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Berlin: Vorbereitungen für Proteste gegen Frauenrechtsgegner laufen an

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Am Vorabend des internationalen Frauentages soll es ein bundesweites Vernetzungstreffen in Berlin geben, um die Aktionen gegen den „Marsch für das Leben“ am 19. September 2015 zu planen.
Dienstag, 17. Februar 2015

Zu dem Vernetzungstreffen im Haus des Theaterprojekts Vierte Welt Kollaborationen hat das im Jahr 2012 initiierte Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung aufgerufen, welches in den vergangenen Jahren Protestkundgebungen anlässlich eines Marsches von Abtreibungsgegnern am Brandenburger Tor durchführte.

Die Teilnehmer des Marsches fordern ein umfassendes Verbot des Rechts von Mädchen und Frauen, eine ungewollte Schwangerschaft rechtzeitig zu beenden. Organisiert wird der Marsch, der jeweils am vorletzten Samstag im September stattfindet, vom Bundesverband Lebensrecht (BVL), einer Dachorganisation mehrerer christlich-fundamentalistischer Vereine. Er hatte im vergangenen Jahr knapp 4.000 Teilnehmer und damit rund 1.000 Teilnehmer mehr als im Vorjahr. Die Märsche gibt es auch in anderen deutschen und europäischen Städten, unterstützt werden sie von der katholischen Kirche sowie von Bundestagsabgeordneten der CDU/CSU-Fraktion. Auch hochrangige Vertreter der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland, darunter die rechtskonservative EU-Parlamentariern Beatrix von Storch, unterstützen den BVL-Marsch.

Der Aufruf des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung weist ferner auf die enge Verbindung zwischen den Organisationen hinter dem Marsch der Frauenrechtsgegner durch das Zentrum der deutschen Hauptstadt sowie den Aktionen gegen die Aufnahme von Lehrzielen zu sexueller Vielfalt in schulischen Bildungsplänen hin, die eine bessere gesellschaftliche Akzeptanz homosexueller Menschen erreichen wollen. Seit mehreren Monaten ruft außerdem eine Organisation mit dem Namen Besorgte Eltern zu Protesten gegen Sexualkundeunterricht an Schulen auf. „Die Organisationen dahinter stellen dasselbe Gebräu wie die ‚Lebensschützer‘ dar. Auch sie müssen gestoppt werden“, so das Bündnis im Aufruf zum bundesweiten Vernetzungstreffen am 7. März 2015.

www.sexuelle-selbstbestimmung.de