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Lesebuch

Cover
„Hoffnung Mensch“ – Der Philosoph Michael Schmidt-Salomon erzählt in diesem Buch seine Fassung einer „Großen Menschheitserzählung“ aus humanistischer Sicht. Eine für viele Leute gut verständliche Geschichte der Menschheit und der Menschheitsaufgaben zu schreiben, halte ich für ein wichtiges Projekt, das jede Mühe lohnt.
Cover: Piper
Michael Schmidt-Salomon unterwegs zu einer neuen Religion?! Sein gerade erscheinendes Buch „Hoffnung Mensch. Eine bessere Welt ist möglich“ mündet in ein „alternatives Glaubensbekenntnis“, das in der bombastischen Verheißung gipfelt: „Ich glaube an den Menschen / Der die Hoffnung der Erde ist / Nicht in alle Ewigkeit / Doch für Jahrmillionen.“
Cover
„Wahr ist das, was für Sie wahr ist“, ist eines der bekanntesten Zitate von Lafayette Ron Hubbard, dem Gründer von Scientology.
Cover
Wie wurde der Mensch zum Künstler? Was ist überhaupt Kunst? Wann ist Kunst entstanden und welchen Zweck hat sie? Klassische Themen der Kunst sind eng mit biologischen Lebenszielen verknüpft – das zumindest behauptet Thomas Junker in „Die Evolution der Phantasie“. Beeindruckend, nachvollziehbar und schön.
Salman Rushdie 1
Statt eines kämpferischen Auftritts und eines Plädoyers für die Meinungs- und Redefreiheit und gegen religiöse Bevormundung bekamen die Zuschauer des Literaturfestivals in Berlin am Morgen des 15. Septembers beim zweiten Auftritt Salman Rushdies nicht viel mehr als eine Homestory über Joseph Anton geboten – dafür aber eine richtig gute.
Daniel Kehlmann: F
Daniel Kehlmanns neuer Roman „F“ ist das Literaturereignis des Herbstes. Auf dem Buchumschlag des für den Deutschen Buchpreis nominierten Romans ist nicht mehr zu sehen als ein konturloses, flimmerndes F auf schwarzem Grund. Ein Versuch, das Ungreifbare am Schopf zu packen.
T.C.Boyle
Der amerikanische Romancier T.C. Boyle verarbeitet in seinen neuen Romanen die Sehnsucht des Menschen, sich die Welt untertan zu machen. Dabei erzählt er die Geschichte des epochalen Wandels der Bedrohung des Menschen durch die Natur zur Bedrohung der Natur durch den Menschen.
Menschenwürde
Was ist Menschenwürde? Mit einem einzigen Begriff ist die menschliche Würde nicht zu fassen. Peter Bieri nähert sich ihr in seinem neuen Buch als Beobachter und antwortet nach einer Reise durch Philosophie, Literatur und Alltag: Menschenwürde ist „eine Art zu leben“, die von unserem Umgang mit anderen und mit uns selbst abhängt.
Jürgen Goldstein: Die Entdeckung der Natur
Der Philosoph Jürgen Goldstein erzählt in seiner „Entdeckung der Natur“ nicht einfach nur von der sich wandelnden Wahrnehmung der Erde, sondern auch von deren Entwicklung hin zu einer irdischen Weltanschauung.
Diderot_Funkensprühender Kopf
Der Historiker Werner Raupp lässt uns in seiner lesenswerten Diderot-Einführung durch das rastlose Leben und Werk des französischen Philosophen Denis Diderot streifen. Kurz vor seinem 300. Geburtstag erscheint uns dieser als „funkensprühender Kopf“, „rationalistischer Denker“, „romantisches Genie“ und „nimmermüder Kämpfer für Freiheit und Toleranz“.
Annika Scheffel: Bevor alles verschwindet
Fabriken, Unternehmen, Projekte – all das wird in der kapitalistischen Moderne abgewickelt. Aber wie wickelt man einen Ort ab, der dem Untergang geweiht ist? Die Hannoveranerin Annika Scheffel hat mit „Bevor alles verschwindet“ einen eindrucksvollen Roman über das Ende einer Heimat geschrieben.
