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Bilderbuch

Cover
Sterben ist doof, vor allem für die, die zurück bleiben. Das erfuhr im Herbst letzten Jahres auch der Publizist Peter „Bulo“ Böhling. Neben seiner persönlichen Trauer über den Tod seines Freundes Udo kam die Frage, die viele beschäftigt, nämlich: „Wie sag ich es den Kindern?“ Bulo, sonst Herausgeber des Medienmagazins „Clap“ und Karikaturist, fand eine Lösung – mit dem Stift in der Hand.
Foto: Badisches Landesmuseum
Bis zum 18. Mai 2014 zeigt das Badische Landesmuseum in Karlsruhe die Ausstellung „Imperium der Götter. Isis, Mithras, Christus. Kulte und Religionen im Römischen Reich“. Der ausführliche Katalog bietet aber auch danach noch die Möglichkeit, sich mit den antiken Mysterienreligionen und ihren Beziehungen zum frühen Christentum auseinanderzusetzen.
Max Ernst - Oedipus rex
Der religionskritische Surrealist Max Ernst war ein Magier seiner Zeit. Mit völlig neuen Techniken hat er dem Illusorischen die Kraft des Wirklichen gegeben, so dass seine Kunstwerke noch heute faszinieren. Sein faszinierend tiefgründiges und abwechslungsreiches Werk kann aktuell in Riehen wiederentdeckt werden.
Salgado Genesis 2
Der brasilianische Fotograf Sebastião Salgado ist jahrzehntelang durch die Welt gereist und hat neben den menschgemachten Abgründen die faszinierende Schönheit unseres Planeten mit seiner Kamera festgehalten. Am Ende obsiegte die Faszination an der Größe der Natur über die Erinnerung an die menschlichen Grausamkeiten. Der Bildband „Genesis“ erzählt davon. So schön war Natur noch nie.
Chris Ware 2
Chris Ware hat mit „JIMMY CORRIGAN oder DER KLÜGSTE JUNGE der WELT“ ein epochales Meisterwerk der Comickunst geschaffen, das aufräumt mit dem unsinnigen Gerücht, Comics wären Kinderkram. Dieser kongeniale Bildroman hebt seinen Autoren auf eine Stufe mit Weltautoren wie Marcel Proust oder Robert Musil.
Nicolas Mahler_Alice in Sussex
Der Österreicher Nicolas Mahler beweist einmal mehr seine kongeniale Zeichenkunst und legt mit „Alice in Sussex“ eine urkomische Version der Carroll’schen Zauberwelten vor, in der ein Frankenstein’sches Monster spazieren geht.
Nadav Kander
Der in Israel geborene und in London lebende Fotograf Nadav Kander spürt in seinen Bildern der Verletzlichkeit des Menschen nach. In seiner aktuellen Arbeit „Bodies. 6 Women. 1 Man“ macht er den dünnen Firnis, der das Individuum von den äußeren Bedrohungen schützt, sichtbar.
Craig Thompson
An der Universität Duisburg-Essen ist ein hitziger Streit um eine Ausstellung von Comic-Plakaten entbrannt. Das inzwischen von protestierenden Muslimen abgehängte Plakat betrifft den Comic „Habibi“ des US-Autoren Craig Thompson, das eine Sexszene und daneben die Aufschrift „Allah“ zeigt - eine Collage, angefertigt von Studierenden. Diese verletze die religiösen Gefühle der Muslime, so die Protestierenden. Die Ausstellung wurde inzwischen geschlossen.
Helmut Witz: Adorno
Helmut Wietz' Comic „Der Tod von Adorno“ ist in seinem pseudoavantgardistischen Anspruch eine Zumutung für jeden Comicfan und ein Beleg dafür, dass man nicht alles, was man in seinen revolutionären Zeiten begonnen hat, auch beenden muss.
Beyer_Lust: Flughunde
Wie erzählt man vom lärmenden Brand des Zweiten Weltkriegs? Marcel Beyer fand in seinem als Sprachkunstwerk gerühmten Roman „Flughunde“ die richtigen Worte. Die preisgekrönte Comiczeichnerin Ulli Lust hat den Roman nun in noch besseren Bildern als Comic adaptiert.
