Direkt zum Inhalt

Von den Dissidenten lernen?

DruckversionEinem Freund senden
„Ich mache darauf aufmerksam, dass das Konzept des HVD zwar auch aus der Dissidenten-Geschichte heraus gesehen stimmig ist, aber seine Zukunft davon abhängt, ob das jemand macht und möchte, Leute bewegt, dem Laden beizutreten und damit durchaus auch berufliche Zukunft verbindet. Das halte ich noch nicht für entschieden. Gründe zur Euphorie gibt es keine."
Montag, 28. November 2011
Groschopp_Dissidenten

Warum eine nahezu unveränderte Neuauflage eines bereits vorliegenden Buchs? Geht es nur um das Wieder-zur-Verfügung-stellen oder siehst Du auch einen zeithistorisch-inhaltlichen Anlass, die Dissidenten noch einmal auflegen zu lassen?

Beides. Die Dissidenten sind eine verbesserte Neuauflage. Es war der tectum-Verlag, Herr Kubitza persönlich, bekannt durch zahlreiche religionskritische Publikationen, der an mich herangetreten ist. Die Erstauflage von 1997 erschien im damaligen Dietz-Verlag und die Verbreitung des Bandes war nicht sehr optimal. Die hatten bereits 1985 mein Büchlein Zwischen Bierabend und Bildungsverein betreut, das die sozialdemokratische Kulturarbeit zwischen Kneipe und Kulturhaus bis 1914 zum Gegenstand hatte. Auch über die Freidenkerbewegung wurde dort erzählt.

Was verstehst Du in Deinem Buch unter dem Begriff „Dissident"?

Das Wort kommt etymologisch aus dem Lateinischen dissidio (dt.: getrennt sein von etwas) und politisch von den englischen Dissenters. Ich kannte den Begriff vor meinen Studien auch nur als Bezeichnung für Häretiker im Staatssozialismus. Der Begriff war im kirchlich geprägten Westen sinngemäß übernommen worden, um den Sozialismus im Osten als atheistische Kirche zu kennzeichnen, von dem man sich andersgläubig befreit.

1573 kommt es im polnisch-litauischen katholischen Staat zu einem Kompromiss in Glaubensfragen bezogen auf die Stadt Posen (Reformation) in der Konföderation von Warschau (pax dissidentium). Da wird der Begriff zur Bezeichnung der erlaubten Protestanten eingeführt. Die Anderen wurden verfolgt. 1648 werden daraus die Dissidenten, eine offizielle (später) standesamtliche Rubrik für Nicht-Protestanten, Nicht-Katholiken und Nicht-Juden in staatskirchlichen Verhältnissen. Das sind alle Angehörigen bzw. Mitglieder christlicher, tolerierter Religionsgemeinschaften außerhalb der jeweiligen Konfessionalität. Erst nach 1874 bzw. 1919 gibt es Konfessionsfreie in einem modernen Verständnis. Der Einheitsbegriff war nicht mehr haltbar. Das nutzen die Nazis 1936. Sie nehmen als offiziellen standesamtlichen Begriff gottgläubig (nach dem Motto: einen Gott hat jeder, und wenn es der Führer ist). Die Freidenker sind verboten, die Freireligiösen angepasst und die Juden werden verfolgt und dann ermordet. Als dritte Konfession sind einzig die völkisch-esoterischen Ludendorffer zugelassen.

Welche Rolle spielt der Glaube beim Disidententum?

Es geht immer um Religion. Anderes ist kulturell nicht vorstellbar. Auch die großen Denker sind gläubige Menschen. Ungläubige Dissidenten, gar bekennende Atheisten, kamen bis 1914 selten vor. Freidenker waren noch vor allem Philosophen. Erst nach Darwin und Marx sahen sich in erster Linie sozialdemokratische Theoretiker und Arbeiter als nichtgläubig in einem materialistischen Verständnis. Die Hauptform der Organisierten waren die Freireligiösen, frei im Glauben, aber religiös in einem konfessionsfreien, eher kulturellen Sinn, wie etwa die Humanistengemeinden nach 1887. Das waren wesentliche Vorläufer des HVD, auch wenn dieser deren Erbe wenig würdigt, obwohl gerade die Lebenskunde und die weltliche Seelsorge von dort herkommen.

