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BuJuHu 2012: Junge HumanistInnen aus ganz Deutschland diskutierten Zukunft

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Auf Einladung des Humanistischen Verbandes Bremen (HVD Bremen) und des Humanistischen Regionalverbands Weser-Ems (HVD Weser-Ems) haben sich vom 14. bis 16. September insgesamt 36 Junge HumanistInnen (JuHu) der jeweiligen Mitgliedsverbände aus Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen zum jährlichen Bundestreffen der Jungen Humanistinnen und Humanisten in Deutschland e.V. (Bundes-JuHu) in Bremen getroffen.
Freitag, 21. September 2012
Bundes-JuHu 2012

Fast 40 JuHus aus ganz Deutschland trafen sich am vergangenen Wochenende in Bremen, um über die Zukunft des jungen Humanismus zu sprechen | © Daniel Nette

Nach einem äußerst herzlichen und lebendigen Wiedersehen und Kennenlernen stand die Vorstellung neuer Projekte in der Jugendarbeit durch die jeweiligen Mitgliedsverbände auf dem Programm. So berichteten die JuHus aus Bremen von stetig steigenden Teilnehmerzahlen der Humanistischen JugendFEIER. Auf besonderes Interesse ist das Vorhaben der niedersächsischen JuHus aus Hannover und Weser-Ems getroffen, im Sommer 2013 in verbandsübergreifender Zusammenarbeit mit jungen Aktiven aus der säkularen und skeptischen Szene ein Sommercamp anbieten zu wollen, welches sich am Camp Quest orientiert. Das 1996 gegründete Camp Quest ist das erste Ferienlager der Vereinigten Staaten und Kanadas für nichtreligiöse Kinder oder die Kinder nichttheistischer Eltern. Eingebunden in ein freizeittypisches Erlebnisprogramm werden sich junge Freigeister im Alter von 12 bis 16 Jahren aus wissenschaftlich-skeptischer Sicht einem Schwerpunktthema philosophierend, experimentierend und mit viel Spaß nähern.

Nachdem die JuHus am Freitagabend das Nachtleben unter altersgerechter Führung des Bremers Fabian Lukasz erkunden konnten, wurden am Samstagmorgen vier Gruppen gebildet, die nach dem Frühstück gut gestärkt zur Stadtrallye aufbrachen. Anhand verschiedener Aufgaben hatten die Teilnehmer die einmalige Gelegenheit, Bremen auf eigene Faust zu erkunden. Am Nachmittag fanden die Workshops zu den Themen ÖffentlichkeitsarbeitSelbstverständnis, Verbindung von Jugendarbeit und Jugendfeier sowie Vernetzung der JuHu-Landesverbände statt. Dort berichteten die JuHus aus den Landesverbänden und es wurde eifrig über und für die Zukunft des jungen Humanismus in Deutschland debattiert. Abgerundet wurde der produktive Tag mit einer historischen Stadtführung mit dem Bremer Nachtwächter, der die gottlose Truppe aus der Moderne sehr anschaulich am mittelalterlichen Alltag – und seiner nächtlichen Dienstzeit – teilhaben lies.

Bundes-JuHu 2012 II

Auch die Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl fand in Bremen statt. Der Hannoveraner Daniel Nette ist seit Sonntag der neue Vorsitzende der Jungen HumanistInnen in Deutschland | © Daniel Nette

Am Sonntag fand im DGB Haus Bremen die Mitgliederversammlung der Bundes-JuHus statt, einschließlich der Wahl eines neuen Vorstands. Florian Noack, bisher Erster Vorsitzender von Bundes-JuHu, trat nicht erneut zur Wahl an. Die Delegierten dankten ihm für sein langjähriges Engagement im Bundesvorstand und wünschten ihm bei seinem hauptamtlichen Wirken im Humanistischen Regionalverband Ostbrandenburg alles Gute. An seine Stelle tritt nun Daniel Nette. Zweite Vorsitzende neben Nette ist Jessica Roberts aus Berlin. Dr. Margrit Witzke führt ihr Amt als Schatzmeisterin fort. Als Beisitzer wurden Marieke Prien, Johanna Rettner, Lisa-Marie Zander und Andreas Henschel gewählt.

Misst man Daniel Nette an der Spitze der JuHus Deutschland an seinen eigenen Worten, dann hätte die Wahl nicht besser fallen können. Im vergangenen Jahr hatte er als Vorstandsmitglied im Interview mit diesseits unmissverständlich deutlich gemacht, dass die Humanistischen Verbände es sich nicht mehr leisten können, an die Jungen HumanistInnen vorbeizuagieren. "Wir sind Hoffnungsträger. Wir sind der Verband!", brachte er damals die Situation auf den Punkt. Dass dafür aber auch eine bessere Koordination der einzelnen Landesjugendverbände notwendig ist, hat Nette erkannt. Kurz nach seiner Wahl sagte er gegenüber diesseits:

Daniel Nette

Daniel Nette - immer ein offenes Ohr für die Belange von Jugendlichen | © Thomas Hummitzsch

Ich möchte gemeinsam mit dem gesamten Vorstandsteam die bundesweite Vernetzung sowie den Austausch der einzelnen Landesverbände fördern. Besonders freue ich mich auf die Vorbereitung zur Teilnahme an den European Humanist Youth Days vom 2. bis 6. August 2013 in Brüssel, zu denen jeder herzlich eingeladen ist.

Auch Nettes rechte Hand, die zweite Vorständin Jessica Roberts, sieht in der Kooperation und dem Austausch der JuHu-Landesverbände einen wichtigen Aspekt ihrer Tätigkeit für Bundes-JuHu:

Ich finde die Arbeit der Jungen Humanistinnen und Humanisten auf Bundes-Ebene sehr wichtig. Vor allem der Austausch mit den anderen Landesverbänden sowie die Vernetzung sind meiner Meinung nach besonders sinnvoll. Es ist auch auf unseren Bundes-Juhu-Treffen stets eine Bereicherung aus den Erfahrungen der Anderen zu lernen. Ich freue mich daher sehr auf die zukünftige Arbeit im Bundes-Juhu Vorstand.