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Horst Groschopp

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Dr. Horst Groschopp ist Vizepräsident und Direktor der Humanistischen Akademie Deutschland

Artikel von Horst Groschopp

Luther-Bibel in der Wartburg
Mittwoch, 2. November 2011

Mitte Dezember 2007 verabschiedete der Deutsche Bundestag seine große Kultur-Enquete. Der Begriff Humanismus kam darin nicht ein einziges Mal vor. Vier Jahre später, am Abend des 20. Oktober 2011, beschloss der Deutsche Bundestag einstimmig die Förderung der sogenannten Luther-Dekade, mit dem Höhepunkt 2017, mit jährlich sechs Millionen Euro. Damit entsprach das Parlament nach der ersten Lesung einem fraktionsübergreifenden Antrag vom Juli. Dort war beantragt worden, das 500. Jubiläum der Reformation als ein kirchliches und kulturgeschichtliches „Ereignis von Weltrang" durch die Bundesregierung umfassend zu fördern.

Die Privilegien der Kirchen und das Grundgesetz
Dienstag, 14. Juni 2011

Die Humanistische Union (HU) hat in der „säkularen Szene" derzeit zweifellos die führende Rolle in einer Politik der weiteren Staat-Kirche-Trennung inne und dem Humanistischen Verband (HVD) und dem KORSO den Rang abgelaufen. Das Thema ist für sie kein besonderes, sondern in ihr Konzept der Bürgerrechte eingebunden. Sie agiert neutral, während der HVD interessegeleitet ist. Ihr Erfolg mag auch daran liegen, dass die HU seit Jahren aus ihrer Mitgliedschaft heraus die größere juristische Kompetenz hat und es ihr zunehmend gelingt, Mitstreitende, aber auch kompetente Kontrahenten zur langfristigen Diskussion zu gewinnen.

Kraus - Freimaurer
Mittwoch, 18. Mai 2011

Freimaurer gingen seit dem 14. Jahrhundert aus Mitgliedern von Logen, Bruderschaften oder Gilden hervor, die sich in der Tradition von Dombauhütten bildeten. Davon übernahmen sie Begriffe, Symbole, Gliederungen und vor allem den damals im Berufswissen begründeten Hang zur Geheimniskrämerei. Seit dem unterscheiden sie auch Meister und Gesellen. Loge bedeutet sowohl „Hütte" wie „Gemeinschaft". Die Aufnahme erfolgt unabhängig von Rasse, Religion, Nation und Stand.

Cover Paul Veyne
Montag, 28. März 2011

Unsere Welt ist nicht mehr christlich, aber noch sind die Kirchen keine Sekten. Als die Christianer in der heidnischen Welt der Römer noch eine Sekte waren, hat ihnen ein Kaiser geholfen, eine privilegierte Religion zu werden, aus der eine Staatskirche und dann eine Weltmacht wuchsen. Die Rolle dieses Kaisers Konstantin (eine Heiliger, erster christlicher Kaiser, Ahnherr Europas und und und) ist seit jeher umstritten.