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Treffen humanistischer Jugendverbände in Utrecht

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Bewegt von Werten – Unter diesem Motto kommen über 100 Jugendliche und junge Erwachsene aus mehreren europäischen Staaten vom 29. und 31. Juli im niederländischen Utrecht zusammen. Workshops, Vorträge und Podiumsdiskussionen werden dabei den Rahmen für ein gemeinsames Wochenende zum Austausch und Kennenlernen bieten.
Montag, 25. April 2016

Die neuerliche Popularität von nationalistischen und rassistischen Ideologien und das rasante Wachstum rechtspopulistischer Parteien in großen Teilen Europas zeigen ebenso deutlich wie die Aktivitäten religiöser Fundamentalisten verschiedenster Couleur: Humanistische und ethisch fundierte Wertrorientierungen sowie offene, kosmopolitische Haltungen sind bis heute auch in den vermeintlich aufgeklärten europäischen Gesellschaften keine Selbstverständlichkeit, sondern müssen immer wieder gegen Angriffe reaktionärer Bewegungen verteidigt werden.

Eine wichtige Rolle spielen dabei in vielen Ländern säkulare Organisationen, die sich humanistischen Prinzipien wie Selbstbestimmtheit, Toleranz und kritischem Denken verpflichtet haben. Bei den European Humanist Youth Days 2016 werden sich Ende Juli Vertreter und Mitglieder ihrer Jugendverbände über Erfahrungen beim Engagement für humanistische Haltungen und ihre Perspektiven auf aktuelle Herausforderungen austauschen.

Zu den Referenten und Diskussionspartnern des diesjährigen Treffens zählen unter anderem der britische Philosoph Stephen Law (Universität London), der niederländische Historiker Bert Gasenbeek (Universität für Humanistik, Utrecht) sowie die Philosophin Silvia Benschop und der Philosoph Floris van den Berg. Die Themen der Vorträge und Podiumsdiskussionen werden sich aber nicht nur um Philosophie drehen, sondern ebenfalls sich unter anderem der Frage stellen, wie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse in eine moderne humanistische Ethik und Menschenrechtspolitik integriert werden können. Außerdem werden in Workshops zu verschiedenen Themenbereichen Projektleiter und Aktivisten ihre in langjähriger Arbeit erworbenen Erfahrungen teilen sowie mit den Teilnehmern über neue Konzepte für eine erfolgreiche Arbeit zur Verbreitung humanistischer Werte und Ideen in der Gesellschaft diskutieren – etwa bei dem Ziel, gegen staatliche Benachteiligungen von konfessionsfreien Menschen vorzugehen oder daran mitzuarbeiten, Kampagnen fundamentalistischer und reaktionärer Gruppierungen Einhalt zu gebieten.

Darüber hinaus wird das Wochenendtreffen wie immer eine hervorragende Gelegenheit sein, engagierten Angehörigen humanistischer Organisationen aus anderen Ländern zu begegnen und internationale Kontakte zu Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit einer nichtreligiösen und ethisch reflektierten Lebensauffassung zu knüpfen.

www.ehyd2016.eu