Jean Paul: Dr. Katzenberges Badereise
„Formuliermonstrum, Idyllen- und Formatsprenger, Weltschmerzpfleger, Kosmosträumer, Dichter, Denker, Geist“ – mit diesen Worten beginnt Ulrich Holbein das Kapitel zu Jean Paul in seinem 2008 erschienenen „Narratorium“. Diese Worte umschreiben aufs Trefflichste einen der großen Unbekannten der deutschen Literatur, der vor 250 Jahren in Wunsiedel das Licht der Welt erblickte.
Eugen Ruge: Cabo de Gata 2
Nach dem riesigen Erfolg von „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ erzählt Eugen Ruge in „Cabo de Gata“ von seinem ersten Versuch, seine Familiengeschichte zu erzählen. Vor zwanzig Jahren reiste er dafür nach Andalusien und scheiterte. Welch ein Glück, wie wir heute wissen.
Reinhard Haller_Die narzissmusfalle
Selbstsüchtig, rücksichtslos und kalt – das sind Narzissten. Oder? Reinhard Haller ist Chefarzt einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Klinik und untertitelt sein neues Werk mit Anleitung zur Menschen- und Selbsterkenntnis. Zum Teil löst er sein Anliegen auch ein.
Jochen Schmidt: Schneckenmühle
Unser Autor Stefan Möller ist mit Jochen Schmidt und seinem Roman "Schneckenmühle" noch ein letztes Mal ins DDR-Ferienlager gefahren und erinnert sich an diese unbeschwert-aufregende Zeit, in der die Unterhaltungen von Pubertierenden aus einer magischen Mischung aus Halbwissen, Klugscheißen, Sexismus, Mythen und Unbedarftheit bestanden, vorgetragen mit der Chuzpe, die man aufbringt am Übergang zwischen Kindheit und Erwachsenwerden. Keine Ostalgie, sondern Kindheitserinnerung!
Birk Meinhardt: Brüder und Schwestern
Birk Meinhardt erzählt in seinem monumentalen Roman „Brüder und Schwestern“ vom Leben der „Arbeiterklasse“ in der DDR und vom Auf- und Abladen der Schuld in einer Kompromissgesellschaft, in der das größte Vergehen darin bestand, den Drang nach Freiheit zu verspüren.
Anna Weidenholzer: Der Winter tut den Fischen gut
Die Wiener Schriftstellerin Anna Weidenholzer lässt in ihrem poetischen Roman „Der Winter tut den Fischen gut“ ein Leben rückwärts laufen und entblößt dabei das entwürdigende System der modernen Arbeitswelt. Das Online-Voting zum Messepreis hat die Wiener Autorin mit ihrem Debütroman schon gewonnen.
Ralph Dohrmann: Kronhardt
Auf über 900 Seiten mal eben die gesamte bundesrepublikanische Geschichte abhandeln, dazu noch die große Weltgeschichte und ein paar Ausflüge zurück ins Kaiserreich und zu den Nazis. Man kann nicht behaupten, dass es Ralph Dohrmann mit seinem ersten Roman "Kronhardt" klein angehen lassen hat. Das Ergebnis ist allerdings nur in Teilen gelungen.
Lisa Kränzler: Nachhinein
Im vergangenen Jahr gewann Lisa Kränzler überraschend den 3sat-Preis beim Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt. Mit ihrem Auszug „Willste abhauen“ aus ihrem vor wenigen Wochen erschienenen Roman über zwei ungleiche Mädchen überzeugte sie die Jury. Nun könnte sie mit „Nachhinein“ einen weiteren Preis gewinnen.
David Wagner: Leben
Essayistisch reflektiert David Wagner sein „Leben“ mit einer seine Leber zerstörenden Autoimmunerkrankung und die Auseinandersetzung mit der lebensrettenden Organtransplantation und schwankt dabei zwischen Genialität und Langeweile.