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Michael Schmidt

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Historiker & Politologe; Leiter des Arbeitskreises Stadterkundungen Berlin

Artikel von Michael Schmidt

Foto: © dpa - Fotoreport

Es hat lange gedauert, aber in den letzten Jahren haben fast alle Institutionen in der Bundesrepublik damit begonnen, ihre NS-Geschichte aufzuarbeiten. Von Seiten der beiden christlichen Konfessionen steht eine solche umfassende Aufarbeitung noch aus.

Foto: privat
Soziale Gerechtigkeit für das schaffende Volk hatte sich Ida Altmann auf die Fahnen geschrieben. Zwei neue Publikationen stellen diese für die humanistische Bewegung ebenso wie für die Arbeiter-Bewegung prägende Persönlichkeit in den Mittelpunkt.
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Das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau steht allgemein als Symbol für den systematischen Völkermord an den Juden. Dabei wird oft übersehen, dass im Rahmen der „Aktion Reinhardt” in den Vernichtungslagern Belzec, Sobibor und Treblinka zwischen 1942 und 1943 mehr als eineinhalb Millionen Juden ermordet wurden; die Zahl der Opfer dort also noch höher war als in Auschwitz.

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Christopher Clarks Buch „Die Schlafwandler“ über den Ausbruch des Ersten Weltkrieges.
Foto: Bundesarchiv, Bild 101I-031-2436-05A / Koch / CC-BY-SA
Zehntausende deutscher Männer beteiligten sich im Verlauf des Zweiten Weltkrieges mit großer Selbstverständlichkeit an Massenmorden. Die Frage, wie jene weitverbreitete Bereitschaft zu töten entstehen und erzeugt werden konnte, bewegt nach wie vor die Gemüter.
MIZ 2-2013
Die von Papst Franziskus angestoßene Vision einer Kirche in Armut bildet das Schwerpunktthema der MIZ Nr. 2/2013. Außerdem geht es um die (fehlende) Neigung zur Wahrhaftigkeit christlicher Politiker sowie Dirk Verhofstadts Studie über Papst Pius XII.
Stalingrad 3
Voltaire formulierte einst: „Geschichte ist die Lüge auf die man sich geeinigt hat“. Was die Schlacht von Stalingrad angeht, gibt es in Deutschland und Russland sehr unterschiedliche Erzählungen. Beiden gemeinsam ist, dass sie nur bestimmte Teile der Realität abbilden.
Humanisten im Fokus
Kurz nach Machtantritt zerschlugen die Nationalsozialisten sowohl den Freidenkerverband als auch die weltliche Schulbewegung. Viele Humanisten engagierten sich fortan im Widerstand gegen das NS-Regime. Eine Ausstellung stellt sie in den Mittelpunkt.
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Mit einiger Verspätung, aber thematisch passend zur närrischen Jahreszeit, kommt die neue Ausgabe der MIZ daher. Religionsparodien und ihre Funktion bilden den Schwerpunkt des Heftes.
MIZ 3/2012

Die Debatte über die Beschneidung bildet den Schwerpunkt der neuen Ausgabe der MIZ. Dem Thema direkt widmen sich das Editorial zur "Würde des Kindes", ein Interview mit Rechtswissenschaftler Rolf Herzberg, ein Beitrag über die Diskussion im Ethikrat sowie eine Glosse.