Circa 1.000 Personen werden im Personenregister aufgezählt. Vereint diese Personen tatsächlich ein gemeinsames Verständnis von Staat-Kirche-Verhältnis?

Sie sind in einem arbeitsaufwändigen Register mit ihrer Zugehörigkeit zu Organisationen benannt, wenn diese aus der Literatur hervorging. Ob diese Personen alle juristische Dissidenten waren, vermag niemand eindeutig zu sagen. Es gibt keine Dissidentenforschung, keine ordentliche Freidenkergeschichte, keine Humanismusforschung, die nach Konfessionsfreien fragen würde. – An dieser Stelle werde ich immer sarkastisch: Hauptsache es gibt in Deutschland 25 Professoren für christliche Liturgiewissenschaft und demnächst eine staatlich bezahlte universitäre islamische Theologie. – Übrigens galten auch die wenigen Muslime in Deutschland ebenso wie die ersten Buddhisten und andere als Dissidenten.

Groschopp_Dissidenten_Hintergrundbild

Offizielle Kongreßkarte des Verlages des Deutschen Freidenkerverbandes zum XVI. Internationalen Freidenkerkongreß in München vom 31. August - 4. September 1912; Zeichner: E. Kuhlmann | Privatarchiv Horst Groschopp

Gab es zumindest eine verbindende politische Haltung?

Ja und nein. Ja, weil von da an, wo diese Dissidenten Organisationen bzw. Gemeinden gründen, zuerst im Vormärz nach 1844 die protestantischen Lichtfreunde und die Deutschkatholiken, sind sie unmittelbar politisch. Die beiden Gruppen schließen sich der deutschen Einigkeitsbewegung, den Demokraten und damit dem Liberalismus an. Ohne diese unsere Vorgänger gäbe es keine Demokratiebewegung. Dann, mit dem Wachsen der Sozialdemokratie, werden die meisten Dissidenten dieser Zeit Sozialisten, wollen Christentum durch Sozialismus ersetzen. Daneben gibt es dann seit den 1890ern diverse bürgerliche Bewegungen, gerade in den Humanistengemeinden. August Bebel warnte davor, wollte selbst Religion als Privatsache betrachtet wissen.

Jetzt komme ich zum großen Nein: Auch allerlei völkisches und deutschtümelndes Gewusel ist dissidentisch. Auch Rasse- und Rassenhygieniker – was nicht dasselbe ist – sind im damaligen Sinne dissidentisch. Ganz eifrige Evolutionisten entdecken die Genetik und wollen den „neuen Menschen" züchten. Wir würden sie heute unter die Transhumanisten rechnen.

Jetzt kommt das relativierende Jein: Sie waren immerhin fähig, das Weimarer Kartell zu gründen. Eigentlich handelt mein ganzes Buch davon. Sie fanden 1909 zu gemeinsamen zehn Forderungen, die, das ist das Erstaunliche, fast alle noch sehr aktuell sind.

Inwiefern schlägt sich diese Ausdifferenzierung in alle politischen Richtungen heute im säkularen Spektrum nieder?

Das Heute ist mit der Lage vor 1914 schwer vergleichbar. Die vor 1914 sich andeutenden kulturellen Konzeptionen radikalisierten sich im Ersten Weltkrieg. Die Dissidenten belegen dies am Deutschen Monistenbund: Da gibt es Rassefanatiker, die schließlich bei den Nazis landen und ihre Vorstellungen von minderwertigem Leben und rassenhygienischen Erfordernissen im Holocaust und in den KZ verwirklichen; andere arbeiten an einer kommunistischen „wissenschaftlichen Weltanschauung" und „Heil Moskau" (wie ein Gruß in den 1920ern lautete). Wieder andere Freireligiöse werden Körperschaften des öffentlichen Rechts und geben jede kirchenkämpferische Attitüde auf.

