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EHF fordert liberalen Umgang mit Drogen

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Donnerstag, 1. März 2012

Die Europäische Humanistische Föderation (EHF) hat sich in einem Positionspapier für eine liberalere Drogen-Politik ausgesprochen. Sie reagiert damit auf ein Papier der Europäischen Kommission, in dem die Justizkommissare ein entschlosseneres Vorgehen gegen Drogenhandel und -konsum fordern (COM (2011) 689/2). Dieser repressive Weg habe sich bereits in den vergangenen Jahren als falsch erwiesen. Er habe weder zu einer drogenfreien Welt noch zu weniger Drogenkonsum geführt, erklärte die EHF im Januar. Es brauche daher einen liberalen Umgang mit Drogen, der die gesellschaftlichen und individuellen Gefahren des Drogenkonsums weder unter- noch überschätze und dem Einzelnen mehr Eigenverantwortung zubillige. Konkret fordert die EHF die Ausarbeitung einer neuen Strategie, die eine Reduzierung der Strafen bei Drogenkonsum sowie eine öffentlich kontrollierte Ausgabe von Drogen und sauberen Spritzen an Süchtige vorsieht. Nur so könne der Schwarzmarkt effektiv bekämpft werden. Zugleich solle die Aufklärung über die Folgewirkungen von Drogenkonsum sowie die medizinische Unterstützung und gesellschaftliche Reintegration von Süchtigen verstärkt werden.
→ www.humanistfederation.eu