Yanko Tsvetkov: Atlas der Vorurteile
Jeder sieht die Welt mit eigenen Augen. Dieses Prinzip hat Yanko Tsvetkov auf Landkarten angewandt. Entstanden ist dabei ein „Atlas der Vorurteile“ mit tiefgründigen Welt- und Denkbildern, die Klischees als unreflektierte Bequemlichkeiten entlarven.
Paula Bulling
Die Kunst- und Kommunikationsdesignerin Paula Bulling hat mit ihrem Comicdebüt „Im Land der Frühaufsteher“ die grafische Blaupause für eine Beschreibung der deutschen Asylverhältnisse geliefert. Der Comic ist das Ergebnis ihrer Recherche in verschiedenen Asylbewerberheimen in Sachsen Anhalt und erzählt eindrucksvoll von den Erfahrungen der Isolation, Tristesse, Rassismus und Ausgrenzung ihrer Bewohner.
Osinger_Flathead
Ein Comicbuch über den Kirchenalltag zu schreiben, ist durchaus möglich und kann für interessierte Leser sicherlich auch amüsant sein. Wenn man aber in diesem Rahmen zugleich kirchliche Missstände anspricht, dann wirken die nicht wirklich gelungenen Karikaturen eher verstörend bis skandalös.
Zanier - 1
Wo entsteht Strom? Diese Frage hat sich der Schweizer Fotograf Luca Zanier gestellt. Nach jahrelanger Recherche hat er mit seinem „Power Book“ nun ein höchst faszinierendes, aber ambivalentes Werk über einige Ursprungsstätten der Elektrizitätserzeugung vorgelegt. Die klare Ästhetik seiner Fotografien erinnert an Andreas Gursky und Thomas Struth. Es mangelt ihnen allerdings an einer klaren Sprache.
Diane Arbus_Kind
Diane Arbus gilt als die Fotografin des Skurrilen. Das Außergewöhnliche im Normalen, das Einzigartige im Gewohnten war ihr Metier. Das beeindruckende Werk von Diane Arbus, die sich 1971 das Leben nahm, ist aktuell im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen.
World Press Photo 2012
Drei aktuelle Publikationen widmen sich in unprätentiöser Manier der Lage der Bürger- und Menschenrechte. Der aktuelle Grundrechte-Report nimmt die Lage in Deutschland in den Blick, das Jahrbuch von Amnesty International ist der weltweiten Lage der Menschenrechte gewidmet und der Katalog zum diesjährigen World-Press-Photo-Wettbewerbs liefert neben aufregenden Fotografien auch die teils bedrückenden Bilder zur Menschenrechtslage weltweit.
Karl Hubbuch 1
Das „Neue Sehen“ als ästhetischer Ausdruck der Neuen Sachlichkeit hat nicht nur die Malerei, sondern insbesondere auch die Fotografie geprägt. In Deutschland wird dieses von den Konventionen emanzipierte Sehen wiederentdeckt.
Leo Rosenthal - Cover
Der Gerichtsreporter Leo Rosenthal hat in den 1920er und 1930er Jahren heimlich bei Prozessen an Berliner Gerichten fotografiert. Nachdem seine beeindruckenden zeithistorischen Dokumente Ende 2009 erstmals öffentlich gezeigt wurden, liegen sie nun in Buchform vor.
Faitakis 1
Stelios Faitakis transportiert mit seinen gesellschaftskritischen Malereien die Ikonenmalerei in die Moderne und löst sie aus dem religiösen Kontext. Ein Bildband versammelt nun erstmals die unter die Haut gehenden Werke des griechischen Künstlers.
Krementschouk Chernobyl Zone 1
Der preisgekrönte russische Fotograf Andrej Krementschouk hat in Bildern eingefangen, was die Katastrophe von Tschernobyl hinterlassen hat. Eine dystopische Landschaft ohne Menschen. Seine Fotografien liegen nun in zwei Bildbänden vor.