Direkt zum Inhalt

Neues Bundestreffen der SPD-Laizisten im November

Druckversion
Am 3. November 2012 soll in Berlin das nächste Bundestreffen der Laizistinnen und Laizisten in der SPD stattfinden. Das kündigte Nils Opitz-Leifheit, Sprecher der sozialdemokratischen Laizistinnen und Laizisten, am Montag an. Auf der Agenda des Treffens steht unter anderem die Verabschiedung einer Resolution gegen Mystizismus und unwissenschaftliche Arbeit an staatlich finanzierten Hochschulen.
Montag, 15. Oktober 2012

Im Vorfeld der Antragsberatung wird die SPD-Politikerin Ingrid Matthäus-Meier ein Referat zum kirchlichen Arbeitsrecht in Deutschland und der Kampagne gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz halten, die in diesem Jahr vom Internationalen Bund der Atheisten und Konfessionslosen initiiert wurde.

Im Mittelpunkt des kommenden Bundestreffens in Berlin werden neben der Neuwahl der Sprecherinnen und Sprecher der SPD-Laizisten diverse Anträge stehen, die sich zum kirchlichen Arbeitsrecht und dem Laizismus in Deutschland äußern wollen. Vorgesehen ist außerdem die Verabschiedung einer „Resolution zur Ablehnung von Mystizismus und unwissenschaftlicher Arbeit an staatlichen und vom Staat finanzierten Hochschulen“. Eine Erklärung, die sich ebenfalls mit diesem Thema befasste, wurde vor einigen Monaten im Zuge der sechsten Welt-Skeptiker-Konferenz in Berlin verabschiedet.

Die Resolution besagte, dass in Deutschland und international tätige Skeptiker-Organisationen „tief besorgt über die wachsende Toleranz, Akzeptanz und sogar Förderung von pseudowissenschaftlichen und okkulten Ideen und Praktiken in Wissenschaft, Hochschule und Bildung“  seien und forderte unter anderem dazu auf, zu den Standards guter wissenschaftlicher Praxis zurückzukehren. „Bei öffentlich geförderten Institutionen ist es zusätzlich von zentraler Bedeutung, dass Steuergelder nicht zur Unterstützung von  Pseudowissenschaften oder Ideologien verwendet werden.“

Ferner ist schließlich geplant, im Rahmen des Bundestreffens eine Erklärung zur religiös motivierten Beschneidung von Jungen zu diskutieren und zu verabschieden.