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Freethoughtreport.com: Neue Website über weltweite Diskriminierung von Atheisten

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Im vergangenen Jahr stellte die IHEU erstmals den Bericht „Freedom of Thought“ vor, der die weltweite Diskriminierung und Verfolgung nichtreligiöser Menschen dokumentierte. Seit einigen Tagen ist der Bericht nun auf einer eigenen Website verfügbar. Unter anderem bietet sie eine internationale Meldestelle.
Donnerstag, 22. August 2013

Gefängnisstrafe wegen „blasphemischer“ Twitter-Nachrichten, Inhaftierung und Prügel nach atheistischen Äußerungen, ermordet aufgrund religionskritischer Aktivitäten: In vielen Ländern der Welt müssen konfessionsfreie und nichtreligiöse Menschen um ihre Sicherheit und Gesundheit oder sogar um ihr Leben fürchten, wenn sie offen zu der Erkenntnis stehen, dass es keine Götter gibt, weil sie sich politisch gegen „Blasphemie“-Gesetze engagieren oder über vermeintliche Wunder aufklären. Auch in Deutschland werden Konfessionsfreie benachteiligt: Etwa durch die Privilegierung von Religionsgemeinschaften im Arbeitsrecht oder fehlende Alternativen zum Religionsunterricht an Schulen.

Eine länderübergreifende Dokumentation der unzähligen Fälle von Gewalt und Diskriminierung gegen Menschen ohne religiösen Glauben hatte die International Humanist and Ethical Union (IHEU), Dachverband von rund 140 humanistischen und säkularen Organisationen, im letzten Jahr erstmals vorgelegt.

Cover

Der Bericht „Freedom of Thought“ enthält eine – erkennbar noch unvollständige – Zusammenfassung der vielfältigen Benachteiligungen und Probleme, mit denen Ungläubige und Skeptiker in fast allen Staaten konfrontiert sind.

Seit kurzem ist der Bericht, der in Zukunft jährlich erscheinen soll, nun auf der Website freethoughtreport.com verfügbar. Zusätzlich enthält sie eine Sammlung von weiterführenden und vertiefenden Informationen zur Frage, wie es weltweit um die Glaubens- und Gewissensfreiheit bestellt ist, darunter Berichte des Sonderberichterstatters für Religions- und Weltanschauungsfreiheit im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen sowie Links zu den grundlegenden Menschenrechtskonventionen. Außerdem gibt es eine detaillierte Anleitung, wie Beschwerden beim UN-Menschenrechtsrat eingereicht werden können.

Damit der Bericht „Freedom of Thought“ künftig optimal erweitert und aktualisiert werden kann, besitzt die Website schließlich eine eigene Meldestelle, mit der sich Berichte, Daten und Analysen zu Verletzungen der Religions- und Weltanschauungsfreiheit direkt bei der IHEU einreichen lassen.