Direkt zum Inhalt

Michael Bauer

DruckversionEinem Freund senden
Photo

Herausgeber von diesseits – Das humanistische Magazin.

Foto: Evelin Frerk

Artikel von Michael Bauer

diesseits Nr. 118, 1/2017

Liebe Lesende,

als ich Ende Mai vom Evangelischen Kirchentag zurückfuhr, habe ich im Zug eine bekannte Hamburger Wochenzeitung gelesen. Von den Diskussionen, an denen ich in Berlin teilgenommen hatte, war ich noch etwas ausgelaugt. Da fiel mein müder Blick auf einen ganzseitigen Artikel über meinen bayerischen Branchenkollegen, den Landesbischof Bedford-Strohm.

Foto: © Coloures-pic / Fotolia.com
Gehört der Humanismus zu Deutschland? Mit dieser Leitfrage beschäftigte sich eine Tagung der Humanistischen Akademie Deutschland am vergangenen Wochenende in Stuttgart.
Cover
Über ein Wutbuch, das den Leser ratlos zurücklässt.
Foto: privat
Die Geschichte der weltlichen Wertefächer an den deutschen Schulen ist noch weitgehend ungeschrieben. Einen Betrag dazu, diesem Missstand zumindest etwas abzuhelfen, hat der Erziehungswissenschaftler und Sekundarschulrektor Bruno Osuch mit seiner Studie zum Lebenskundeunterricht geleistet. Der Fokus liegt dabei auf Berlin.
Titel 3-2013

Liebe Lesende,

haben Sie auch schon mal davon geträumt, zu den Sternen zu fliegen und die Erde von oben zu sehen? Dabei ist das mit den Sternen ja Quatsch, wie Sigmund Jähn uns erklärt hat. Und er muss es wissen: Schließlich war ihm das Privileg vergönnt, in den Weltraum aufzubrechen – damals als erstem Deutschen.

diesseits Titel 2/2013

Liebe Lesende,

wie viele Hoffnungen waren mit dem „Arabischen Frühling“ verbunden! Hoffnungen auf mehr Freiheit und weniger Unterdrückung, auf offene Demokratie statt quälende Diktatur. Doch was ist daraus geworden?

Eva Müller: Gott hat hohe Nebenkosten
Das Panoptikum der kirchlichen Arbeitswelt, das Eva Müller vor den Augen der Lesenden ausbreitet, macht Staunen. Verhaltensmaßregeln, Kündigungsgründe, Sonderrechte ohne Zahl – Kirchen erfreuen sich einer Masse von Privilegien die ihres Gleichen sucht (wahrscheinlich vergeblich). Flott zu lesen ist diese Skandalgeschichte, und ihr Aufklärungspotential ist – auch deshalb – gewaltig. Daher ist das Buch ein Gewinn, ebenso wie die dazugehörende Fernsehreportage, die unlängst im Ersten ausgestrahlt wurde.
diesseits Nr. 102 / 1 - 2013

Liebe Lesende,

in diesem Jahr feiert der Humanistische Verband sein 20-jähriges Gründungsjubiläum. 1993 ging es darum, die alten Organisationen der Freigeister auf ein neues Gleis zu bringen. Die Verbindung von humanistischer Weltanschauung mit sozialer Praxis war die Idee, die für einen Aufbruch der Verbände sorgen sollte.

diesseits Nr. 101 / 4 - 2012

Liebe Lesende,

Sie haben bestimmt gleich gemerkt, dass sich der Untertitel des Hefts geändert hat. Aus dem „Magazin für weltlichen Humanismus" ist „Das humanistische Magazin" geworden. Warum? Weil in der Kürze die Würze liegt. Unser Humanismus steht für sich selbst, ist immer weltlich, was denn auch sonst. Entsprechend haben wir auch den Untertitel unseres Internetauftritts in „diesseits.de - Das humanistische Online-Magazin" geändert.

In unserer vorhergehenden Ausgabe haben wir über das kirchliche Arbeitsrecht berichtet. Inzwischen hat die Kampagne gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz (GerDiA) dazu eine ausführliche Studie vorgelegt. Sie enthält nicht etwa nur abstrakte rechtsgelehrte Darlegungen, sondern macht mit vielen Einzelfällen die alltägliche Diskriminierung der kirchlichen Arbeitgeber detailliert deutlich.

Dürer - Selbstbildnis eines 13jährigen
270.000 Menschen wollten in den letzten drei Monaten die beeindruckende Dürer-Ausstellung im Germanischen Museum Nürnberg sehen. Nun hat sie ihre Pforten geschlossen. Was bleibt? Eine umfassende und beeindruckende Ausstellung, die den räumlichen und geistigen Zusammenhang von Dürers Wirken als Künstler - seine Nachbarschaft zu bekannten Nürnberger Humanisten sowie seine künstlerischen Lehrer und Kollegen - vor Augen führte. Die Schau "Der frühe Dürer" machte deutlich, wie herausragend Dürers Kunst sich darstellt.
diesseits Nr. 100 / 3 - 2012

Liebe Lesende,

Sie halten das 100ste diesseits-Heft in Ihrer Hand. 1987, also vor 25 Jahren, wurde das erste Heft von den Westberliner Freidenkern herausgegeben. Nach der Gründung des HVD als neuem säkularem Dachverband wurde diesseits ab 1993 das Mitgliedermagazin für alle seine Mitgliedsverbände. Und auch manche anderen säkularen Gruppen, die damals noch Abstand hielten, übernahmen es gerne.

