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Pierre Galand ist neuer EHF-Vorsitzender

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Der belgische Politologe und Philosoph Pierre Galand ist der neue Vorsitzende der EHF. Er löst damit den Briten David Pollock ab, der der EHF in den letzten sechs Jahren vorstand.
Mittwoch, 30. Mai 2012
Pierre Galand

Die Delegierten auf der Generalversammlung der Europäischen Humanistischen Föderation (EHF) wählten am Wochenende in Utrecht den 71-jährigen Soziologen, Politologen und Philosophen Pierre Galand aus Belgien zu ihrem neuen Vorsitzenden. Galand war als stellvertretender EHF-Vorsitzender die rechte Hand des bisherigen Vorsitzenden David Pollock, der bereits im Frühjahr angekündigt hatte, nicht erneut für den Vorsitz zu kandidieren. Pollock will sich künftig wieder verstärkt bei den britischen Humanisten engagieren.

Galand hat sich in der Vergangenheit vor allem in Fragen der Entwicklungszusammenarbeit engagiert und unterstützte verschiedene soziale Bewegungen. Insbesondere sein Engagement für einen palästinensischen Staat, Galand ist einer der Organisatoren des sog. Russell-Tribunals zu Palästina, brachte ihm auch zahlreiche Kritik von pro-israelischen Organisationen ein. Zwischen 2003 und 2007 vertrat der die frankophonen Sozialisten als Senator. Seit sechs Jahren hat Galand die Präsidentschaft der belgischen Laizisten Centre d'Action laique (CAL) inne. Die Organisation setzt sich in Belgien einerseits für die Trennung von Staat und Kirche ein und fordert andererseits die gleichberechtigte Finanzierung von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften.

Der Schwede Staffan Gunnarson wird weiterhin als stellvertretender Vorsitzender agieren. Den zweiten stellvertretenden Vorsitz besetzt künftig die Präsidentin des Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften (DFW) in Deutschland, Renate Bauer.

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