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Lesebuch

Cover: 1913. Der Sommer des Jahrhunderts.
Das Jahr 1913, welche Bedeutung hat es im kollektiven Bewusstsein der Welt? Es ist das Jahr vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Florian Illies beweist mit seiner famosen Collage "1913. Der Sommer des Jahrhunderts", dass dieses Jahr mehr ist.
Die Sandelholzstrafe
Den chinesischen Autor Mo Yan hatte kaum einer auf der Rechnung für den Literaturnobelpreis. Seine Bücher erschienen bislang im Unions- und im Insel-Verlag. Sein Roman "Wa" (Frösche) erscheint im kommenden Frühjahr bei Hanser. Sein 2009 im Insel-Verlag verlegter Roman "Die Sandelholzstrafe" gibt einen Einblick in das Universum des chinesischen Schriftstellers.
Stephan Thome: Fliehkräfte
Für seinen Erstlingsroman „Grenzgang“ wurde Stephan Thome vor drei Jahren mit Lorbeeren überschüttet. Der Roman gelangte bis auf die Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Nun ist sein zweiter Roman „Fliehkräfte“ erschienen. Auch dieser hat es auf die Liste der Top-Anwärter für den Deutschen Buchpreis geschafft. Aber warum?
Ernst Augustin_Robinsons blaues Haus
„Die Südsee ist einigermaßen versaut worden, es muss einmal gesagt sein. Schuld haben die Missionare. Nirgendwo auf der Welt, in keinem noch so gottverlassenen Winkel, tragen sich die Damen so hochgeschlossen, so total bedeckt, wie hier, in den einstigen Paradiesen der Bounty und der Seahawk.“ Wo, wenn nicht in der Südsee, verstecken sich die Robinsons unserer Zeit? Dieser Frage geht Ernst Augustin in seinem fantastischen Roman „Robinsons blaues Haus“ nach.
Clemens Setz_Indigo
Eine unheimliche und seltene Krankheit steht im Mittelpunkt des neuen Romans von Clemens J. Setz, dem schreibenden enfant terrible aus Österreich. „Indigo“ ist eine schillernde Spurensuche nach dem Menschlichen im Menschen, ein berührendes Dokument des Scheiterns, eine sarkastische Abrechnung mit der Wissenschaft und Pseudowissenschaft und ein sprachartistischer Seiltanz auf höchstem Niveau. Kein anderer deutschsprachiger Autor vermag mit seiner Muttersprache derart virtuos zu spielen, wie Clemens J. Setz.
Charles Darwin
Don Winslow ist der Krimi-Autor der Stunde. Kaum ein Roman des Amerikaners, der nicht in Windeseile die Bestsellerlisten erklimmt. Das Prinzip in seinen Kriminalromanen hat er Charles Darwin „Entstehung der Arten" entnommen. Erstens: Der Stärkere gewinnt. Zweitens: Nur wer sich anpasst und weiterentwickelt, überlebt!
Ann-Marlene Henning & Tina Bremer-Olszewski: Make Love.

Wie klärt man Jugendliche in einer Zeit auf, in der sie mit sexuellen Botschaften nur so zugeschüttet werden? Diese Frage haben sich die Sexologin Ann-Marlene Henning und die Journalistin Tina Bremer-Olszewski gestellt. Entstanden ist Make Love, ein zeitgemäßes und modernes Aufklärungsbuch, das Jugendliche ansprechen will, „die anfangen Sex zu haben“.

