Direkt zum Inhalt

Oskar Y. Martin

Artikel von Oskar Y. Martin

Hans Joas. Die Sakralität der Person
Donnerstag, 1. Dezember 2011

Konfessionsfreie haben bekannter Weise eine Schwierigkeit mit religiös aufgeladenen Begrifflichkeiten. So stellen sich bei vielen die Nackenhaare auf, wenn sie von einer Verheiligung der Person lesen, selbst wenn von dieser im Zusammenhang mit einem ureigenen Gut des Humanismus, den Menschenrechten, die Rede ist. Deren Entstehungsgeschichte geht der Sozialphilosoph Hans Joas in seinem neuen Buch Die Sakralität der Person in nach.

Jonathan Safran Foer, Tiere essen
Donnerstag, 1. Dezember 2011

Der amerikanische Schriftsteller Jonathan Safran Foer und die deutsche Autorin Karen Duve publizierten im vergangenen Jahr fast zeitgleich Bücher, die sich mit der fleischlichen Kost, ihrer Herkunft und ihrem Verzehr auseinandersetzen. Beide Titel haben Spuren bei ihren Lesern hinterlassen. Fast jeder kennt jemanden, der sich nach ihrer Lektüre im Vegetariersein versucht hat. Dabei war das nie die Absicht ihrer Autoren. Foer und Duve wollten vielmehr Antworten auf persönliche Fragen finden – ihre Bücher sind Nebenprodukte einer Selbstsuche.

Missbrauch Kirche
Dienstag, 20. September 2011

Den spanischen Regisseur und Drehbuchautor Pedro Almodóvar und den italienischen Kameramann und Filmemacher Ciro Capelllari verbindet ein Thema. Die katholische Sexualmoral und die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche. Beide thematisieren sie in ihren Filmen. Eine Intitiative hat diese nun zusammengeschnitten, um mit dem Youtube-Video auf die Missstände in der Kirche aufmerksam zu machen.

Corrado Augias, Die Geheimnisse des Vatikan
Donnerstag, 1. September 2011

Der italienische Schriftsteller und Kulturjournalist Corrado Augias ist in seiner Heimat dafür bekannt, lokalen Legenden auf den Grund zu gehen. In seiner Buchreihe I segreti di ist er bereits den Geheimnissen von Paris, London, New York und Rom nachgegangen. Sein Buch Die Geheimnisse Roms. Eine andere Geschichte der Ewigen Stadt, vor zwei Jahren im Osburg Verlag erschienen, begeisterte das Feuilleton. Nun hat sich der Italiener den Mythen einer römischen Enklave gewidmet.

Chris Morris: Four Lions
Mittwoch, 1. Juni 2011

Was gab es für Theater um den Film Four Lions, der Mitte vergangenen Jahres in den britischen Kinos anlief und seit Ende April auch in deutschen Filmsälen zu sehen ist. Der CSU-Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer wollte den Film, der als Komödie über Terrorismus und Suizidbomber angekündigt ist, wegen Terrorgefahr verbieten. Aber Atomkatastrophe und arabische Revolutionen haben den Terror in Deutschland aus dem Fokus gedrängt. Hat das aber das Terrorpotenzial des Films geschwächt?

Philipp Blom: Böse Philosophen
Mittwoch, 1. Juni 2011

Im Zentrum dieses Buches stehen zwei radikale Aufklärer, die die säkulare Szene aus den Augen verloren hat – Denis Diderot und Jean-Paul Thiry Holbach. Zwar berücksichtigt Fritz Mauthner beide in seinem vierbändigen Standardwerk Der Atheismus und seine Geschichte im Abendlande (Neu im Alibri-Verlag aufgelegt, Hrsg. Ludger Lütkehaus), die Ausstellung zu Geschichte und Gegenwart des Humanismus des Humanistischen Verbands (2005 erstmals gezeigt) aber geht über beide hinweg. Dies ist exemplarisch.