Direkt zum Inhalt

Presseschau: Skeptical Inquirer

Druckversion
Der Skeptical Inquirer ist das englische Gegenstück zum Skeptiker. „The magazine for science and reason“ behandelt in seiner aktuellen Ausgabe Themen wie den angeblichen Mord an Vincent Van Gogh, die Überführung eines Mediums wegen sexueller Ausbeutung und den Skeptizismus in der Kunst. Es wird vom Committee of Skeptical Inquiry herausgegeben.
Mittwoch, 10. Oktober 2012
Skeptical Inquirer 10/2012

Skeptical Inquirer

Kunst und Skeptizismus ist ein großes Thema, daher ist es auch das Titelthema der aktuellen Ausgabe des Skeptical Inquirer. Es befasst sich u.a. mit dem berühmten Bild Nighthawks von Edward Hopper und der Existenz einer echten Vorlage zu diesem Bild, mit der Ergänzung von Kunst und Wissenschaft, dem kognitionswissenschaftlichen Phänomen des Bestätigungsfehlers und seiner Relevanz für die Kunst. Darüber hinaus ergänzen Ausführungen zur Band von Traumatosis das Titelthema. Die Musikgruppe setzt sich kritisch mit der Thematik Cold Reading auseinander.

Ein weiterer Artikel in dem Magazin behandelt die Verleihung des Robert P. Balles annual Prize in Critical Thinking. Im Jahr 2011 ging der Preis an den Psychologen Richard Wiseman für sein Buch Paranormality: Why we see what isn't there. Darin betrachtet der Psychologe nicht nur paranormale Behauptungen und angebliche Begebenheiten und widerlegt die Behauptungen, sondern zeigt dem Leser auch, wie leicht man getäuscht werden kann. Es beinhaltet einige Do-It-Yourself-Aktivitäten, bei denen man Grundlagen der Arbeitsweise z.B. von Medien lernt und in den Erfahrungen, die das Buch mitteilt, durch die Vermittlung dieser Grundlagen teilhaben kann.

Richard Wiseman ist sich einer Sache ganz sicher: Paranormale Phänomene existieren nicht. Jedoch gibt die Forschung in den Bereichen der Telepathie, des Wahrsagens oder außerkörperlichen Erfahrungen einen bemerkenswerten Einblick in unsere Gehirne, unser Verhalten und unseren Glauben.

Auch wenn es zum Titelthema gehören könnte, widmet der Skeptical Inquirer der Frage, ob der weltberühmte holländische Maler Vincent van Gogh wirklich an einem Selbstmord starb einen eigenen Beitrag. Ausgangspunkt ist ein im vergangenen Jahr in den USA publiziertes Buch, welches sich mit dem angeblichen Mord an Van Gogh befasst (Steven Naifeh, Gregory White Smith: Was Vincent van Gogh Murdered?). Es erzählt die Story von dem Mord an Van Gogh durch einen oder mehrere Jugendliche. Dies sei geradewegs ausgeschlossen, so der Autor des Textes. Das Prinzip von Ockhams Skalpell besagt, dass die Hypothese, welche die wenigsten Annahmen beinhaltet, meistens die korrekte Hypothese ist. In den Geschichtsbüchern wurde festgehalten, dass sich der Künstler im Jahr 1890 angeschossen hat und wenige Tage später infolge seiner Verletzung starb. Da Vincent van Gogh aussagte, dass er die Verletzung beabsichtigt hatte, um sich selbst zu töten, sei die Idee, er könnte ermordet worden sein, sehr weit hergeholt. Wenn man sich die Annahme der Autoren des Buches anhört, dass er diese Aussage nur machte, um seine Ermordung zu vertuschen, dann rückt deren Hypothese noch weiter aus dem Bereich des Möglichen.

Undurchsichtig und nebelig, aber auch unglaublich komisch, sind die Top Ten Alien Mug Shots (also die besten zehn Alien-Aufnahmen), welche in dem Magazin zu sehen sind. Der Artikel, welcher dazu verfasst wurde, begleitet die Top-Ten-Liste der seltsamsten Fotografien von angeblichen Außerirdischen, die meistes eher wie verschwommene oder verkleidete Menschen aussehen. Die Fotos gehen zurück bis ins Jahr 1930. In einem Kommentar führt Paranormalitäts-Prüfer Massimo Polidoro die Bilder ein und erklärt Hintergründe.

Den Skeptical Inquirer können Sie hier direkt beziehen.