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Lesebuch

David Wagner: Leben
Essayistisch reflektiert David Wagner sein „Leben“ mit einer seine Leber zerstörenden Autoimmunerkrankung und die Auseinandersetzung mit der lebensrettenden Organtransplantation und schwankt dabei zwischen Genialität und Langeweile.
Böttiger_Gruppe 47
Helmut Böttigers „Geschichte der Gruppe 47“ liefert eine profunde Analyse der zunehmenden Verzahnung von Literatur und Medienbetrieb und belegen den immensen Einfluss der Autorengruppe auf die deutsche Nachkriegsliteratur.
Michail Bulgakow: Meister und Margarita
Alexander Nitzberg ist es zu verdanken, dass mit "Meister und Margarita" Michail Bulgakows wichtigster Roman, der zugleich ein Meisterwerk der russischen Avantgarde ist, wiederentdeckt werden kann. Der Roman ist ein Jahrhundertwerk und steht nicht nur aufgrund des faustischen Stoffes mit Goethes "Faust" und Thomas Manns "Doktor Faustus" in einer Reihe.
Michael Schischkin: Briefsteller
Der russische Schriftsteller Michael Schischkin ist einer der größten Stars der zeitgenössischen russischen Literaturszene. Er hat für seine international gefeierten Romane als einziger Autor die drei wichtigsten russischen Literaturpreise erhalten. Für seinen aktuellen Roman eines Briefwechsels zweier jung Verliebter hat er den Literaturpreis „Das große Buch" bereits zum zweiten Mal verliehen bekommen.
Ezra Pound: Die Cantos
Eva Hesse hat sich über ein halbes Jahrhundert mit Ezra Pound und seinem Werk auseinandergesetzt und legt nun erstmals eine deutsche Gesamtausgabe seiner „Cantos“ vor, die der schwingenden Musikalität der Poundschen Verse gerecht wird.
António Lobo Antunes: Der Archipel der Schlaflosigkeit
Maralde Meyer-Minnemann ist zum dritten Mal mit der Übersetzung eines Romans des portugiesischen Schriftstellers António Lobo Antunes für den Übersetzerpreis der Leipziger Buchmesse nominiert. „Der Archipel der Schlaflosigkeit“ ist einmal mehr ein erdrückendes Porträt der faschistischen Diktaturen Südeuropas.
Claudia Ott: 101 Nacht
Claudia Ott legt mit „101 Nacht“ die Vorgänger-Scheherazaden der berühmtesten Märchen des Orients vor, die die arabische Hochkultur im Südeuropa des Mittelalters bezeugen, sondern es auch ermöglichen, den fließenden Übergangen der Scheherazaden zu den großen europäischen Erzählungen nachzuspüren.
Böttiger_Gruppe 47
Die Tagebücher von Hans Werner Richter und Helmut Böttigers Geschichte der Gruppe 47 liefern eine profunde Analyse der zunehmenden Verzahnung von Literatur und Medienbetrieb und belegen Hans Werner Richters immensen Einfluss auf die deutsche Nachkriegsliteratur.
Foto: Intelfreepress / Flickr / CC-BY-SA
Mercedes Bunz jedenfalls nicht. Im Gegenteil: Sie fordert in ihrem Ende November 2012 bei Suhrkamp erschienen Buch „Die stille Revolution“, sich den Herausforderungen der Digitalisierung aktiv zu stellen.
Emmanuel Carrère_Limonow
Im zweiten Teil unserer Literaturempfehlungen am Jahresende lege ich meine Hand dafür ins Feuer, dass sie die Explosivität von Emmanuel Carrères „Limonow“ in den Bann ziehen wird. Es braucht aber nicht unbedingt die Exzentrik eines Revolutionärs, um die Abgründigkeit des Menschen offenzulegen, beweist Julian Barnes in seinen Short Stories. Mit Teju Cole hat in den USA eine neue glänzende Erzählerstimme die Bühne betreten. Und Michael Frayn schreibt den Griechenland-Roman inmitten der Krise, der uns Leser endlich wieder mit einem Lächeln an die Ägäis denken lässt.
