Direkt zum Inhalt

Studie: Atheismus weltweit auf dem Vormarsch

DruckversionEinem Freund senden
Freitag, 1. Juni 2012
Leere Kirche

© Thomas Hummitzsch

Im April veröffentlichte eine Forschungsgruppe um den Soziologen Tom W. Smith von der Universität Chicago die Ergebnisse einer Studie, aus denen hervorgeht, dass der Gottesglaube bei jüngeren Menschen fast überall auf der Welt zurückgeht. Grundlage der Untersuchung Beliefs about God across Time and Countries waren die Daten des internationalen Erhebungsverbunds International Social Survey Program (ISSP), der 1991, 1998 und 2008 in bis zu 42 christlich geprägten Ländern das Ausmaß der Religiosität erfragte. Die neuen und die alten Bundesländer wurden dabei getrennt erfasst, mit dem kuriosen Ergebnis, dass den jüngsten Zahlen zufolge Ostdeutschland das atheistischste Land weltweit ist. Über 52 Prozent der befragten Ostdeutschen gaben an, nicht an Gott zu glauben. Es folgen die Tschechische Republik (40 Prozent) und Frankreich (23 Prozent). Die alten Bundesländer liegen mit 10 Prozent Atheisten im mittleren Bereich. Wachsenden Gottesglauben konnten die Wissenschaftler in den letzten 20 Jahren nur in Israel, Russland und Slowenien feststellen. Abgesehen von Israel stellten die Wissenschaftler fest, dass der Gottesglaube bei den jüngeren Befragten deutlich geringer ist als bei den älteren Generationen.