Max Sievers 2012
Am 11. Juli jährte sich der 125. Geburtstag von Max Sievers. Der HVD Berlin-Brandenburg hielt nach der Umbettung der Urne von Max Sievers eine Ehrenstunde am neuen Ehrengrab ab, um seinem Vergessen vorzubeugen. Eine Ausstellung, die ab März 2013 in Berlin zu sehen sein wird, wird ebenfalls an Max Sievers und andere von den Nationalsozialisten verfolgte Freidenker erinnern.
Hilde Schramm: Meine Lehrerin Dora Lux
Manchmal ist Geschichte wie Archäologie. Wenn man an der richtigen Stelle gräbt, kommen unerwartete Schätze zum Vorschein. Einen solchen Schatz hat Hilde Schramm, mit ihrer Biographie von Dora Lux gehoben. Sie hat die Geschichte einer außergewöhnlichen Frau ans Licht gebracht, die selbst nie das Licht der Öffentlichkeit gesucht hat und dabei auch weitere Personen aus dieser Familie dem Vergessen entrissen. Nicht nur Dora Lux, war eine hochinteressante Frau, auch ihr Familienverband, der politisch links-liberal, frauenbewegt und humanistisch orientiert war, ist gerade auch für Humanisten von größtem Interesse.
Der vergessene Widerstand der Arbeiter Cover
Ungeachtet einiger Mängel bietet der Band „Der vergessene Widerstand der Arbeiter“ wichtige Informationen für am Arbeiterwiderstand interessierte Leser.
MIZ 1/2012
Das kirchliche Arbeitrecht bildet das Schwerpunktthema der neuen Ausgabe der MIZ. Den Anlass bildet die vom Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) und der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) getragene Kampagne gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz. In insgesamt fünf Beiträgen widmet sich die Zeitschrift, diesem Thema.
Heiliger Rock
Seit 500 Jahren pilgern Gläubige nach Trier, um eine Reliquie zu bewundern, an deren Echtheit nicht einmal mehr die katholische Kirche glaubt. Macht aber auch nix, denn es geht um Pomp, Missionierung und Geldschinderei. Und natürlich um die Pflege einer engen Verbindung von Kirche und Staat.
Rolf Bergmeier: Schatten über Europa
Die Frage nach den Wurzeln der europäischen Kultur ist höchst aktuell und gerade auch zwischen Humanisten und Christen sehr umstritten. Das Buch des Althistorikers Rolf Bergmeier, der Mitglied der Giordano-Bruno-Stiftung ist, über den Untergang der antiken Kultur könnte aus humanistischer Sicht einen wichtigen Beitrag zu dieser Debatte liefern. Leider vergibt er diese Chance durch eine oftmals zu einseitige und polemische Darstellung.
Ian Kershaw: Das Ende
Der britische Historiker Ian Kershaw versucht in seinem Buch „Das Ende" die Frage, warum die Deutschen bis zum bitteren Ende weiterkämpften, zu klären. Er beschreibt die letzten neun Monate der NS-Herrschaft, in denen mehr deutsche Soldaten und Zivilisten getötet wurden als in den vorhergehenden fünf Jahren des Krieges. Detailliert und anschaulich stellt er dar, wie das NS-Herrschaftssystem bis ganz zum Schluss funktionierte. Alles kann er damit aber nicht erklären. Die wichtige Frage, wieso viele Individuen, selbst in den letzten Tagen, ja Stunden des Regimes, ungeachtet der mörderischen Konsequenzen ihres Tuns, dennoch weiterhin das erfüllten, was sie als ihre Pflicht betrachteten, bleibt auch nach der Lektüre seines Buchs offen.
Friedrich Kellner
Die Tagebücher Friedrich Kellners beweisen, wie wichtig es für eine Gesellschaft ist, mündige Bürger heranzuziehen, die zu einem kritischen Umgang mit Informationen in der Lage sind.
Jonathan Phillips_Heiliger Krieg
Es gibt Bücher mit denen man fremdelt, obwohl deren Thema spannend ist. So geht es mir mit dem Buch Heiliger Krieg von Jonathan Phillips. Es hält nicht, was Titel, Verlagswerbung und Vorwort versprechen, ist widersprüchlich und hat keinen stringenten Erzählfaden.
Die Kirchen im Dritten Reich
Der Kirchenhistoriker und Theologe Christoph Strohm legt eine wenig überzeugende Untersuchung der Kirchen im Dritten Reich vor. Wer eine tiefgründige Analyse des ambivalenten Verhaltens der Kirchen zur Zeit des Nationalsozialismus erwartet, wird enttäuscht.