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Bilderbuch

Helmut Witz: Adorno
Helmut Wietz' Comic „Der Tod von Adorno“ ist in seinem pseudoavantgardistischen Anspruch eine Zumutung für jeden Comicfan und ein Beleg dafür, dass man nicht alles, was man in seinen revolutionären Zeiten begonnen hat, auch beenden muss.
Beyer_Lust: Flughunde
Wie erzählt man vom lärmenden Brand des Zweiten Weltkriegs? Marcel Beyer fand in seinem als Sprachkunstwerk gerühmten Roman „Flughunde“ die richtigen Worte. Die preisgekrönte Comiczeichnerin Ulli Lust hat den Roman nun in noch besseren Bildern als Comic adaptiert.
Yanko Tsvetkov: Atlas der Vorurteile
Jeder sieht die Welt mit eigenen Augen. Dieses Prinzip hat Yanko Tsvetkov auf Landkarten angewandt. Entstanden ist dabei ein „Atlas der Vorurteile“ mit tiefgründigen Welt- und Denkbildern, die Klischees als unreflektierte Bequemlichkeiten entlarven.
Paula Bulling
Die Kunst- und Kommunikationsdesignerin Paula Bulling hat mit ihrem Comicdebüt „Im Land der Frühaufsteher“ die grafische Blaupause für eine Beschreibung der deutschen Asylverhältnisse geliefert. Der Comic ist das Ergebnis ihrer Recherche in verschiedenen Asylbewerberheimen in Sachsen Anhalt und erzählt eindrucksvoll von den Erfahrungen der Isolation, Tristesse, Rassismus und Ausgrenzung ihrer Bewohner.
Osinger_Flathead
Ein Comicbuch über den Kirchenalltag zu schreiben, ist durchaus möglich und kann für interessierte Leser sicherlich auch amüsant sein. Wenn man aber in diesem Rahmen zugleich kirchliche Missstände anspricht, dann wirken die nicht wirklich gelungenen Karikaturen eher verstörend bis skandalös.
Zanier - 1
Wo entsteht Strom? Diese Frage hat sich der Schweizer Fotograf Luca Zanier gestellt. Nach jahrelanger Recherche hat er mit seinem „Power Book“ nun ein höchst faszinierendes, aber ambivalentes Werk über einige Ursprungsstätten der Elektrizitätserzeugung vorgelegt. Die klare Ästhetik seiner Fotografien erinnert an Andreas Gursky und Thomas Struth. Es mangelt ihnen allerdings an einer klaren Sprache.
Diane Arbus_Kind
Diane Arbus gilt als die Fotografin des Skurrilen. Das Außergewöhnliche im Normalen, das Einzigartige im Gewohnten war ihr Metier. Das beeindruckende Werk von Diane Arbus, die sich 1971 das Leben nahm, ist aktuell im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen.
World Press Photo 2012
Drei aktuelle Publikationen widmen sich in unprätentiöser Manier der Lage der Bürger- und Menschenrechte. Der aktuelle Grundrechte-Report nimmt die Lage in Deutschland in den Blick, das Jahrbuch von Amnesty International ist der weltweiten Lage der Menschenrechte gewidmet und der Katalog zum diesjährigen World-Press-Photo-Wettbewerbs liefert neben aufregenden Fotografien auch die teils bedrückenden Bilder zur Menschenrechtslage weltweit.
Karl Hubbuch 1
Das „Neue Sehen“ als ästhetischer Ausdruck der Neuen Sachlichkeit hat nicht nur die Malerei, sondern insbesondere auch die Fotografie geprägt. In Deutschland wird dieses von den Konventionen emanzipierte Sehen wiederentdeckt.
Leo Rosenthal - Cover
Der Gerichtsreporter Leo Rosenthal hat in den 1920er und 1930er Jahren heimlich bei Prozessen an Berliner Gerichten fotografiert. Nachdem seine beeindruckenden zeithistorischen Dokumente Ende 2009 erstmals öffentlich gezeigt wurden, liegen sie nun in Buchform vor.
Faitakis 1
Stelios Faitakis transportiert mit seinen gesellschaftskritischen Malereien die Ikonenmalerei in die Moderne und löst sie aus dem religiösen Kontext. Ein Bildband versammelt nun erstmals die unter die Haut gehenden Werke des griechischen Künstlers.
Krementschouk Chernobyl Zone 1
Der preisgekrönte russische Fotograf Andrej Krementschouk hat in Bildern eingefangen, was die Katastrophe von Tschernobyl hinterlassen hat. Eine dystopische Landschaft ohne Menschen. Seine Fotografien liegen nun in zwei Bildbänden vor.
Suck Rubber Baby
Mit „Stuck Rubber Baby“ kann das Opus Magnum des amerikanischen Comiczeichners Howard Cruse nun wiederentdeckt werden. Darin arbeitet er die Verfolgung von Schwarzen und Homosexuellen im Amerika der 1960er Jahre auf.
Klimawandel
Die Fotografen Mathias Braschler und Monika Fischer geben dem Klimawandel Identität und Gesichter. Sie haben insgesamt 16 Länder auf allen Kontinenten bereist, Menschen aufgesucht, die direkt vom Klimawandel betroffen sind, und ihre Geschichten in Wort und Bild dokumentiert.
Kunstsalon Cassirer. 1898-1905

Wenn der Begriff Sisyphusarbeit in der digitalisierten Google-Algorithmus-Moderne überhaupt noch eine Relevanz besitzt, dann in dem, was Bernhard Echte und Walter Feilchenfeldt in den vergangenen Jahren geleistet haben. Mit der Ausdauer des griechischen Helden haben sie in mühsamer Kleinarbeit die nach 1933 zum Großteil verloren gegangene Galeriegeschichte des Kunstsalons Cassirer aus Zeitungs- und Kunstarchiven gehoben

Neue Nationalgalerie
Die amerikanische Künstlerin Taryn Simon will mit ihrer Ausstellung A LIVING MAN DECLARED DEAD AND OTHER CHAPTERS den Kreislauf des Lebens darstellen. Doch statt in die Ewigkeit zu schielen, hätte sie im Hier und Jetzt bleiben sollen, meint unser Autor.
Max Beckmann: Selbstbildnis mit Zigarette, 1947
Drei Ausstellungen ermöglichen eine intensive Auseinandersetzung mit dem Werk von Max Beckmann, dem deutschen „Titanen der Moderne“.
Kate Brooks_Titel2
Seit zehn Jahren ist die Fotojournalistin Kate Brooks in der arabischen Welt unterwegs und dokumentiert den Alltag mit ihrer Kamera. Ihr fotografisches Reisetagebuch wirft ein Licht auf die Welt, die von den Folgen der Anschläge am 11. September 2001 am meisten betroffen ist.
Kertesz Selbstporträt
„Technisch sind die Fotos makellos, und in der Komposition erkenne ich Dich nicht wieder.“ Der Berliner Martin-Gropius-Bau zeigt in der weltweit ersten Retrospektive das Gesamtwerk des in Ungarn geborenen Fotografen André Kertész.
Antityp

Deutschlands erfolgreichster schwuler Comic-Autor Ralf König hat den letzten Band seiner Bibel-Trilogie vorgelegt. Nach dem Prototyp Adam und dem Archetyp Noah hat König nun seinen letzten Band einem, wie er selbst sagt, Vorzeigeexemplar eines „christlichen Taliban” gewidmet, Kirchgängern auch als Apostel Paulus bekannt.