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Meldungen

New Humanist 1-2012
Mittwoch, 15. Februar 2012

Unter dem Titel Sie vertrauen auf Gott untersucht Abby Ohlheiser die Chancen der republikanischen Kandidaten, am 6. November gegen den amtierenden Präsidenten Barack Obama (Demokraten) gewinnen zu können. Ohlheiser schwingt sich nicht dazu auf, aus dem ursprünglichen Herausfordererfeld mit Rick Santorum, Ron Paul, Mitt Romney und Newt Gingrich sowie den inzwischen aus dem Wettrennen ausgeschiedenen Kandidaten Rick Perry, Herman Cain, Michele Bachmann und John Huntsman den potentiellen Herausforderer Obamas zu prophezeien. Aber ihrer Analyse der Anleihen und Unterstützer aus dem religiösen Spektrum ist höchst interessant und es mangelt ihr keineswegs an Aktualität.

International HUMANIST NEWS - Dezember 2011
Montag, 6. Februar 2012

Die fünf Autoren nähern sich in ihren Beiträgen dem Thema aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Am spannendsten ist dabei zweifellos der Artikel des UNESCO-Delegierten von IHEU, Sam Ayache, der eine ebenso demokratische wie humanistische Antwort auf das Phänomen der Migration fordert. Migration müsse heute vielmehr als „menschliche Mobilität" verstanden werden, die weltweit innerhalb von Staaten sowie über Länder und Kontinente hinweg stattfinde und vor allem wirtschaftliche Ursache habe. Eine humanistischer Umgang mit Migration müsse daher vor allem auf dem Prinzip der Nicht-Diskriminierung basieren, fordert Ayache, um Arbeitskräften unabhängig von ihrer Herkunft die gleichen Chancen und Möglichkeiten einzuräumen. Die Sphäre der kulturellen Rechte hält Ayache hingegen nicht für relevant, wenn es darum geht, eine humanistische Perspektive zum Umgang mit Migration zu finden.

Sceptical Inquirer 1-2012
Montag, 23. Januar 2012

Eine Antwort auf die Frage, wie man mit dem Fleischhunger einer wachsenden Weltbevölkerung umgehen kann, liegt sicherlich im Verzicht auf Fleisch, wie es in unserer aktuellen Ausgabe empfohlen wird. Doch ob das reicht, um die gravierenden Folgen der Fleischproduktion für Mensch und Umwelt zu lindern, ist fraglich. In-Vitro-Fleisch – so könnte die zweite Antwort auf die Frage lauten. Dieser Ansicht ist zumindest der Autor eines gleichnamigen Beitrags in der aktuellen Ausgabe des Skeptical Inquirer, Kenneth W. Krause. Krause meint, dass In-Vitro-Fleisch die nahrungsproduzierenden Industrie revolutionieren könnte, macht aber auch deutlich, dass bis dahin noch einige Probleme zu lösen sind, für die es vor allem eines braucht – ausreichende Forschungsgelder.

MIZ 4-2011
Freitag, 20. Januar 2012

Darf man einen Text über ein Magazin mit den gleichen Worten beginnen, wie das Magazin selbst? Die Frage liegt bei der aktuellen Ausgabe der Materialien und Informationen zur Zeit (MIZ) nahe. Denn den Schwerpunkt Frauen und Religion leitet MIZ-Redakteurin Daniela Wakonigg natürlich mit Goethe ein. „Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?“ – in Goethes Faust von Gretchen an Faust gerichtet, wird nun an die Frauen selbst gerichtet.

