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Irland: Erfolg für Humanistische Hochzeiten

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Freitag, 1. Juni 2012

Die irische Regierung hat Anfang Mai eine Gesetzesnovelle zustimmend an das Parlament weitergeleitet, wonach dem Humanistischen Verband in Irland das gleiche Recht, Hochzeiten durchzuführen, zugesprochen werden soll, wie den Kirchen. Künftig sollen neben religiösen auch „philosophische oder nicht-konfessionelle" Körperschaften und Organisationen Eheschließungen vornehmen können. In dem Gesetzentwurf wird der Humanistische Verband Irlands als nicht-konfessionelle Organisation, die von dem Gesetz profitieren könnte, genannt. Die irischen Humanisten haben in den vergangenen Jahren über 150 Eheschließungen vorgenommen. Allerdings waren diese bislang nicht rechtlich bindend, da laut Gesetz nur Beamte und kirchliche Institutionen rechtsgültige Trauungen vornehmen können. Rechtsverbindliche humanistische Hochzeiten gibt es bislang nur in Schottland. Die britischen Humanisten versuchen aktuell, ihre Zeremonien auch in England und in Wales anerkennen zu lassen. In Deutschland besteht eine vor dem Gesetz gültige Eheschließung ausschließlich in einer standesamtlichen Hochzeit. Weder humanistische noch kirchliche Trauungen besitzen in Deutschland rechtliche Verbindlichkeit.