Von Anfang an widmete sich diesseits besonders der journalistischen Aufarbeitung des Kernanliegens des HVD: den Humanismus tatsächlich in die Welt zu bringen. Denn die humanistische Weltsicht fordert auch die Bewährung in der Praxis. Lebenskundeunterricht, Kindertagesstätten, am Ende auch eigene Schulen – der Weg des HVD als Bildungsträger findet sich in vielen Reportagen und Berichten in den 100 diesseits-Heften wieder.

diesseits Nr. 99 / 2 - 2012

Liebe Lesende,

die Januar-Ausgabe von diesseits zur Spiritualität hat viele von Ihnen bewegt. In Leserbriefen und Gesprächen haben wir eine so starke Resonanz bekommen wie noch nie zuvor. Egal ob Kritik oder Zustimmung – wir haben uns sehr über das Echo gefreut. Denn es zeigt uns, dass wir mit unserem Magazin Debatten anstoßen können. Und das ist es schließlich, was wir wollen: Bewegung in die Dinge bringen und den satten Stillstand stören. Gerade mit kontroversen Themen.

Krementschouk Chernobyl Zone 1
Der preisgekrönte russische Fotograf Andrej Krementschouk hat in Bildern eingefangen, was die Katastrophe von Tschernobyl hinterlassen hat. Eine dystopische Landschaft ohne Menschen. Seine Fotografien liegen nun in zwei Bildbänden vor.
diesseits Nr. 98 / 1 - 2012

Liebe Lesende,

für viele Atheisten hat das Wort Spiritualität den Igitt-Faktor. Irgendwo zwischen schamanischem Tanz, Chakrenstimulation und Karmapflege kommt ihnen diese geschwurbelte Geistigkeit zu liegen, und sie soll dann bitte auch bleiben, wo wie ist: nämlich bei den anderen.

Aber ist Spiritualität wirklich immer nur esoterischer Humbug? Kann es nicht auch eine atheistische, eine naturalistische Spiritualität geben, die nicht auf etwas vermeintlich "Höheres", sondern auf nichts anderes verweist als das Menschsein? Der Philosoph Joachim Kahl plädiert dafür, und viele, die sich z.B. in der humanistischen Arbeit mit Sterbenden engagieren, sehen das auch so. Doch ein solches Thema darf umstritten sein. Natürlich lassen wir auch kritische Stimmen ausführlich zu Wort kommen.

diesseits Nr. 97 / 4 - 2011

Na, was essen Sie an Weihnachten? Gedünstete Auberginen an Sellerieparfait auf einem Bett vom Blattsalat? Oder doch die geschmorte Gans mit Kartoffeln und brauner Soße? Zugegeben, dazwischen gibt es noch eine gewisse Bandbreite an weiteren Möglichkeiten.

Humanistische Grundschule Fürth - Neubau
Am 13. September ging in Bayern wieder die Schule los – und das auch für die inzwischen knapp 100 Schülerinnen und Schüler der Humanistischen Grundschule Fürth. Erstmals startet die Schule an zwei Standorten.
Nürnberg_Kita am Löwenplatz
Gestern wurde mit dem Umbau einer ehemaligen Gaststätte in der Fürther Innenstadt begonnen. Hier sollen schon bald 29 Kinder in einer neuen Humanistischen Kinderkrippe betreut werden.
diesseits - Nr. 96 / 3 - 2011

Liebe Lesende,

der Papst kommt. Soll er doch. Was geht uns das an? Das haben wir uns bei diesseits auch gefragt. Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir uns dem „Großereignis" nicht entziehen wollen. Denn unsere Aufgabe ist es, aufzuklären – und wo gibt es dafür einen Bedarf, wenn nicht bei der katholischen Kirche?

Anita Häfner
Mit Anita Häfner wurde erstmals eine humanistische Vertreterin in das geschäftsführende Gremium des Kreisjugendrings Nürnberg gewählt

Liebe Lesende,

was ist nicht alles passiert seit dem Erscheinen des ersten neuen diesseits-Magazins. Nach den vielversprechenden Protesten ist der Ausgang der arabischen Revolutionen inzwischen ungewisser denn je. Japan, von einem Seebeben und dem anschließenden Tsunami stark getroffen, hat eine atomare Katastrophe erlebt, die hierzulande dazu beigetragen hat, dass mit dem Katholiken Winfried Kretschmann der erste grüne Ministerpräsident ins Amt gewählt wurde. Und Karl Theodor zu Guttenberg stolperte über seine Doktorarbeit und aus seinem Amt. Selten zuvor war die mediale Aufmerksamkeit derart überstrapaziert.