Direkt zum Inhalt

Perspektiven

Karte Brandenburg
Freitag, 17. Februar 2012

Nach der „Schließung der Vernunftehe" im Sommer letzten Jahres folgt nun die eheliche Pflicht? Vielleicht trifft diese saloppe Formulierung den Kern. Denn nach der Fusion der Berliner und Brandenburger Humanisten bekommt der Verband in Brandenburg nun auch eine Adresse. Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg hat heute seine Potsdamer Geschäftsstelle eröffnet. Diese befindet sich mitten im historischen Stadtkern der Brandenburger Landeshauptstadt unter der Anschrift Jägerstraße 36.

KORSO am Scheideweg
Mittwoch, 15. Februar 2012

Seit Beginn des "Arabischen Frühlings" hat sich der Deutsche Freidenker-Verband (DFV) immer wieder gegen die Aufstände der arabischen Bevölkerungen ausgesprochen und sich mit den in diesen Ländern herrschenden Despoten solidarisiert. Dabei erinnerten die Wortmeldungen des DFV in den vergangenen zwölf Monaten an ein kafkaeskes Schauspiel. Mal wurde zur Solidarität mit dem libyischen Volk aufgerufen, ein Ende der "Nato-Kriegsverbrechen" gefordert und dem libyischen Despoten Muammar al-Gaddafi die Unterstützung ausgesprochen.Der westliche Militäreinsatz in Nordafrika wird auf der Homepage des DFV zum Krieg kapitalistischer Aggressoren gegen eine friedliebende und "rechtmäßige" libysche Regierung stilisiert. Die USA und die Nato wollten nach Ansicht der Freidenker „den Reichtum Libyens plündern und das Land wieder kolonialisieren“ Die säkulare Szene kommentierte die politischen Auffassungen dieser „Kulturorganisation“, deren Mitgliederzahlen der evangelische Säkularismus-Experte Dr. Andreas Fincke zuletzt auf max. 3.000 schätzte, bisher nicht.

FES 1
Dienstag, 14. Februar 2012

Sterben in der Migration. Der Vater oder die Mutter, die Frau oder sogar das Kind. Nicht wie geplant zu Hause, sondern fern der Heimat. Eigentlich wollten die wenigsten Zuwanderer in Deutschland alt werden. Sie kamen, um hier zu arbeiten und dann zurück in ihr Heimatland zu gehen. Irgendwann. Mittlerweile leben 1,4 Millionen Menschen der über 65-Jährigen mit einer Migrationsgeschichte in Deutschland, davon unter anderem 170.000 Türken, 130.000 Polen, 106.000 Russen und 130.000 Asiaten − Menschen, auf deren kulturspezifischen Bedürfnisse sich die Pflege, die medizinische Versorgung und die Sozialdienste zunehmend einstellen müssen.

Apotheken
Dienstag, 7. Februar 2012

Mit der Novellierung der Apothekenbetriebsordnung (ABO), die die Bundesregierung heute beschlossen hat, sollen Patienten künftig besser versorgt werden und auf weniger bürokratische Hürden stoßen. Dies sind zumindest die Hoffnungen, die Angela Merkels Kabinett mit der am vergangenen Donnerstag beschlossenen Verordnung von Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) für eine Neufassung der ABO verbindet.

HHF Eröffnung
Dienstag, 7. Februar 2012

Die Humanistische Fachschule für Sozialpädagogik (HFS) in Berlin ist eine Humanistische Weltanschauungsschule mit reformpädagogischem Konzept und reflektiert die Prinzipien des Humanismus in allen Lebensbereichen. Dies wird in der Lernatmosphäre erkennbar (Stichworte: Anerkennung, Respekt, Wertschätzung). Lernen und Leben werden im humanistischen Bildungskonzept miteinander verbunden. Neben dem humanistischen Bildungskonzept liegt ein weiterer Schwerpunkt der Schule auf der Vereinbarkeit von Theorie und Praxis.

