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Arik Platzek

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Arik Platzek war diesseits-Redakteur seit 2012, leitender Redakteur von 2013 bis 2017 und ist Co-Autor der Berichts Gläserne Wände zur Benachteiligung nichtreligiöser Menschen in Deutschland. Der gebürtige Ostberliner hat an der Universität Greifswald Rechts- und Staatswissenschaften und Philosophie studiert. Anschließend arbeitete er u.a. als freier Journalist, anfangs für die Ostsee-Zeitung, später auch für die ZEIT-Beilage Christ & Welt und Cicero.de. Seit 2018 ist er u.a. als Leiter des Berliner Büros des Humanistischen Verbandes Bayern tätig. Website: www.seleya.net

Artikel von Arik Platzek

Foto: © A. Platzek
Einen verfassungsrechtlichen Anspruch auf ein Schulfach Ethik enthält das Grundgesetz dem Wortlaut nach nicht. Religions- und Ethikunterricht zielen nicht auf die Vermittlung der gleichen Lerninhalte. Dies hat das Bundesverfassungsgericht im Fall der Freiburgerin Anna Ignatius ausgeführt. Deren Verfassungsbeschwerde ist als unzulässig abgewiesen geworden.
Foto: © dpa
Rund ein Fünftel aller Grundschüler in Baden-Württemberg erhält keine angemessene Alternative zum bestehenden konfessionellen Religionsunterricht. Darauf deutet eine aktuelle Stellungnahme des Kultusministeriums hin.
© dpa
Ärztinnen und Ärzte sollen über Möglichkeiten zum Abbruch ungewollter Schwangerschaften ohne Strafandrohung informieren dürfen – sagt auch die Berliner Regierungskoalition aus SPD, Linkspartei und Grünen. Der Senat verabschiedete darum heute einen Gesetzentwurf zur Streichung des umstrittenen Paragrafen 219a aus dem Strafgesetzbuch. Im Bundestag gibt es ebenfalls Pläne zu dessen Aufhebung. Aus humanistischer Perspektive genügt das aber nicht.
Grafik: IHEU
Sind Sie „gottlos glücklich“? Problemlos möglich ist solch ein Leben immer noch in nur sehr wenigen Ländern. Das zeigt ein Bericht der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union (IHEU), der heute in Brüssel vorgestellt wurde. „Einwandfrei“ signalisiert die Länderbewertung weiterhin nur für die Lage in Belgien, in den Niederlanden und in Taiwan.
Foto: privat
Menschen ohne Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft werden voraussichtlich in etwa 20 Jahren die absolute Bevölkerungsmehrheit in der Bundesrepublik stellen. Darauf hat der Vorstand des Humanistischen Verbandes Bayern nach einer neuen US-Studie hingewiesen, die bis 2050 ein Wachstum der muslimischen Minderheit in u.a. Deutschland prognostizierte.
lexander Gauland, Spitzenkandidat der Partei Alternative für Deutschland (AfD) und Alice Weidel, Spitzenkandidat der Partei Alternative für Deutschland (AfD), jubeln am 24.09.2017 auf der Wahlparty ihrer Partei in Berlin. Foto: © J. Stratenschulte / dpa
Mit dem Erfolg der „Alternative für Deutschland“ bei den Bundestagswahlen 2017 hat sich das politische Establishment deutlich gewandelt – aus humanistischer Perspektive allerdings nicht zum Besseren. Im Aufschwung der Rechtspopulisten spiegelt sich letztlich auch eine im Wesentlichen gescheiterte Religionspolitik. Noch ist Zeit, Versäumnisse zu korrigieren.
Foto: © privat
Der Musikpädagoge und Komponist ist Leiter von „Sing Human Rights“, einem Projekt für musikalische Menschenrechtsbildung. Dabei werden die Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in Gospel- Songs verwandelt, sodass jederfrau und jedermann deren Leitideen auch gesungen in das Bewusstsein rufen können.
Foto: S.Sashkin / Fotolia.com
Pluralistisch, humanistisch orientiert und dem Leben positiv zugewandt: Die ersten Ergebnisse der internationalen Studie Konfessionsfreie Identitäten liegen vor. Sie zeichnen ein positives Bild für unsere Gesellschaft von morgen.
Foto: © A. Platzek
Der organisierte Humanismus verzeichnet nicht Millionen Verbandsmitglieder. Darauf weisen sowohl Kirchen- wie Parteienvertreter regelmäßig hin, um den Gesprächsbedarf oder politische Reformen für die Gleichbehandlung Konfessionsfreier zu verweigern. Das Verlangen vieler Politiker nach Kirchenförmigkeit bietet keinen Weg in die Zukunft. Wir sollten also mit Nachdruck Alternativen aufzeigen.
