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Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft „Humanismus und Schule“ in Dortmund

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Am 10. November 2016 lädt der Humanistische Verband Nordrhein-Westfalen (HVD Nordrhein-Westfalen) zum nächsten Treffen der LAG „Humanismus und Schule“ ein. Die Arbeitsgemeinschaft will humanistische Bildung in den Schulen des Landes fördern.
Dienstag, 1. November 2016
Foto: SP PIC / Fotolia.com

Woher kommen unsere Werte? Für Humanisten ist klar: Sie fallen weder "gottgegeben" noch fallen sie vom Himmel. Foto: SP PIC / Fotolia.com

Die Arbeitsgemeinschaft wird bei dem Treffen weiteren Möglichkeiten erörtern, wie Humanismus und humanistische Wertebildung in der Grundschulstufe gefördert werden kann. Dazu soll der Austausch mit Experten des Humanistischen Verbandes im benachbarten Niedersachsen dienen. Dort habe seit Jahren gute Erfahrungen mit dem Unterrichtsfach „Werte und Normen“ gemacht. Große Bedeutung hatten dort die Öffentlichkeitsarbeit, der Kontakt mit den Eltern sowie die institutionelle Unterstützung des Landesverbandes Niedersachsen. Im Gespräch wollen die Humanisten aus Nordrhein-Westfalen nun Fragen nachgehen wie: Wie wurden die Lehrkräfte in Niedersachsen angesprochen? Welche Erfahrungen wurden bei der Entwicklung von Konzepten und Lernmaterial für den säkularen Werteunterricht gemacht?

Die LAG des Humanistischen Verbandes Nordrhein-Westfalen wurde zum Jahresbeginn 2016 gegründet. Sie beschäftigt sich unter anderem mit der Frage, wie die Schule zu einem menschlichen, humanen Zusammenleben beitragen und wie schulische Wertebildung gezielt humanistische Werte und Verhaltensweisen fördern kann. Ein Motiv für die Gründung der Arbeitsgemeinschaft bilden die fortdauernden Ungleichbehandlungen konfessionell gebundener und konfessionsfreier Bürgerinnen und Bürger, wie sie durch das unterschiedliche Angebot von wertebildenden Unterrichten in den nordrhein-westfälischen Schulen verkörpert werden. Während neben den traditionellen evangelischen und katholischen Religionsunterrichten mittlerweile auch die flächendeckende Einführung von islamischem Religionsunterricht seitens der Landesregierung forciert wird, gibt es für konfessionsfreie und nichtreligiöse Schüler bislang kein adäquates Angebot ab der ersten Klassenstufe.

Ausführlichere Darstellungen zur systematischen Benachteiligung konfessionsfreier und nichtreligiöser Menschen bietet der Bericht Gläserne Wände (PDF kostenfrei erhältlich).

Ebenso fehlt ein allgemeinverbindlicher und integrativer „Ethik“-Unterricht, wie er beispielsweise im Land Berlin vor zehn Jahren eingeführt worden war, um der religiös-weltanschaulichen Pluralisierung im Bereich der schulischen Bildung angemessen zu begegnen. Alle Interessierten sind zum Treffen in der Landesgeschäftsstelle in der Küpferstraße 1 in Dortmund eingeladen.

Mehr Informationen zum HVD Nordrhein-Westfalen gibt es auf www.hvd-nrw.de