Videokampagne HSS
Donnerstag, 15. Dezember 2011

Wie bringt man Menschen humanistische Werte wie Gleichheit, Toleranz, Fairness, Vernunft oder Leidenschaft nahe? Die schottischen Humanisten (HSS) machen es aktuell vor. In neun Videos erklären Humanisten aus ganz Schottland, welcher humanistische Wert für sie am wichtigsten ist, was für eine Position sie in Fragen des Umweltschutzes einnehmen, welche Rolle religiöse und moralische Erziehung in öffentlichen Schulen spielen sollte, wie Sektenwesen und Okkultismus ein Ende bereitet werden kann, warum sie die Homo-Ehe befürworten oder für den ärztlich assistierten Suizid eintreten und wie sie ihr persönliches Glück verfolgen.

Europäische Gruppe für Ethik
Donnerstag, 15. Dezember 2011

Freidenker aus ganz Europa trafen sich bereits Ende September/Anfang Oktober in Barcelona, um im Rahmen einer wissenschaftlichen Konferenz eine Position zur Bioethik zu entwickeln. In dem gemeinsam entwickelten Positionspapier sprechen sich die Freidenker gegen die religiös-dogmatische Ausrichtung staatlicher Politik aus.

Skeptiker 4-2011
Dienstag, 13. Dezember 2011

Bei manchen Eltern sind er inzwischen zum Godfather der besseren, kindgerechteren Pädagogik geworden – Rudolf Steiner, Begründer der Anthroposophie und Erfinder der Eurythmie. Der Gründer der Waldorf-Pädagogik erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit, trotz des dezidierten Rassismus und der sozialdarwinistischen Ausrichtung (im Stile eines Ernst Haeckel) in seinen Schriften. Nun mögen Schriften Schriften sein, zumal wenn es sich um historische handelt. Was hat es aber auf sich mit der Waldorferziehung? Die Zeitschrift für Wissenschaft und kritisches Denken, Skeptiker, hat sich der „Versteinerten Erziehung" zugewandt und Steiners Pädagogik einer gehörigen Kritik unterzogen.

Karlheinz Deschner
Donnerstag, 8. Dezember 2011

Der Kirchen- und Religionskritiker Karlheinz Deschner, dessen auf zehn Bände angewachsene Kriminalgeschichte des Christentums zur Pflichtlektüre eines jeden Atheisten gehört, wurde nun als Künstler geehrt.

Grundschule Fürth
Donnerstag, 1. Dezember 2011

Anfang Oktober bezogen die Humanisten in Bayern feierlich eine zweite Geschäftsstelle in Fürth. Zur Einweihungsfeier der neuen Räume in der Geleitsgasse 6 waren viele Gäste gekommen, darunter Oberbürgermeister Thomas Jung, Sozialreferentin Elisabeth Reichert sowie einige Stadträte.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

In den Koalitionsverhandlungen nach den Abgeordnetenhauswahlen haben sich SPD und CDU auf eine Novelle des Berliner Richtergesetzes geeinigt. Medienberichten zufolge soll das religiöse Bekenntnis wieder in den Mittelpunkt rücken und der Gottesbezug als Regelfall im Gesetz verankert werden. Erst im Juni dieses Jahres war eine neue Fassung in Kraft getreten, die das Bekenntnis der Richter zu Verfassung und Gesetz in den Mittelpunkt stellte. Eine religiöse Beteuerung muss vom zu vereidigenden Richter seither explizit gewünscht werden, der Standardtext des Eides sieht eine solche nicht vor.

Alexander Rabe
Donnerstag, 1. Dezember 2011

Die bisher unter dem Namen HVD-Nürnberg K.d.ö.R. aktiven Humanisten in Bayern haben sich mit der Jahreshauptversammlung am 22. Oktober in HVD Bayern K.d.ö.R. umbenannt. Hintergrund ist die bayernweite Ausrichtung der Aktivitäten des Verbandes.

