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Atheisten und Agnostiker sind Teil Irlands

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Irische Präsidentin Mary McAleese betont weltanschauliche Toleranz in Irland
Dienstag, 7. Juni 2011
Irische Fahne

Die irische Präsidentin Mary McAleese hat am vergangenen Wochenende im Rahmen der Gedenkkonferenz Religious Freedom, East and West (dt. Religiöser Frieden, Ost und West)die weltanschauliche Toleranz Irlands betont. Trotz der religiös umkämpften irischen Vergangenheit sei das moderne Irland eine "Familie, die zugleich katholisch, protestantisch, agnostisch, atheistisch, islamisch und jüdisch" sei und damit Heimat für Menschen aller Glaubensrichtungen und der Nichtgläubigen. Sie ergänze laut einem Bericht der Irish Times, dass es bei allen Konflikten darum gehe, dass das Anerkennen von Unterschieden verweigert würde.

Das Elend dieser Realität erlebten Generationen in Irland und vor allem in Nordirland, wo die Dämonisierung des einen Nachbarn durch den anderen entlang konfessioneller Linien untermauert wurde von einer Kultur der Nicht-Akzeptanz des Rechts des jeweils anderen, anders zu glauben und sich anders zu verhalten.

In Irland gehören mehr als 85 Prozent der Bevölkerung zur römisch-katholischen Kirche, etwa 3 Prozent sind protestantisch und knapp 4,5 Prozent der Iren gehören keiner Konfession an.

Die interreligiöse Konferenz fand im Gedenken für den im Juni 2007 in der irakischen Stadt Mosur ermordeten Priester Ragheed Ganni statt, der nach einer Messe erschossen wurde.