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Leipziger Buchmesse 2012

Manfred Geier: Aufklärung
Der Germanist Manfred Geier legt mit seiner Geschichte der europäischen Aufklärung ein hellsichtiges Werk vor, mit dem er erklärt, warum die Europäer Kantianer im besten Sinne sind.
Jörg Baberowski: Verbrannte Erde
Der Historiker Jörg Baberowski erklärt den stalinistischen Terror mit den persönlichen Zügen des Despoten Stalin, den er als einen gewalttätigen Pschopathen beschreibt.
Leipziger Buchmesse 2012: Übersetzertitel
In den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung sind jeweils noch fünf Titel im Rennen um den Buchpreis der Leipziger Buchmesse. Was sind das für Titel? Eine Bücherschau.
Leipziger Buchmesse 2012: Übersetzertitel
Wenn geheime Tagebücher Parallelgeschichten eröffnen. Der Übersetzerpreis versammelt beeindruckende Werke von immensem Umfang und hoher sprachlicher Qualität.
Wilfried F. Schoeller: Döblin
Alfred Döblin gehört zu den größten deutschen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Der Kritiker Wilfried F. Schoeller hat nun die erste umfassende Döblin-Biografie vorgelegt – ein 900 Seiten umfassender, Standard setzender Wackerstein.
Lothar Müller: Weisse Magie
Das Papier scheint in der Moderne auf dem absteigenden Ast. Überall erhält die Digitalisierung Einzug. Der Germanist Lothar Müller hat dennoch eine Ode an den magischen Rohstoff geschrieben.
Carolin Emcke: Wie wir begehren
Die Journalistin Carolin Emcke hat ausgehend von der persönlichen Erfahrung ein überaus intelligentes Buch über das Begehren geschrieben, das weder „gut" noch „schlecht" kennt, sondern einfach ist.
Thomas von Steinaecker: Das Jahr in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen
Thomas von Steinaecker hat einen technisch perfekten Roman geschrieben, der in der staubtrockenen Luft des Versicherungswesens, dem seine tragische Heldin entstammt, erstickt.
Sherko Fatah: Ein weißes Land
Sherko Fatah legt mit seinem neuen Roman „Ein weißes Land" das Psychogramm eines Mitläufers vor, den sein Wille zum Aufstieg von Bagdad bis auf die europäischen Schlachtfelder des 20. Jahrhunderts führt.
Jens Sparschuh: Im Kasten
Jens Sparschuh erzählt in seinem Roman „Im Kasten" von einem Ordnungsfanatiker, der der Imagebroschüre eines schwedischen Möbelhauses entnommen scheint.
Anna Katharina Hahn: Am Schwarzen Berg
Anna Katharina Hahn erzählt in ihrem Provinzroman „Am Schwarzen Berg" vom harmonischen Leben am Rand des Abgrunds.
Kershaw: Das Ende. Snyder: Bloodlands
Der britische und der amerikanische Historiker werden für ihre monumentalen Studien „Das Ende" und „Bloodlands" mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet.
Timothy Snyder: Bloodlands
Timothy Snyder ermöglicht mit seiner Geschichte der Massenmorde in Osteuropa einen neuen Blick auf die blutige europäische Vergangenheit und denkt das Undenkbare.
Ian Kershaw: Das Ende
Der britische Historiker Ian Kershaw versucht in seinem Buch „Das Ende" die Frage, warum die Deutschen bis zum bitteren Ende weiterkämpften, zu klären. Er beschreibt die letzten neun Monate der NS-Herrschaft, in denen mehr deutsche Soldaten und Zivilisten getötet wurden als in den vorhergehenden fünf Jahren des Krieges. Detailliert und anschaulich stellt er dar, wie das NS-Herrschaftssystem bis ganz zum Schluss funktionierte. Alles kann er damit aber nicht erklären. Die wichtige Frage, wieso viele Individuen, selbst in den letzten Tagen, ja Stunden des Regimes, ungeachtet der mörderischen Konsequenzen ihres Tuns, dennoch weiterhin das erfüllten, was sie als ihre Pflicht betrachteten, bleibt auch nach der Lektüre seines Buchs offen.