Haus Weitblick
Donnerstag, 1. Dezember 2011

Die Giordano Bruno Stiftung (gbs) ist im Oktober von Mastershausen in ihr neues Domizil nach Oberwesel ins Mittelrheintal gezogen. Stiftungsgründer und Mäzen Herbert Steffen hat der Stiftung die gesamte untere Etage des sog.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Vom 25. – 27. Mai 2012 veranstaltet der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) gemeinsam mit der Atheist Alliance International (AAI) eine Europäische Atheistische Konferenz. Atheisten aus Europa und aller Welt werden sich über nationale, regionale und globale „Perspektiven des Atheismus" austauschen.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Ende Oktober legte ein Österreicher mit Unterstützung der Initiative Religion ist Privatsache beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) eine Beschwerde gegen die Bestimmung des Niederösterreichischen Kindergartengesetzes vor, wonach in öffentlichen Kindergärten Kreuze anzubringen sind, ein.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Ein Franzose hat vor dem Bezirksgericht in Coutances (Normandie) Anfang Oktober erreicht, dass die von seinen Eltern veranlasste Kindstaufe aus den Kirchenregistern gestrichen wird. Die katholische Ortskirche hatte den Namen des Mannes nach seinem Austrittsersuchen mit der Bezeichnung Exkommunikation versehen. Der Mann klagte gegen diese Apostasie und forderte die Streichung der ihn betreffenden Angaben. Dabei berief er sich auf sein Recht auf Privatsphäre nach Artikel 9 des französischen Code Civil.

Stammzellen
Donnerstag, 1. Dezember 2011

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat im Oktober entschieden, dass auf Verfahren mit menschlichen Stammzellen kein Patent ausgestellt werden dürfe.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Ein in Amerika registriertes Netzwerk von Missbrauchsopfern der katholischen Kirche (SNAP) und die amerikanische Menschenrechtsorganisation Center for Constitutional Rights (CCR) haben Ende September Anzeige gegen Joseph Ratzinger und drei Kardinäle vor dem Internationalen Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag erstattet.

Israel
Donnerstag, 1. Dezember 2011

Der 81-jährige israelische Schriftsteller Yoram Kaniuk hat an einem Bezirksgericht in Tel Aviv durchgesetzt, dass er im Innenministerium – geführt vom religiösen Minister Eli Jischai – als „religionslos" bzw. als jüdischer Israeli „ohne Religion" registriert werden muss. Man könne zur jüdischen Nation gehören, ohne zugleich der jüdischen Religion anzugehören, bestätigte der Richter Kaniuks Ansinnen.

MIZ 3-2011
Donnerstag, 24. November 2011

Der Berliner Theologieprofessor Rolf Schieder warnt angesichts der „neuen Religiosität der Parteien" vor einer Instrumentalisierung des Religiösen. Diese führe zu einer „neuen Form der Symbolpolitik", liest man in der aktuellen Ausgabe der Materialien und Informationen zur Zeit (MIZ) vom Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA). Wie nah sich Politik und Kirche in der angeblich weltanschaulich neutralen Bundesrepublik Deutschland derzeit sind, ist in der aktuellen Ausgabe des IBKA-Magazins zu lesen.

La Raison November 2011
Dienstag, 22. November 2011

Fünf Monate nach Veröffentlichung befassen sich die französischen Freidenker in ihrer November-Ausgabe mit dem sog. Cloyne-Report, der den systematischen Missbrauch von Kindern unter dem Dach der katholischen Kirche in Irland offenlegte und zu einem Eklat zwischen der irischen Regierung und dem Vatikan sorgte. Irlands Premierministerin Enda Kenny, selbst katholischer Konfession, hatte die Kirche aufs Schärfste kritisiert, der Vatikan hatte seinen Nuntius in Irland zurückgezogen. Diese Rede sowie die Reaktion des Vatikan analysieren die Freidenker Frankreichs in ihrem Magazin. Der Cloyne-Report war nach den sog. Ryan- und Murphy-Berichten bereits der dritte Bericht zum Kindesmissbrauch in Irland, jedoch hatte hier erstmals die katholische Kirche offensiv versucht, die von der Regierung in Auftrag gegebene Untersuchung zu behindern.