Direkt zum Inhalt

Berliner „House of One“ wird mit 3,4 Millionen gefördert

DruckversionEinem Freund senden
Der Grundstein für das interreligiöse Lehr- und Gebetshaus soll 2019 gelegt werden.
Donnerstag, 14. Juli 2016
Bild: Visualisierung Kuehn Malvezzi

Das Gebäude an der Gertraudenstraße wird Kirche, Synagoge, Moschee und Begegnungszentrum in einem sein. Bild: Visualisierung Kuehn Malvezzi

Christen, Juden und Muslime könnten bereits in fünf Jahren im gemeinsamen „House of One“ am Petriplatz im Stadtbezirk Mitte spirituelle Stärkung sowie den Dialog und Diskurs mit der mehrheitlich säkularen Stadtgesellschaft suchen und finden. Auf dem Weg dahin hat die im Jahr 2010 angelaufene Initiative nun eine weitere Hürde gemeistert, denn aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ sind Fördermittel in Höhe von 2,2 Millionen Euro bewilligt worden. Diesen Beschluss gab die Initiative gestern in einer Pressemitteilung bekannt. Weitere rund 1,2 Millionen Euro wird das Land bereitstellen, wie Berlins Bausenator Andreas Geisel mitteilte. 100.000 Euro beträgt der Eigenanteil des „House of One“ laut Mitteilung des Fördervereins Bet- und Lehrhaus Petriplatz Berlin.

Die Gesamtkosten für das weltweit bislang einmalige Vorhaben werden sich laut aktuellem Plan auf rund 43,5 Millionen Euro belaufen, die neben Förderungen durch Spenden sowie eine Crowdfunding-Kampagne aufgebracht werden sollen. Das „House of One“ soll nach zweijähriger Bauzeit aus drei durch einen zentral gelegenen Begegnungsraum miteinander verbundenen Sakralgebäuden bestehen. Zu den „Freunden und Förderern“ des Projekts gehören unter anderem das Bundesministerium des Innern, der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Auswärtige Amt sowie der Wirtschaftsrat 1. FC Union, die Dussmann-Gruppe und die UFA GmbH.