Das ist nicht erforscht. Selbst über den sehr erfolgreichen Freidenkerverband wissen wir zu wenig. Dann kommt die NS-Verbieterei und -Gleichmacherei, folgt die Verstaatlichung der Freidenkerei in der DDR, der Kalte Krieg, der Godesberger Parteitag, folgen die sich auflösenden Milieus in den 1950ern etc. etc.

Heute machen die Nachfolger der Dissidenten 35 % der Bevölkerung aus und die Verbände rätseln, warum sie daran sehr ungenügend partizipieren. Kein Verband ist politisch so aufgestellt, dass er maßgebliche Politiker in seinen Reihen hätte. Das eigentlich Tragische an dieser Situation ist, dass in diesen Verbänden zu wenig ernsthaft über diese Lage gesellschaftspolitisch diskutiert wird.

Gab es ein gesinnungspolitisches Zentrum des Dissidententums in Deutschland? Wo wäre dies zu verorten?

Dies ist sehr verschieden, je nachdem, welche Gruppe Dissidenten betrachtet wird und wie sie sich selbst gesehen hat oder sieht. Ich will mit einer Frage antworten: Welches grundsätzliche gesellschaftliche Problem wäre nur dissidentisch zu lösen? Dissidentisch (oder aktuell konfessionsfrei) war damals und ist heute kein politisches Charakteristikum, hat kein Subjekt, wir sind „Parzellenbauern".

Wer wäre denn in einem neuen Verständnis dissidentisch? An welchem Zivilglauben wäre radikal zu zweifeln? Gibt es etwas nach Liberalismus und Sozialismus, was als große Bewegung Freidenker interessant machen könnte im Verständnis der Freidenkerei nach Nietzsche von 1881 – dem Gründungsjahr der Freidenker – der zwischen Freidenkern und Freitätern unterschied?

Welche gesellschaftspolitische Relevanz hatten die Dissidenten bzw. Konfessionsfreien zu ihrer Zeit?

Sie waren wenige, gingen gegen einen staatlich geschützten Glauben vor, der sie benachteiligte bis in den Alltag hinein. Da war jede kleine Aktion aufregend. Die Haltung der damaligen Liberalen zum Kulturkampf 1872-1888 – trotz starker protestantisch-staatskirchlicher Prägung – und das Erfurter Programm der SPD 1891 sind in den Staat-Kirche-Fragen noch immer revolutionär. Das besaß durchaus gesellschaftspolitische Relevanz. Die Kirchenpolitik der SED ebenfalls – aber da wissen ja inzwischen alle: Dies war böse. Es hängt von freidenkerischer Seite eine Art Tabu darüber nach dem Prinzip, dass das Ergebnis zwar gut, aber der Weg dahin schlecht gewesen sei.

Heute sehe ich nicht viel „Bewegung", es sei denn, es geht gegen den Bankengott. Die allermeisten Politiker wollen Freund der Kirchen und der muslimischen Gemeinden sein, auch im Osten, wo die einen in der Minderheit, die anderen gar nicht vorhanden sind.

Adolph Hoffmann

Viele derjenigen, die sich für Glaubensfreiheit und einen säkularen Staat eingesetzt haben, sind in Vergessenheit geraten. Wen kann man in Deinem Buch wiederentdecken?

Abgesehen davon, dass wir nicht genau sagen können, ob jemand wirklich standesamtlich dissidentisch war, wird auf sehr viele Dissidentinnen verwiesen, so Lily Braun, Grete Meisel-Heß, Helene Stöcker u.v.a.; auf unbedingt einen ist zu verweisen, dem der HVD endlich ein Denkmal setzen sollte: Rudolph Penzig; Max Henning, den „Sekretär" des Weimarer Kartells und Übersetzer von 1000 und eine Nacht; 2012 hätten wir zwei „personale" Anlässe zu Feierlichkeiten aus Anlass des 100. Todestags des Fabrikanten und Dichters Arthur Pfungst, der das Weimarer Kartell und die erste freie, humanistische Akademie initiierte und des Gymnasialdirektors August Döring, der in Berlin die Volksbibliotheken beförderte. Aber wir haben nächstes Jahr auch 100 Jahre Bund der Konfessionslosen.

