Direkt zum Inhalt

Stuttgart: Humanisten laden zu philosophischem Arbeitskreis ein

Druckversion
Streitfälle der Alltagsmoral, aktuelle ethische Fragen oder einzelne Philosophien sollen im Mittelpunkt des Angebots stehen.
Samstag, 19. Januar 2013
Cover

Am 6. Februar lädt der Stuttgarter Ludwig Lauer von den Humanisten Württemberg Nach-, Weiter- und Mitdenker zum ersten Philosophischen Arbeitskreis ein. Lauer hofft, den Gesprächskreis künftig als ein Forum für die regelmäßige Diskussion von Themen aus humanistischer Perspektive in der Landeshauptstadt bekannter zu machen.

Inhaltlich seien die Grenzen der Inhalte des Forums, der das antike Symposion zum Vorbild habe und im Humanistischen Zentrum Stuttgart stattfindet, weit gesteckt. Um Streitfälle der Alltagsmoral, aktuelle ethische Fragen wie etwa zur Suizidhilfe oder der Präimplantationsdiagnostik wie auch einzelne Philosophien selbst kann es sich bei den Diskussionen des Arbeitskreises drehen. Geplant ist, sich dabei an bekannteren Werken populärwissenschaftlicher Literatur wie etwa von Richard David Precht („Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“) oder Kurt Bayertz („Warum überhaupt moralisch sein?“) zu orientieren. Lauer: „Die vertiefende Lektüre philosophischer und verwandter Texte ist damit natürlich nicht ausgeschlossen.“

„Seit Jahrtausenden setzen wir Menschen  uns auseinander mit unserer eigenen Existenz und dem gesamten Dasein. Dabei nutzen wir zwei Wege, die sich schon mal berühren oder auch kreuzen: Religion und Philosophie bzw. Wissenschaft“, so Lauer. Während der erste Weg oft in „immenses Leid“ führe, verhelfe „der zweite schließlich zu dem, was wir Humanisten Fortschritt nennen.“ Und so sei es wichtig, am Weg des Fortschritts festzuhalten. Lauer: „Auch wegen der Gefahren, die uns von einigen Menschen auf dem ersten Weg drohen.“

Ein ähnliches Angebot gibt es bereits woanders. In der sächsischen Landeshauptstadt Dresden betreiben Humanistinnen und Humanisten seit längerer Zeit eine „Philosophische Werkstatt“, aus der unter anderem monatlich die beliebte Radiosendung „DenkZeit. Die philosophische Selbsthilfe“ hervorgeht.