Wolf Haas_Verteidigung der Missionarsstellung
Begegnen Sie im ersten Teil unserer vorweihnachtlichen Literaturempfehlungen zwei Büchern, die auf beeindruckende Weise zeigen, dass Literatur mehr ist als nur mit Buchstaben bedrucktes Papier zwischen zwei Buchdeckeln. Lassen Sie sich zur Lektüre eines furiosen Romans über Baseball einladen, der nicht zufällig im gleichen Verlagshaus von David Foster Wallace‘ „Infinte Jest“ erschienen ist. Und wundern sie sich nicht, wenn ihnen bei der Lektüre von Sibylle Bergs neuem Roman das Unbehagen unter die Haut kriecht.
Diehl_Eskimo Limon 9
Sarah Diehl ist Kulturwissenschaftlerin, Publizistin und Dokumentarfilmerin. Seit Jahren macht sich die 34-Jährige für Frauenrechte stark. Im diesseits-Interview spricht sie über ihren ersten Roman „Eskimo Limon 9“, einer kulturellen und historisch sensiblen Annäherung an das deutsch-israelische Verhältnis, der begeisterte Kritiken in der deutschen Medienlandschaft hervorgerufen hat.
Canale Mussolini
Der Italiener Antonio Pennacchi erzählt in „Canale Mussolini“ vom italienischen Faschismus in der Provinz und macht ihn gerade dadurch begreifbar. Warum das spektakulär ist? Weil dieser Roman ein unglaubliches Vergnügen bereitet.
Nilsen: Große Fragen
Der Amerikaner Anders Nilsen lässt in „Große Fragen“ eine Horde Buchfinken den Rätseln des Daseins auf die Spur gehen und nimmt den Leser mit seinem ebenso eindringlichen wie anrührenden Comicroman gefangen.
Landgericht
Ursula Krechel lässt in „Landgericht“ einen ins Exil geflohenen jüdischen Juristen zurückkehren in das Land der Täter. Noch nie wurde der beschämende Teil der deutschen Nachkriegsgeschichte derart akribisch und sprachgewandt seziert, wie in Krechels völlig zu Recht ausgezeichneten Roman.
Cover: 1913. Der Sommer des Jahrhunderts.
Das Jahr 1913, welche Bedeutung hat es im kollektiven Bewusstsein der Welt? Es ist das Jahr vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Florian Illies beweist mit seiner famosen Collage "1913. Der Sommer des Jahrhunderts", dass dieses Jahr mehr ist.
Die Sandelholzstrafe
Den chinesischen Autor Mo Yan hatte kaum einer auf der Rechnung für den Literaturnobelpreis. Seine Bücher erschienen bislang im Unions- und im Insel-Verlag. Sein Roman "Wa" (Frösche) erscheint im kommenden Frühjahr bei Hanser. Sein 2009 im Insel-Verlag verlegter Roman "Die Sandelholzstrafe" gibt einen Einblick in das Universum des chinesischen Schriftstellers.
Stephan Thome: Fliehkräfte
Für seinen Erstlingsroman „Grenzgang“ wurde Stephan Thome vor drei Jahren mit Lorbeeren überschüttet. Der Roman gelangte bis auf die Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Nun ist sein zweiter Roman „Fliehkräfte“ erschienen. Auch dieser hat es auf die Liste der Top-Anwärter für den Deutschen Buchpreis geschafft. Aber warum?
Ernst Augustin_Robinsons blaues Haus
„Die Südsee ist einigermaßen versaut worden, es muss einmal gesagt sein. Schuld haben die Missionare. Nirgendwo auf der Welt, in keinem noch so gottverlassenen Winkel, tragen sich die Damen so hochgeschlossen, so total bedeckt, wie hier, in den einstigen Paradiesen der Bounty und der Seahawk.“ Wo, wenn nicht in der Südsee, verstecken sich die Robinsons unserer Zeit? Dieser Frage geht Ernst Augustin in seinem fantastischen Roman „Robinsons blaues Haus“ nach.
Clemens Setz_Indigo
Eine unheimliche und seltene Krankheit steht im Mittelpunkt des neuen Romans von Clemens J. Setz, dem schreibenden enfant terrible aus Österreich. „Indigo“ ist eine schillernde Spurensuche nach dem Menschlichen im Menschen, ein berührendes Dokument des Scheiterns, eine sarkastische Abrechnung mit der Wissenschaft und Pseudowissenschaft und ein sprachartistischer Seiltanz auf höchstem Niveau. Kein anderer deutschsprachiger Autor vermag mit seiner Muttersprache derart virtuos zu spielen, wie Clemens J. Setz.