Bau des neuen Schulgebäudes der Humanistischen Grundschule Fürth (HGS Fürth). Unterstützt wurden sie dabei von zahlreichen Schülern der Grundschule in Fürth, die den berühmten ersten Spatenstich selbst übernahmen.

Das größte Bauvorhaben in der Geschichte des HVD Bayern ist womöglich auch das größte Bauvorhaben in der Geschichte des organisierten Humanismus. Es umfasst ein Investitionsvolumen von 3,8 Millionen Euro. Mit dem gestern gefeierten symbolischen Baubeginn beginnt nun endlich die Phase der Realisierung. Nach einer dreijährigen Planungsphase liegen seit September 2011 die erforderlichen Genehmigungen vor. Seither ist die Ausschreibung der Bauausführung erfolgt, wurde ein Bauträger ausgewählt und das 3.500 qm große Grundstück für den Bau vorbereitet. Das neue Schulgebäude entsteht direkt neben dem 2008 eröffneten ersten Interimsgebäude in der Waldstraße. Direkt neben dem Grundstück, auf dem der Schulneubau entsteht, hatte der HVD Bayern bereits eine neue Kinderkrippe gebaut. Der Ausbau im Bildungsbereich stellt einen Schwerpunkt des praktischen Humanismus in Bayern dar.

Humanistische Grundschule Fürth - Neubau

Die Entwürfe für die Humanistische Grundschule Führt zeigen eine moderne, offene und kindgerechte Schule | Entwurf: HAGEN ® GmbH

Der moderne und freundliche Neubau wird voraussichtlich ab dem Schuljahr 2013/14 den rund 100 Schülern Platz zum Lernen, Erleben und Forschen bieten. Die große Nachfrage nach Plätzen an der deutschlandweit bislang einzigen humanistischen Weltanschauungsschule hatte es zuletzt erforderlich gemacht, dass die auf etwa 100 Kinder und zehn Pädagoginnen angewachsene Grundschule im vergangenen Herbst auf zwei verschiedene Standorte aufgeteilt werden musste. Neben den 50 Kindern im 2008 eröffneten Übergangsgebäude in der Waldstraße besuchten die Kinder zwei weiterer Schul- und Hortgruppen ein Übergangsquartier in den ersten beiden Stockwerken eines Schulcontainergebäudes der Stadt Fürth in der Kapellenstraße.

Dort zog zu Schuljahresbeginn eine evangelische Grundschule mit ein, so dass nun zumindest ein Jahr lang humanistische und evangelische Pädagogik unter einem Dach stattfinden. Der Vorstand des HVD-Bayern, Michael Bauer, bleibt gelassen. „Je mehr unterschiedliche Schulen, desto besser“, sagte er dem Onlinedienst von Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung nordbayern.de zur engen Nachbarschaft mit der evangelischen Grundschule. Grund nervös zu werden, hat er auch nicht, denn die Nachfrage nach Plätzen an der humanistischen Weltanschauungsschule lässt nicht nach. Das Modell ist eine einzige Erfolgsgeschichte, in der die notwendige Aufteilung der Schule den Wermutstropfen darstellt.

Spatenstich Schule Fürth 2

Mit den Kids freuten sich auch Dr. Thomas Jung, Helmut Fink, Georg Hagen, Michael Bauer und Ulrike von Chossy (hinter den Kindern v.l.n.r.) | Foto: Andrea Nehr

Nun ist das Ende der Aufteilung von Schule, Schülerschaft und Kollegium aber fast schon in Sichtweite. Der Neubau lässt Schüler und Lehrer einem topmodernen und bestens ausgestatteten Domizil entgegenblicken, in dem das Motto „Talente entfalten" gelten wird. Dahinter steckt ein integriertes Modell, das auf reformpädagogischen Ideen basiert und die auf die Schüler zugeschnittenen Lernmethoden nutzt. Die Kinder gestalten dabei ihr Arbeitsumfeld mit und nehmen an breitgefächerten Projekten teil. Da ist es nur sinnvoll, dass auf der über 1.000 qm umfassenden Nutzfläche in dem dreigeschossigen Neubau nicht nur eine Schule untergebracht sein wird, sondern auch ein dazugehöriger Hort, die Kinderuni und eine Möglichkeit der Kinderbetreuung in den Ferien.

Das Gebäude selbst verfügt über den neuesten energetischen Standard, die Ausstattung wird darüber hinaus viele Merkmale zur Energieeinsparung aufweisen. Sämtliche Baustoffe werden nach ökologischen Kriterien ausgewählt. Auf dem Dach soll eine Photovoltaikanlage zur Stromeinspeisung installiert werden.