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Filmkritik

Fuck for Forest Filmplakat
Ficken für den Regenwald? Na gut, warum auch nicht. Es gab schon sehr viel weniger noble Beweggründe, sich und seine Freunde beim Kopulieren aufzunehmen und die Filmchen dann gegen Bares ins Netz zu stellen. Der Film "Fuck for Forest" erzählt von einem anrührend naiven Projekt.
Paradies Glaube Filmplakat
Als erster Filmemacher wurde der Österreicher Ulrich Seidl innerhalb eines Jahres mit drei verschiedenen Filmen zu den drei wichtigsten Europäischen Filmfestspielen in Cannes, Venedig und Berlin eingeladen. Im Rahmen einer Sondervorstellung bei der Berlinale konnte man die drei Filme erstmals am Stück sehen.
Was bleibt
Eine Familie bricht auseinander und ihre einzelnen Bestandteile werden auf sich selbst zurückgeworfen. In dem Film "Was bleibt" von Hans-Christian Schmidt werden die Abgründe in unserer sicheren Existenz ausgemessen, auch wenn am Ende einige Fragen im Raum stehen bleiben.
A world not ours 2
Der Friedensfilmpreis der Berlinale 2013 geht an den dänisch-palästinensischen Film „A World Not Ours“ von Mahdi Fleifel. Die Prämierung des Films löste einen politischen Skandal aus, weil Fleifel in seinem Film die Vertreibung der Palästinenser mit dem Holocaust vergleicht. Kritiker werfen dem Regisseur vor, er spiele Israels Existenzrecht gegen das Rückkehrrecht der Palästinenser aus.
Iron Picker 2
Die Berlinale hat sich einmal mehr als politischstes aller Filmfestivals bewiesen. Mit dem rumänischen Drama „Child’s Pose“, dem bosnischen Roma-Film „An Episode in the Life of an Iron Picker“, dem kasachischen Beitrag „Harmony Lessons“ und Jafar Panahis heimlich gedrehtem Selbstporträt haben gleich vier politische Filme die wichtigsten Bären erhalten. Eine Ode an das Leben erzählte einzig der chilenische Beitrag „Gloria“, dessen Hauptdarstellerin Paulina Garcia die Jury am meisten beeindruckte.
The Cut
Anlässlich des Internationalen Tages gegen die weibliche Genitalverstümmelung (FGM) 2013 zeigte das Familienplanungszentrum Balance in Berlin den verstörenden Film „The Cut“ unter Anwesenheit der kenianischen Filmemacherin Beryl Magoko.
Bild: Pressefoto
Als erster Filmemacher wurde der Österreicher Ulrich Seidl innerhalb eines Jahres mit drei verschiedenen Filmen zu den drei wichtigsten Europäischen Filmfestspielen in Cannes, Venedig und Berlin eingeladen. Im Rahmen einer Sondervorstellung bei der Berlinale konnte man die drei Filme erstmals am Stück sehen.
Jafar Panahi
Der iranische Filmemacher Jafar Panahi darf seit zweieinhalb Jahren weder Filme drehen noch seine Heimat verlassen. Heimlich arbeitet er seither und lässt seine Filme ins Ausland schmuggeln. Nach „Dies ist kein Film“ hat er nun eine zweite Arbeit ins Ausland schaffen können. So läuft in diesem Jahr auf der Berlinale ein Film, der nicht existieren dürfte. „Pardé“ ist ein beeindruckendes Gesellschafts- und Selbstporträt.
Die Nonne
Mit „Die Nonne“ des französischen Regisseurs Guillaume Nicloux und „Im Namen des…“ der polnischen Filmemacherin Malgorzata Szumowska zeigen zwei Filme aus dem Wettbewerb der diesjährigen Berlinale die fanatische Seite des Religiösen. Sowohl Nicloux’ Adaption von Denis Diderots unvollendeten Roman „Die Nonne“ als auch Szumowskas Geschichte eines homosexuellen Priesters in Polen machen deutlich, wie der Mensch im Mahlwerk der religiösen Dogmen kaputtgemacht wird.