Menora Jerusalem
Dienstag, 7. Februar 2012

Kann es ein Humanistisches Judentum geben? Und wie wäre dieses inhaltlich zu greifen bzw. zu definieren? Die Gesellschaft für Humanistisches Judentum (Society für Humanistic Judaism, SHJ), die 1963 von Rabbi Sherwin Wine in Michigan gegründet wurde, bietet den Anlass für die Debatte. Auf ihrer Homepage heißt es, dass unter der „mensch-zentrierten" Philosophie des Humanistischen Judentums eine „nichttheistische Alternative eines zeitgemäßen jüdischen Lebens" zu verstehen sei, in dem die jüdische Kultur und Identität mit humanistischen Werten und Ideen in Einklang stehe. Skeptische Humanisten fragten daraufhin, ob sich das Konzept des humanistischen Judentums eher am säkularen Humanismus oder vielmehr an einer religiösen Form, wie dem vom Vatikan ausgerufenen „christlichen Humanismus", orientiere?

Grafik Genitalverstümmelung
Montag, 6. Februar 2012

Insgesamt sind Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge weltweit bis zu 140 Millionen Mädchen und Frauen, vor allem in afrikanischen Ländern wie Somalia, Ägypten, Sudan, Äthiopien, Guinea, Eritrea und Mali, von Genitalverstümmelung betroffen. Die meisten seien zum Zeitpunkt des Eingriffs nicht einmal 15 Jahre alt, teilte die Stiftung Weltbevölkerung mit. Bei der grausamen Praktik der Genitalverstümmelung, die in vielen Kulturen als wichtiges Initiationsritual gilt, wird die Klitoris teilweise oder vollständig entfernt. In besonders gravierenden Fällen wird die Vagina zugenäht und nur eine kleine Öffnung belassen. Meist wird der Eingriff von Laien, ohne Narkose und mit einfachen Hilfsmitteln wie Glasscherben oder Rasierklingen durchgeführt. Für die Frauen und Mädchen bedeutet die Genitalverstümmelung neben lebenslangen Traumata oft Infektionen, Blutungen und Komplikationen bei der Geburt, die zum Tod führen können. Am heutigen Internationalen Tag gegen Genitalverstümmelung machen verschiedene Organisationen auf diese Fakten aufmerksam.

Kulturhaus Zinnowitz
Montag, 6. Februar 2012

Die Vertretungen eines „praktischen Humanismus" fragen sich derzeit, ob ihr Humanismus „weltlich" oder doch eher „säkular" ist, neuerdings gar, ob es einen „spirituellen Humanismus" gibt. Da kommt eine soeben bei der Online-Zeitschrift humanismus aktuell veröffentlichte Studie von Dr. Horst Groschopp ganz gelegen, die eine Alphabetische Sammlung zum Wortgebrauch von 'Humanismus' in deutschsprachigen Texten bringt und die vom „abendländischen" bis zum „zweiten Humanismus" reicht. Da fragt man sich doch glatt, was denn der „erste" war und ob es einen „dritten" gab oder noch gibt. Ja, gibt es, ob noch, wer weiß? Aber ein vierter nein; dafür aber einige „neue" (logischerweise gibt es auch mindestens einen „alten"). Wer das sucht, findet dort die Belege.

Janusz Palikot - Interview
Freitag, 27. Januar 2012

Dies geht aus einem Interview mit dem polnischen Magazin Gazeta Wyborcza hervor. Gefragt nach seiner Position zur Abtreibung – die Partei hatte sich im Wahlkampf für die Lockerung des Abtreibungsverbots ausgesprochen – sagte er, dass er keineswegs der Ansicht sei, dass eine Abtreibung nicht auch eine seelische Belastung darstelle. Ob sich eine Frau allerdings einer solchen unterziehen dürfe, sei keine Frage, die gesetzlich zu regeln ist, sondern eine „spirituelle" Entscheidung, eine Frage des persönlichen Gewissens.

