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International

Grafik: IHEU
Sind Sie „gottlos glücklich“? Problemlos möglich ist solch ein Leben immer noch in nur sehr wenigen Ländern. Das zeigt ein Bericht der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union (IHEU), der heute in Brüssel vorgestellt wurde. „Einwandfrei“ signalisiert die Länderbewertung weiterhin nur für die Lage in Belgien, in den Niederlanden und in Taiwan.
Die alle drei Jahre durchgeführte Vollversammlung der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union (IHEU) wird 2017 nicht wie geplant in Brasilien stattfinden. Ursache seien vor allem wirtschaftliche Probleme. Ersatzweise treffen sich die Delegierten aus den Ländern Anfang August in London. Für Humanisten in Deutschland gibt es noch eine Alternative.
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In fast allen Staaten auf der Erde werden Menschen diskriminiert, bedroht und mitunter extrem bestraft, weil sie religiöse Ideen oder Bekenntnisse ablehnen. Das zeigt der aktuelle Freedom of Thought Report (FOTR), der am 6. Dezember 2016 im EU-Parlament in Brüssel vorgestellt wurde. Erstmals gibt es das Länder-Ranking auch online.
In einer repräsentativen Umfrage in Frankreich gaben viele Teilnehmer an, dass das islamische Scharia-Recht für sie wichtiger sei als die staatlichen Gesetze. Rund ein Viertel bejahte das Tragen von Burka und Niqab. Die Befragung lieferte auch Belege für den großen Anteil säkularer Menschen mit muslimischen Hintergrund in der Bevölkerung des Landes.
Foto: © Jan Reinier
Am letzten Juli-Wochenende trafen sich auf Einladung der International Humanist and Ethical Youth Union (IHEYO) knapp 150 junge Humanistinnen und Humanisten (JuHus) aus mehreren europäischen Ländern im niederländischen Utrecht zu den European Humanist Youth Days (EHYD).
Bewegt von Werten – Unter diesem Motto kommen über 100 Jugendliche und junge Erwachsene aus mehreren europäischen Staaten vom 29. und 31. Juli im niederländischen Utrecht zusammen. Workshops, Vorträge und Podiumsdiskussionen werden dabei den Rahmen für ein gemeinsames Wochenende zum Austausch und Kennenlernen bieten.
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39 Prozent der Teilnehmer einer repräsentativen Umfrage sagten, dass sie an keinen Gott glauben. An einen Gott zu glauben, gaben 37 Prozent an. Ein knappes Viertel der Befragten zeigte sich unentschieden.
Foto: © BHA
Andrew Copson, Direktor der traditionsreichen British Humanist Association, ist neuer Präsident der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union (IHEU). Er sieht den Freedom of Thought Report zur weltweiten Verfolgung und Diskriminierung nichtreligiöser Menschen als einen besonders wichtigen Erfolg der internationalen Zusammenarbeit.
Am 14. August 2015 hat auf der Insel Gozo die erste humanistische Eheschließungszeremonie stattgefunden.
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Nur Tage, nachdem der Schweizer Bischof Huonder international Schlagzeilen gemacht hat, weil er an ein Bibelzitat erinnerte, laut dem Homosexuelle zu töten seien, zieht ein Glaubensbruder aus Österreich nach: Im Interview bezeichnete ein Kärntner Kirchenkanzler Holocaust und Stalin-Diktatur als logische Folge des „atheistischen Humanismus“.
BU
Am vergangenen Freitag wurde der Blogger Niloy Chakrabarti von radikalen Muslimen auf grausame Weise ermordet. Humanisten weltweit sind über die Bluttat entsetzt und haben die Regierung des Landes aufgerufen, die Sicherheit nichtreligiöser Personen besser zu schützen. Bangladeschs oberster Polizeichef erinnerte indes an die nationalen „Blasphemie“-Gesetze.
Ein Bundesberufungsgericht in den Vereinigten Staaten entschied am vergangenen Donnerstag, dass Apotheker ihrer beruflichen Abgabepflicht auch bei religiösen Vorbehalten zu folgen haben. In Deutschland ist die Frage, ob Apotheker die Abgabe der „Pille danach“ aus moralischen Gründen verweigern dürfen, noch nicht absolut einheitlich entschieden.
Foto: privat
Ein aktueller Gesetzesentwurf will „biblische Werte“ an allen Schulen des Landes zum Pflichtfach machen. Verhindern will dies der vor einem Jahr gegründete Verband säkularer Humanisten in Guatemala. Dabei hoffen sie auch auf internationale Unterstützung.
Mehr als 95 Prozent von über 650 befragten Frauen beurteilten den Abbruch einer Schwangerschaft auch drei Jahre später als richtige Entscheidung. Forscher empfehlen Maßnahmen gegen die Stigmatisierung von Abtreibungen.
Foto:
Laut einer aktuellen Umfrage des US-Meinungsforschungsinstituts Gallup können sich immer mehr US-Bürger vorstellen, eine Präsidentin oder einen Präsidenten mit atheistischen Überzeugungen zu wählen. Doch bis ein Kandidat ohne religiöses Bekenntnis wieder ernsthaft auf einen Wahlsieg hoffen kann, dauert es vermutlich noch Jahrzehnte.
Foto: Sidmennt
Mit dem Beschluss des Althing zur Aufhebung des Strafgesetzes gegen die Verhöhnung religiöser Dogmen feierte die isländische Piratenpartei am gestrigen Donnerstag ihren ersten legislativen Erfolg. Die Entscheidung in dem kleinen Inselstaat könnte auch für die Bundesrepublik Deutschland einen wertvollen Impuls liefern.
Foto: privat
Immer mehr Paare im Königreich feiern ihren Bund fürs Lebens rein weltlich: Rund 4.200 Hochzeitsfeiern werden in diesem Jahr die schottischen Humanisten begleiten. Damit könnte die Zahl der religionsfreien Zeremonien zehn Jahre nach deren gesetzlicher Gleichstellung erstmals über denen der Kirche von Schottland liegen.
Foto: Debris2008 / Flickr / CC-BY-SA
Nach den katastrophalen Erschütterungen im Himalaya vor zehn Tagen ist die Lage in Nepal immer noch extrem chaotisch. Die Regierung geht von mehr als 10.000 Todesopfern aus. Etwa 130.000 Häuser sind zerstört, rund 2,8 Millionen Menschen obdachlos. Es fehlt an Rettungskräften, Nahrungsmitteln und Medikamenten. Humanisten wollen hier helfen.
Foto: MaryLB / iStock Photo
Der Anteil der Konfessionsfreien an der globalen Bevölkerung wird laut Berechnungen des US-amerikanischen Pew-Forschungszentrums in den nächsten vier Jahrzehnten sinken. Eine Ursache sind teils extrem niedrige Geburtenraten. Zuwächse bei den Konfessionsfreien gehen vor allem auf Kosten der Christenheit.
Bild: Screenshot
Erneut haben muslimische Extremisten in Bangladesch zugeschlagen: Am Montag ist der 27-jährige Washiqur Rahman in der Hauptstadt Dhaka von drei Angreifern mit Macheten ermordet worden. Zwei der Täter gaben gegenüber der Polizei an, dass Rahman wegen religionskritischer Äußerungen habe sterben müssen.