Paraides Liebe 2
Der österreichische Regisseur Ulrich Seidl startet seine Filmtrilogie über drei Frauen einer Familie vielversprechend mit seinem Doku-Drama „PARADIES: Liebe“. Darin begleitet er mit seiner Kamera nüchtern und abgeklärt eine Sextouristin in Kenia und entblättert dabei schonungslos das kolonial-rassistische System des globalen Fleischmarkts, ohne seine Protagonistin bloßzustellen.
Paradies: Hoffnung
Neben Stars und Sternchen bieten die diesjährigen Internationalen Filmfestspiele Berlin vor allem spannende Beiträge, die den Menschen unter dem Eindruck der internationalen Finanzkrise in den Blick nehmen. Außerdem verneigt sich die Berlinale vor dem französischen Dokumentaristen Claude Lanzmann und zeigt sein bis heute einmaliges, neuneinhalbstündiges Erinnerungswerk „Shoah“ aus dem Jahr 1985 in einer restaurierten Fassung.
Django Unchained 5
Quentin Tarantinos neuer Film treibt derzeit ein Millionenpublikum in die Kinos. Zwei Golden Globes hat Tarantinos Italo-Western bereits gewonnen, in fünf Kategorien ist er für den Oscar nominiert. Er erzählt in "Django Unchained" schonungslos von der Grausamkeit und Unmenschlichkeit der Sklaverei.
Cäsar muss sterben
Die italienischen Brüder Taviani hatten im vergangenen Frühjahr bei den 62. Internationalen Filmfestspielen in Berlin den Goldenen Bären gewonnen. Ihr außergewöhnlicher Beitrag „Cäsar muss sterben“, für den sie sechs Monate lang theaterspielende Schwerverbrecher begleitet haben, ist nun endlich in den deutschen Kinos.
Die Königin und der Leibarzt
Auf der diesjährigen Berlinale reüssierten vor allem Beiträge, die humanistische Themen wie Menschenrechte und die Aufklärung in den Mittelpunkt stellten. Mit dem historischen Drama „Die Königin und der Leibarzt“ kommt nun einer der preisgekrönten Filme in unsere Kinos.
Generation Kunduz - Plakat
Martin Gerner hat für seinen Film „Generation Kunduz. Der Krieg der Anderen“ junge Einheimische in der afghanischen Stadt Kunduz aufgesucht und sie gefragt, was ihr Leben ausmacht, wovon sie träumen und welche Schwierigkeiten sie haben.
Berlinale
Die italienischen Brüder Taviani haben bei den 62. Internationalen Filmfestspielen in Berlin den Goldenen Bären gewonnen. Ihr außergewöhnlicher Beitrag „Cesar must die“ war in diesem Jahr nicht der einzige Beitrag, der mit humanistischen Themen wie Menschenrechten und Aufklärung reüssierte.
Was bleibt
Noch sind nicht alle Stars und Sternchen über den roten Teppich am Potsdamer Platz in Berlin gegangen, aber bereits zur Halbzeit der Berlinale kann man feststellen, dass die Wettbewerbsbeiträge außergewöhnliche Blicke auf den Menschen werfen.
Die Summe meiner einzelnen Teile 1
Hans Weingartner erzählt in seinem neuen Film "Die Summe meiner einzelnen Teile" vom Zusammenbruch und Aufrappeln eines Mathematikers, dessen neues Lebensmodell aus unserer wirtschaftsorientierten Zeit fällt.
Halt auf freier Strecke 1
Vom Leben einer Familie mit dem heranrauschenden Tod erzählt Andreas Dresen in seinem neuen Film „Halt auf Freier Strecke“. Ein ebenso einfühlsamer wie erschütternder Film über das Sterben eines Familienvaters.
Eine dunkle Begierde_1
Trotz grandioser Besetzung und schauspielerischer Höchstleistungen scheitert die von Starregisseur David Cronenberg verfilmte historische Aufarbeitung des Konflikts zwischen Carl Gustav Jung und Siegmund Freud.