Gibt es auch überschätzte Dissidenten?

Ein solches Urteil hätte eine entsprechende Forschung zur Ursache. Ich sehe keinen überschätzt, eher alle unterschätzt.

Was war das Hauptproblem der säkularen Bewegung damals? Warum hat sie sich nicht durchsetzen können und was können wir heute daraus lernen?

Es war wohl wie heute: Selbstüberschätzung in jeder Hinsicht. Was sich säkular durchsetzte, schrieben sie auf ihre Fahnen, doch war vieles davon ein Produkt der Moderne. Als die Revolution kam und Adolph Hoffmann die Staat-Kirche-Trennung verfügte – einfach nur das Erfurter Parteiprogramm umsetzte – meinten sie, wenn sie nur riefen, stünde das ganze Volk gegen die Kirchen auf. Das will ich auf einen Kern bringen: Ihre Funktionäre waren im Großen und Ganzen unfähig einzusehen, was das Volk am Glauben und an den Kulten hat, und dass da Aufklärung noch keinen Ersatz schafft. Auf heute bezogen: Humanistische Bewegungen, die nicht über Volkshumanismus nachdenken und nicht ahnen, wie humanistisch die Leute sind, denen sie gegenüber treten und sie deshalb verprellen mit Vorwürfen des „Humanismus light" – wie und warum sollen die, die schon konfessionsfrei sind, zu unseren Lichtvereinen finden?

Humanistische Prinzipien haben sich heute weitgehend gesellschaftspolitisch etabliert. Dennoch schwebt über den organisierten Humanisten das Damoklesschwert der Demografie. Junge Menschen bleiben den Verbänden fern. Woran liegt das?

Zunächst: Humanistisch ist eine Wertung. Da wäre schon zu fragen, was an einer Haushaltspolitik zu Lasten der nachfolgenden Generationen humanistisch ist. Da schweigen wir, ehe auch bei uns gekürzt wird.

Menschen finden, das zeigt die Geschichte, zu unseren Organisationen, wenn wir ihnen bei ihren Lebensbedürfnissen helfen. Doch was sind ihre humanistischen Nöte und Fragen? Nie wieder wird es freidenkerische Massenorganisationen geben, werden Massen zu uns strömen. Sie verlassen ja auch die Kirchen. Erlebniskultur finden junge Leute woanders besser als bei uns. In dem Buch Humanismus und junge Generation ist ein schöner Aufsatz von Helmut Richter über Demokratie und Erfolg der Freiwilligen Jugendfeuerwehr. Den empfehle ich zur Lektüre.

Was die politisch aktiven Dissidenten betrifft, so waren sie entweder sehr jung (und wir begegnen ihnen später wieder) oder älter und wollten es sich und andren noch mal zeigen. Letzteres scheint die aktuelle Lage. Die Jungen sind eher marginal. Für das, was sie wollen, brauchen sie uns in der Regel nicht. Das ist kein demografisches Problem: Jugend gibt es nicht nur genug für alle, sondern „Jugend" ist selbst ein Kult.

Horst Groschopp

Horst Groschopp leitet die Humanistische Akademie Deutschlands

Dissidenten ist für Dich nicht einfach nur ein Buch, sondern auch ein Stück Biografie. Ist es auch ein Stück später Triumph, dass sie nun noch einmal erscheinen?