Jürgen Domian: Interview mit dem Tod
Fernseh- und Radiomoderator Jürgen Domian hat sich Gedanken über den Tod gemacht. In einer Art inneren Monolog hat er sich selbst befragt, wie er es mit dem Tod hält. Bei dieser jahrelangen Selbstbefragung ist er den Weg vom gläubigen Christen über den Atheismus zum Agnostiker gegangen. In seinem Buch fordert er nicht nur einen offeneren Umgang mit dem Thema Tod, sondern bekennt sich auch als Befürworter der aktiven Sterbehilfe und der Beihilfe zum Tod. Jürgen Domian hilft mit seinem Buch bei der Beschäftigung mit der eigenen Sterblichkeit, ohne falsche Hoffnungen zu machen.
Michael Pauen
Mit seinem neuen Buch über den empathischen Egoismus ist dem Philosophieprofessor Michael Pauen ein provokanter Titel gelungen, der zum Nachdenken anregt. Allerdings fehlt „Ohne Ich kein Wir – Warum wir Egoisten brauchen“ eine Art Handlungsleitfaden, wie man die Erkenntnisse zum empathischen Egoismus in der Praxis umsetzen kann.
Édouard Levé_Selbstmord
Ein junger Mann geht in den Keller, setzt sich eine Pistole an den Mund und drückt ab. Was von ihm bleibt, sind ein Leben unter dem Eindruck des selbst gewählten Todes und eine Unmenge offener Fragen. Möglichen Antworten spürt Édouard Levé in einer fiktiven Ansprache nach. Sein Roman „Selbstmord“ ist eine aufwühlende Auseinandersetzung mit dem letzten Tabu der Moderne.
Jean-Jacques Rousseau
„Nichts ist mir so unähnlich wie ich selbst, so dass es sinnlos wäre, mich anders als durch meine Mannigfaltigkeit definieren zu wollen.“ Diese Passage hatte der Philosoph, Musiker und Aufklärer Jean-Jacques Rousseau zwar nicht auf sich selbst gemünzt, sie passt aber wie kaum eine andere auf den politischen, gesellschaftlichen und moralischen Denker aus Genf, der heute 300 Jahre alt werden würde.
Wolfgang Herrndorf: Sand
Wolfgang Herrndorf war innerhalb eines Jahres zwei Mal für den Leipziger Buchpreis nominiert. Mit seinem Thriller „Sand", in dem er mit Verfolgungswahn und Gedächtnisverlust spielt, gewann er im Frühjahr den Leipziger Buchmessepreis und ist nun auch für den Deutschen Buchpreis nominiert.
Thomas von Steinaecker: Das Jahr in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen
Thomas von Steinaecker hat einen technisch perfekten Roman geschrieben, der in der staubtrockenen Luft des Versicherungswesens, dem seine tragische Heldin entstammt, erstickt.
Sherko Fatah: Ein weißes Land
Sherko Fatah legt mit seinem neuen Roman „Ein weißes Land" das Psychogramm eines Mitläufers vor, den sein Wille zum Aufstieg von Bagdad bis auf die europäischen Schlachtfelder des 20. Jahrhunderts führt.
Jens Sparschuh: Im Kasten
Jens Sparschuh erzählt in seinem Roman „Im Kasten" von einem Ordnungsfanatiker, der der Imagebroschüre eines schwedischen Möbelhauses entnommen scheint.
Anna Katharina Hahn: Am Schwarzen Berg
Anna Katharina Hahn erzählt in ihrem Provinzroman „Am Schwarzen Berg" vom harmonischen Leben am Rand des Abgrunds.
Zahras Paradise
Das iranische Regime ruft sein Volk an die Wahlurnen. Erinnerungen an die Mutter aller Grünen Revolutionen im Jahr 2009 werden wach. Ein aktueller Comic blickt zurück und ermöglicht einen Blick hinter den Vorhang der iranischen Theokratie.
Precht: Warum gibt es alles und nicht nichts?
Richard David Precht hat einen philosophischen Ratgeber für Kinder herausgebracht.
Stefan Zweig
Heute vor siebzig Jahren ist der große Humanist Stefan Zweig gestorben. Die Werke aus der Hand des aus jüdischem Elternhaus stammenden österreichischen Schriftstellers haben bis heute nichts von ihrer Aktualität eingebüßt.
Mann, Frau, Gehirn
In Nürnberg finden jährlich Seminare zu Themen aus der Gehirnforschung statt. Organisiert werden sie von dem kleinen Museum "turmdersinne". Jetzt ist das Buch des Symposiums aus dem Jahr 2010 erschienen, das sich mit der Frage nach den Geschlechterdifferenzen beschäftigt.