Urnenfeld HVD-Berlin
Freitag, 20. Januar 2012

Käthe Nebel, Mitglied des Humanistischen Verbands und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, erklärte in ihrem Vortrag, dass die in diesem Zusammenhang häufig verwendete Bezeichnung „Selbstmord" nicht zutreffend ist, da kein Mord im juristischen Sinne vorliegt. Richtig sei in diesem Zusammenhang die Verwendung der Begriffe „Suizid" oder „Selbsttötung". In ihrem rund 30-minütigen Referat stellte die engagierte Humanistin den Unterschied zwischen aktiver und passiver Sterbehilfe dar und berichtete über die Aktivitäten von derzeit drei praktizierenden Sterbehilfe-Organisationen in Deutschland und der Schweiz.

Urban global Prayers 1
Mittwoch, 21. Dezember 2011

Die nigerianische Megastadt Lagos ist inzwischen fest in der Hand der Pfingstkirchler. Sie bestimmen in ihrer lockeren und flexiblen Struktur inzwischen das Bild und den Puls der Stadt. An der Ausfallstraße nach Ibadan, der Autobahn Gottes sind gigantische Kathedralen entstanden, die zehntausende Menschen fassen. Hier entsteht eine eigene City of God. Die größte Pfingstkirche Nigerias soll fünfmal mehr Gläubige als das weltgrößte Fußballstadion fassen.

Freiburg Fußgängerzone
Dienstag, 20. Dezember 2011

Im Februar dieses Jahres kam es im Rahmen der Mitgliederversammlung des Rosa Hilfe Freiburg e.V. spontan zu der Idee, eine Arbeitsgruppe Papstbesuch zu bilden. Ziel der Gruppe sollte sein, im Hinblick auf den im Herbst 2011 bevorstehenden Besuch des Papstes kritische Aktionen vorzubereiten. Im März konstituierte sich die Gruppe und alsbald schlossen sich ihr die Evolutionären Humanisten Freiburg e.V. an, so dass die Aktivisten sich fortan Aktionsbündnis FREIBURG OHNE PAPST nannten. Im weiteren Verlauf schlossen sich auch Studentinnen und Studenten und weitere Bürger an. Der Kreis der Aktiven blieb aber sehr überschaubar. Der Kontakt mit der Berliner Gruppe Der Papst kommt blieb ohne nennenswerte Impulse bis auf das Manifest der Berliner, an dem sich der Aufruf des Freiburger Bündnisses im wesentlichen orientierte. Dieser Aufruf sollte die Menschen zur Unterschrift auf unseren vielfach ausgelegten Unterschriftslisten bewegen.

UAAR-Kampagne
Montag, 19. Dezember 2011

Sechs Milliarden Euro betragen die Kosten, die Italien jährlich für die Kirche aufbringt. Angesichts der brisanten Situation, in der sich der italienische Staat vor dem Hintergrund der europäischen Finanzkrise befindet, kann dieser Betrag nicht unhinterfragt und unangetastet bleiben, findet die italienische Union der Atheisten, Agnostiker und Rationalisten (UAAR). Aus diesem Grund hat die Organisation eine Kampagne unter dem Motto „Mit 6 Milliarden Euro pro Jahr könnte Italien Wunder vollbringen!" gestartet.

Verwaltungsgericht Freiburg
Donnerstag, 8. Dezember 2011

Das Verwaltungsgericht Freiburg hat am 21. September 2011 eine Klage einer Mutter abgelehnt, die für ihre Kinder einen Ethikunterricht an der Grundschule eingefordert hatte (Az. 2 K 638/10). In Baden-Württemberg wird Ethik derzeit – nach dem Regierungswechsel soll sich dies in Zukunft ändern – erst ab der siebten Klasse unterrichtet.

