Direkt zum Inhalt

Humanismus und Frieden

Druckversion
Kongress der Internationalen Ethischen und Humanistischen Union (IHEU) in Oslo vom 12. - 14. August 2011
Donnerstag, 18. August 2011
Welthumanistenkongress 2011 Oslo

Welthumanistenkongress 2011 in Oslo

Das Treffen von Humanistinnen und Humanisten aus 50 Nationen stand unter dem Eindruck der Morde in Oslo vor wenigen Wochen. So bekam auch das Kongressmotto eine schreckliche Aktualität. In ihren Einleitungsworten zitierte die Vorsitzende des norwegischen Verbandes in tiefer Trauer und mit bewegender Stimme den Beginn der Menschenrechtserklärung. Sie bezeichnete diesen Text zu Recht als den poetischsten, den sie kenne.

In vielen Veranstaltungen wurden die Dilemmata diskutiert, mit denen sich die Humanistischen Verbände beschäftigen. „Kann es einen gerechten Krieg geben?"; „Ist der Einsatz von Waffen legitimiert um Freiheitsrechte zu erkämpfen?" oder „Sollen wir humanistische Berater/-innen in die Armee senden?"

Johan Galtung, der renommierte Friedensforscher, sprach ebenso zu diesen Themen wie Taslima Nasrin, der UN-Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit Prof. Heiner Bielefeldt und Peter Eigen von der Organisation „Transparency International".

Im Anschluss an den Kongress wurde die „Osloer Erklärung zum Frieden" verabschiedet sowie Resolutionen zu den Themen „Beratung von nicht-religiösen Militärangehörigen" und zur „Korruptionsbekämpfung" beschlossen.

Die Texte werden in Kürze auf den IHEU.org Seiten im Internet nachzulesen sein. Schon jetzt können einzelne Reden als Videofilme auf der Website des Human-Etisk Forbund angesehen werden.