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Dortmund: Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft „Humanismus und Schule“

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Am 8. September 2016 lädt der Humanistische Verband Nordrhein-Westfalen zu Beratungen über Entwicklungen und gemeinsame Positionierungen im Bereich schulischer Wertebildung ein.
Mittwoch, 31. August 2016

Im Mittelpunkt der Beratungen der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) steht derzeit die Frage, ob das Fach „Praktische Philosophie“ als Alternative zu den Religionsunterrichten unterstützt werden sollte. Falls ja, würde dies bedeuten, das Fach und seinen Ausbau in Grundschulen und Sekundarstufe 1 zu fordern. Zugleich wäre es erforderlich, die entsprechenden Lehrpläne einer kritischen Prüfung zu unterziehen, so die LAG „Humanismus Schule“. Alle Interessierten, die bei den Beratungen mitwirken wollen, sind zum nächsten Treffen in der Landesgeschäftsstelle in der Küpferstraße 1 in Dortmund eingeladen.

Die LAG des Humanistischen Verbandes Nordrhein-Westfalen wurde zum Jahresbeginn 2016 gegründet. Sie beschäftigt sich unter anderem mit der Frage, wie die Schule zu einem menschlichen, humanen Zusammenleben beitragen und wie schulische Wertebildung gezielt humanistische Werte und Verhaltensweisen fördern kann. Ein Motiv für die Gründung der Arbeitsgemeinschaft bilden die fortdauernden Ungleichbehandlungen konfessionell gebundener und konfessionsfreier Bürgerinnen und Bürger, wie sie durch das unterschiedliche Angebot von wertebildenden Unterrichten in den nordrhein-westfälischen Schulen verkörpert werden. Während neben den traditionellen evangelischen und katholischen Religionsunterrichten mittlerweile auch die flächendeckende Einführung von islamischem Religionsunterricht seitens der Landesregierung forciert wird, gibt es für konfessionsfreie und nichtreligiöse Schüler bislang kein adäquates Angebot ab der ersten Klassenstufe. Ebenso fehlt ein allgemeinverbindlicher und integrativer „Ethik“-Unterricht, wie er beispielsweise im Land Berlin vor zehn Jahren eingeführt worden war, um der religiös-weltanschaulichen Pluralisierung im Bereich der schulischen Bildung angemessen zu begegnen.