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Arik Platzek

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Arik Platzek war diesseits-Redakteur seit 2012, leitender Redakteur von 2013 bis 2017 und ist Co-Autor der Berichts Gläserne Wände zur Benachteiligung nichtreligiöser Menschen in Deutschland. Der gebürtige Ostberliner hat an der Universität Greifswald Rechts- und Staatswissenschaften und Philosophie studiert. Anschließend arbeitete er u.a. als freier Journalist, anfangs für die Ostsee-Zeitung, später auch für die ZEIT-Beilage Christ & Welt und Cicero.de. Seit 2018 ist er u.a. als Leiter des Berliner Büros des Humanistischen Verbandes Bayern tätig. Website: www.seleya.net

Artikel von Arik Platzek

Abermals ist auf kirchlicher Seite Offenheit gegenüber der Ablösung der sogenannten historischen Staatsleistungen gezeigt worden. Der Verwaltungsleiter im Generalvikariat des Bistums Münster sagte dem Internetportal kirchensite.de, das Bistum sei zu Verhandlungen über eine Ablösung bereit. Ergänzt wurde die Stellungnahme mit einem schrägen Vergleich.
Die grün-schwarze Koalition will den Ethikunterricht in den nächsten vier Jahren bis einschließlich Klassenstufe 5 ausbauen. Im angelaufenen Schuljahr soll ein Bildungsplan für den Ausbau erstellt werden.
Foto: tiero / Fotolia.com
Vor knapp einem Jahr ist der Bericht „Gläserne Wände“ zur Benachteiligung nichtreligiöser Menschen in Deutschland erschienen. Die Debatten über den Reformbedarf in der deutschen Religionspolitik haben sich seitdem versachlicht. Spitzenreiter in der politischen Debatte sind jetzt Bündnis 90/Die Grünen. Nun muss das Thema auch in anderen Parteien ankommen.
Illustration: Skeptisketch / HVD Bayern
Im Juni 2017 soll in Nürnberg das größte humanistische Festival im deutschsprachigen Raum stattfinden. An gleich vier Tagen lädt ein rappelvolles buntes Programm alle Freunde humanistischer Ideen und andere interessierte Gäste in die Frankenmetropole ein.
Bild: adelphi / www.die-offene-gesellschaft.de
Immer tiefer dringt islamistischer Terror in die schon von neoliberaler Ideologie gebeutelten Leben der Menschen in Europa. Immer wahrnehmbarer formieren sich zugleich im Herzen unseres Kontinents die alteingesessenen Gegner von humanistischen Werten der europäischen Gemeinschaft. Wie geht es weiter? Ein Zwischenruf auf dem Weg in die Zukunft.
Heute hat sich der Kieler Landtag mit knapper Mehrheit dafür ausgesprochen, keine Änderung an der Präambel der Landesverfassung vorzunehmen. Ein zuvor eingebrachter Gesetzentwurf, der die Aufnahme einer religiösen Klausel in die Landesverfassung erreichen wollte, ist damit gescheitert.
Foto: (c) A. Platzek
Auf humanistischer und feministischer Seite war es zu lange zu ruhig bei den Themenbereichen sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung, sagt die Psychologin Ines Scheibe. Eine Konferenz am 9. und 10. Juli in Berlin soll das ändern.
Foto: A. Platzek
Ein Vertreter des hiesigen Diözesanrats hat in einer Sendung im Deutschlandfunk (DLF) scharfe Kritik an der rechtlichen Anerkennung des internationalen humanistischen Feiertages in Berlin geübt. Auch seitens des Senders zeigte man sich bemüht, dem kirchenfernen Teil des gebührenpflichtigen Publikums nichts zu schenken.
Am 9. und 10. Juli 2016 lädt das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung ein, über Wege zur Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen zu diskutieren. Die Konferenz findet im Vorfeld eines geplanten Aktionstages anlässlich des jährlichen Kreuze-Marschs radikaler Christen statt, mit dem diese ein totales Abtreibungsverbot fordern.
Foto: A. Platzek
wird durch die Texte zu den mehr als drei Dutzend Stichworten im beim Verlag De Gruyter erschienenen Kompendium „Humanismus: Grundbegriffe“ konstruiert und nachgezeichnet, sagt der Mitherausgeber und Präsident des Humanistischen Verbandes, Frieder Otto Wolf.
Die Schlechterstellung konfessionsfreier und nichtreligiöser Schüler im wichtigen Bereich der schulischen Wertebildung trägt teils absurde Züge. Zu diesem Schluss kommt eine vorgestern veröffentlichte Analyse zur Situation von ethisch-moralisch bildenden Unterrichtsfächern in deutschen Schulen.
Kirchliches Arbeitsrecht, Pluralität im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und die Förderung toleranter und konfliktarmer Verhältnisse zwischen religiösen und nichtreligiösen Bürgern – Auch das Jahresgutachten 2016 des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) sieht offene Baustellen und Mängel beim Status quo des Staatskirchenrechts.
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Der Philosoph Ralf Schöppner über das aktuelle Buch des Soziologen und islamischen Religionspädagogen Mouhanad Khorchide.
Foto: A. Platzek
Dieser Satz steht im deutschen Grundgesetz. Vom Staat verlangt es eine neutrale Haltung gegenüber den Religionen und Weltanschauungen. In der Realität ist davon allerdings wenig zu spüren.
BW-Kampagne
Gelingt den Humanisten in Baden-Württemberg die Trendwende zum steten Wachstum? Ein Blick auf die Entwicklung in den letzten zehn Jahren bietet mittlerweile einigen Anlass zur Zuversicht. Noch gibt es aber große Herausforderungen zu meistern.
Foto: A. Platzek
Seit ihrer Gründung im Jahr 2006 hat die Humanismus Stiftung Berlin wichtige Projekte für eine solidarische und säkulare Gesellschaft unterstützt oder angestoßen. Für die Zukunft kommt es nun entscheidend darauf an, mehr dauerhafte Förderer zu gewinnen.
© picture alliance / AP (Akira Suemori)
Mit dem Buch „Der Gotteswahn“ des britischen Evolutionsbiologen Richard Dawkins ist 2006 die wohl erfolgreichste religionskritische Schrift der letzten Jahrzehnte erschienen. Wie steht es heute um den Atheismus im Abendland? Klar scheint: Politisch werden die „Gottlosen“ wohl noch für längere Zeit im Nachteil sein.
Foto: A. Platzek
Die Defizite beim Angebot wertebildender Schulfächer für konfessionsfreie und nichtreligiöse Schüler dürfen nicht nachrangig behandelt werden. Grundsätzlich sei ein Angebot islamischen Religionsunterrichtes unter der Kulturhoheit der Länder aber zu begrüßen. Das hat der Vizepräsident des Humanistischen Verbandes Deutschlands (HVD), Erwin Kress, gesagt.
In einer repräsentativen Erhebung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) gaben knapp neun Prozent der Teilnehmer an, innerhalb der letzten zwei Jahre eine Diskriminierung aufgrund ihrer Weltanschauung oder Religion erlebt zu haben. Eine große Zahl Betroffener verzichtet jedoch darauf, etwas wegen ungerechtfertigter Benachteiligungen zu unternehmen.
Eine fraktionsübergreifende Initiative will den Glauben an einen Gott als herausgehobene Quelle gemeinsamer Werte in der Landesverfassung verankern. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde gestern in den Kieler Landtag eingebracht. Der Präsident des Humanistischen Verbandes bekräftigte seine deutliche Warnung vor einer Annahme.