Laizismus-Tagung_Referenten
Dienstag, 6. Dezember 2011

Wie sollen sich die Säkularen verhalten angesichts der immensen staatlichen Finanzierung der Kirchen? Sollen Sie für eine rigorose und ersatzlose Streichung dieser Unterstützung eintreten oder sich dafür stark machen, im Zuge der Gleichbehandlung selbst ein Teil vom Kuchen abzubekommen? Diese Frage stand am vergangenen Wochenende ungestellt im Raum, als in Berlin Humanisten und Konfessionsfreie miteinander über den Politischen Humanismus im Streit der Richtungen in der Staat-Kirche-Trennung diskutierten. Zu der Debatte unter dem Motto Laizismus und Gleichbehandlung hatte die Humanistische Akademie Berlin eingeladen und etwa 40 Personen nahmen daran teil, darunter auch renommierte Verfechter des Laizismus wie die ehemalige Bundestagsabgeordnete Ingrid Matthäus-Maier, der Theologe Dr. Dr. Joachim Kahl und der Kirchenfinanzexperte Carsten Frerk (letzter im Publikum).

HAK-Staatsakte Nachdenken
Freitag, 25. November 2011

Eine Binse ist, dass ungeschriebene Gesetze unseren Alltag regeln. Dass aber auch inoffizielle Regeln den politischen Alltag wesentlich bestimmen, kann man als durchaus bemerkenswert einschätzen. Eine solche, nicht amtliche Regelung, auf die jedoch immer wieder zurückgegriffen wird betrifft die so genannte staatliche Rangfolge in der Bundesrepublik bei Staatsakten. Diese hat beträchtliche Auswirkungen auf die staatliche Einladungspolitik und damit auch darauf, welche Religions- und Weltanschauungsvertreter bei Staatsakten anwesend sind.

Altenpflege
Donnerstag, 24. November 2011

Die Evangelische Hochschule Darmstadt hat in einem laufenden Forschungsprojekt Führungskräfte aus Altenpflegeeinrichtungen interviewt und auch die Leitbilder der entsprechenden Organisationen untersucht. Frau Prof. Dr. Ulrike Höhmann, die das Projekt leitet, interessierte dabei die Frage, welches spezifische  - „diakonische" - Profil evangelische Institutionen formulieren und in der Praxis leben. Erste Ergebnisse wurden in einer Veranstaltung am 22. November 2011 in Darmstadt vorgestellt und anschließend mit einem Vertreter des Diakonischen Werkes und einem Vertreter des HVD Hessen diskutiert.

Olympische Spiele London Faith Pin Badge
Montag, 21. November 2011

Anfang November fand eine Führung über den Olympischen Park in London statt. An dieser Führung teilgenommen haben die Führer der neun im sog. Glaubenszentrum vertretenen Religionen, d.h. von Christentum, Islam, Judentum, Hinduismus, Buddhismus, Jainismus, der Bahai-Religion, der Sikh-Religion und der zarathustrischen Religionsgemeinschaft. Sie werden vom Organisationskomitee der Olympischen Spiele in London umgarnt, um die „vielfältigsten und inklusivsten Spiele aller Zeiten" gestalten zu können.

HVD Hessen + Helmut Fink
Mittwoch, 16. November 2011

Zum gegenseitigen Kennenlernen und zu Vorbereitung gemeinsamer Aktivitäten trafen sich am 5. November 2011 Mitglieder des jungen hessischen Landesverbandes in Hanau. An dem Treffen nahm auch Helmut Fink vom Präsidium des Bundesverbandes teil. Nachdem die hessischen Humanisten bislang fast hauptsächlich mit den Gründungsformalien beschäftigt waren, ergaben sich aus der breiten und angeregten Diskussion konkrete Vorhaben für die nächsten Monate.

Alexander Rabe
Dienstag, 8. November 2011

Alexander Rabe ist neuer Vorsitzender des HVD Mecklenburg-Vorpommern. Die letzte Mitgliederversammlung Ende Oktober sprach dem 23-jährigen Studenten der Molekularbiologie an der Universität Greifswald ihr Vertrauen aus. Rabe, der seit 2009 auch im Greifswalder Hochschulsenat sitzt, war seit zwei Jahren als stellvertretender Vorsitzender im Vorstand aktiv. Er ist der bisher jüngste Vorsitzende eines Landesverbandes.