Alle Autoren sind eitel, sonst würden sie nicht zwanghaft schreiben in der Hoffnung, dass ihr Zeug jemand liest und etwas daraus lernt. Das ist ein Markt der Ideen. Dann gibt es aber noch Zitiergemeinschaften, da ist man drin oder nicht. Die Dissidenten entstanden zwischen 1994 und 1996 während meines Lehrverbotes an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo ich seit 1971 am Institut für Kulturwissenschaft, zuletzt als Hochschullehrer, angestellt war. Es ging darum, meine Entlassung wegen „Mangel an Bedarf" zu erzwingen, was dann auch Ende Januar 1997 gelang, als die Dissidenten fertig waren. Jedenfalls bekam ich davor viel Forschungszeit und noch ein Gehalt, das unbeschwertes Arbeiten und einen deftigen Druckkostenzuschuss ermöglichte. Die neuen Dissidenten kosten und bringen mir zwar auch kein Geld, aber wer freut sich nicht über eine 2. Auflage?

Du bist 1994 dem HVD beigetreten. Du zitierst im neuen Vorwort die Auffassung von Klaus Sühl, dem Gründungsvorsitzenden des HVD, der Dein Buch rezensierte, dass Kultur keine Perspektive für die Freigeister biete. Was meinst Du heute zu diesem Urteil?

Ich kannte den Politikwissenschaftler Sühl ja schon länger aus der deutsch-deutschen Arbeiterkulturforschung und weiß, dass er die Crux vieler meiner Thesen für den HVD erkannte, die letztlich in einer kulturellen Strategie besteht. Das habe ich dann in den Heften 1-3 von humanismus aktuell 1997/98 ausgeführt. Jedenfalls meinte Sühl, dass die Freidenkerei mit einem Kulturkonzept nicht zu retten sei. Ich bin da durchaus seiner Meinung, nicht nur, weil wir nicht sehr kulturell aufgestellt sind, sondern auch, weil Kultur anders, nämlich schlechter und konkurrenzreicher gefördert wird als Religion oder Weltanschauung.

Aber jetzt kommt ein großes Dennoch: Humanismus ist eine Kultur. Das ist unser Schicksal. Wir haben als HVD diese Weltanschauungsstrategie vor allem wegen des Grundgesetzes Art. 140 i.V.m. Art. 137 Abs. 7 WRV, weil die alte laizistische Linie historisch hierzulande gescheitert ist, sich unser Verhältnis zum Staat änderte, dieser nach dem Subsidiaritätsprinzip verfährt und die öffentliche Hand nicht mehr alles selbst macht.

Doch die Sache mit der Weltanschauungsgemeinschaft, die ich selbst ja bis zum Exzess in meiner Amtszeit als Präsident des HVD durchdekliniert habe, zwingt zur durchaus offen verstandenen Konfessionalität, führt weg von einem, wenn man so will, Kulturhumanismus in Kontrast zu Kulturprotestantismus, Kulturkatholizismus, Kulturjudentum, Kulturislam usw. Die andren wollen nicht von den Privilegierungen lassen, bleiben Kirche, werden wie Kirche. Sie zwingen uns, Weltanschauungsgemeinschaft zu sein, wenn wir erfolgreich sein wollen, obwohl schon der Begriff ein deutsches Trauma ist.

Diese Situation markiert die Lage innerhalb und außerhalb des „säkularen Spektrums". Etwas versteckt, in der Festschrift zu Horst Herrmanns 70. Geburtstag (Lieber einen Knick in der Biographie als einen im Rückgrat), sind für alle, die lesen können, die „säkularen" Grundkonzepte, wie sie nun mal vorliegen, ausgeführt: Frerk, Matthäus-Maier, Groschopp (detaillierte Rezension hier nachzulesen). Ich mache darauf aufmerksam, dass das Konzept des HVD zwar auch aus der Dissidenten-Geschichte heraus gesehen stimmig ist, aber seine Zukunft davon abhängt, ob das jemand macht und möchte. Ob das Leute bewegt, dem Laden beizutreten und damit durchaus auch berufliche Zukunft zu verbinden. Das halte ich noch nicht für entschieden. Gründe zur Euphorie gibt es keine.

Ich denke, das auf der kommenden Laizismus-Tagung der Akademie über so etwas geredet werden wird. Ich jedenfalls werde zum Kulturkonzept etwas sagen, mit dem ich mit den Dissidenten einmal angetreten bin.