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Welche Medizin wollen wir?

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Patientenwohl und Empathie statt Cash flow, Fallpauschale und Bettenpolitik: Das Wohl des Patienten ist aus dem Blickfeld geraten, sagt der Notfall- und Palliativmediziner Michael de Ridder. Am 19. März 2015 stellt er in Berlin sein neues Buch vor und diskutiert außerdem am Freitagabend im Live-Videochat mit dem Publikum.
Mittwoch, 18. März 2015
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Michael de Ridder war über Jahrzehnte im ärztlichen Beruf tätig, zuletzt als Chefarzt der Rettungsstelle eines Berliner Krankenhauses, als Geschäftsführer des von ihm mitgegründeten Vivantes Hospiz und als Vorsitzender einer Stiftung für Palliativmedizin. Sein medizinisches Wirken wurde mehrfach gewürdigt, unter anderem erhielt er 2009 für sein Engagement für das Recht auf Selbstbestimmung bis zum Lebensende den Ossip K. Flechtheim-Preis des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg. Sein 2009 veröffentlichtes Buch Wie wollen wir sterben? wurde zum vieldiskutierten Bestseller.

Nun hat der Buchautor Michael de Ridder nachgelegt und fragt in seinem vorgestern erschienenen gleichnamigen Buch: „Welche Medizin wollen wir?“ Seine Diagnose zum Zustand des Gesundheitssystems lautet: Mehr und mehr wird das ärztliche Handeln von ökonomischen Vorgaben geleitet. Auf der Strecke bleibe dabei vor allem die Zeit: Zeit für ein Gespräch, Zeit für Zuspruch in der Einsamkeit schwerer Krankheit, Zeit für die Erläuterung von Eingriffen, Zeit für die Bewältigung von Angst. Mit seinen eindringlichen Schilderungen – auch der Erlebnisse der eigenen Krankheit – will de Ridder den eklatanten Mangel an Menschlichkeit im Patientenalltag vor Augen führen. Aber auch den Weg in eine patientenfreundlichere Zukunft weisen und deutlich machen, wie verlorenes Vertrauen zwischen Arzt und Patient wiedergewonnen werden kann.

Am morgigen Donnerstagabend lädt der Berliner Tagesspiegel deshalb zur Buchpremiere in das Verlagsgebäude am Askanischen Platz 3. Michael de Ridder wird im Gespräch mit dem Leiter des Tagesspiegel-Wissenschaftsressorts, Hartmut Wewetzer, sein neues Buch vorstellen. Am darauffolgenden Freitagabend wird de Ridder sich außerdem im Live-Videochat den Fragen des Publikums stellen.

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