Foto: © Die Hoffotografen
In den kommenden Monaten könnten die Mitglieder des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg ein kleines Stück Geschichte schreiben. Denn mit einer Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts durch das Land Berlin wäre der Verband weiter auf Augenhöhe mit den Kirchen und anderen Religionsgemeinschaften gelangt.
diesseits Nr. 119, 2/2017
Die Gründung des Humanistischen Verbandes jährt sich 2018 zum 25. Mal. Als praktisch vielfach erfahrene und bundesweit größte Institution ihrer Art zeigen die Mitglieder, Ehrenamtlichen und Mitarbeitenden in vielen Bundesländern, wie werteorientiertes Engagement zeitgemäß gelebt werden kann. Politisch gewürdigt wird dies bis heute jedoch nur ausnahmsweise. Gute Gründe dafür gibt es kaum noch.
Foto: © picture alliance/Geisler-Fotopress
Entchristlichung und Atheismus bilden derzeit die größeren Probleme als eine vermeintliche Islamisierung in Deutschland, meint der Bundestagsabgeordnete Heribert Hirte (CDU). Im Interview mit dem Kölner Domradio plädierte Hirte für den „Kampf“ gegen diejenigen, die an religiös geprägter Sinnstiftung kein Interesse haben.
Foto: © Fotolia.com
Der Kaufvertrag für ein 7000 Quadratmeter großes Grundstück im Garbsener Stadtteil Schloß Ricklingen ist heute durch den Präsidenten des Humanistischen Verbandes Niedersachsen (HVD Niedersachsen) unterzeichnet worden. An dem idyllisch gelegenen Ort soll nun ein neuer Bestattungshain für konfessionsfreie Menschen entstehen.
Foto: © David Müller-Rico
Zu einer Ende letzten Jahres eingeleiteten Studie zu lebensweltlichen Identitäten und Werteorientierungen konfessionsfreier Menschen liegen mittlerweile die ersten Ergebnisse vor. Die Psychologin und Forschungsleiterin Tatjana Schnell spricht im Interview über die ersten Erkenntnisse aus der international vergleichenden Untersuchung.
Foto: © privat
Melanie Sellmeier: Die Mutter dreier Kinder im baden-württembergischen Esslingen hat seit der Einschulung ihrer ältesten Tochter im vergangenen September festgestellt, dass es mit der weltanschaulichen Neutralität in ihrem Bundesland leider längst nicht überall zum Besten steht. Erst lud die Schule alle Familien ein zum Gottesdienst, doch für einige Worte von einem Vertreter konfessionsfreier Familien gab es dort trotz Anfrage keinen Platz. Und auch eine Alternative zum Religionsunterricht sucht sie bislang vergebens.
Foto: © A. Platzek
Forschung und Ausbildung für viele weltanschaulich profilierte Tätigkeitsfelder würden von der Unterstützung durch einschlägig qualifizierte Hochschuleinrichtungen stark profitieren, sagt der Philosoph Ralf Schöppner, Direktor der Humanistischen Akademie Deutschland (HAD).
Foto: © picture alliance / AP Photo
Mit einer sozialdemokratischen Regierung soll sich nach der Bundestagswahl 2017 wenig im Verhältnis zwischen Staat, Religionen und Konfessionsfreien ändern. Das zeigt der vorgelegte Programmentwurf. Anscheinend will die nach Mitgliederzahlen größte deutsche Partei wichtige Veränderungen in der weltanschaulichen Landschaft am liebsten verschlafen.
Foto: © A. Platzek
In einer demokratischen Gesellschaft kann ein Innenminister nicht einfach „von oben“ vorgeben, durch welche Prinzipien, Wertorientierungen und Ideale die Menschen in unserem Land ihr Zusammenleben gestalten. Darauf weist der Philosoph und Präsident des Humanistischen Verbandes Deutschlands Frieder Otto Wolf hin.
Foto: privat
Als bekennender Nichtreligiöser sei man immer noch schnell sozial isoliert, meint Wilfried Stascheit, der gemeinsam mit seiner Frau den Verlag TibiaPress führt. Mit dem dort erschienenen Sachcomic „Goodbye Gott? Wissenschaft contra Religion“ soll die Tür zu dem Thema für Menschen geöffnet werden, die in der Literatur illustrierte Auseinandersetzungen bevorzugen.
Foto: © dpa
FDP, Grüne und Linke in Nordrhein-Westfalen (NRW) wollen einen Philosophie-Unterricht für Grundschüler einführen. Die SPD will erst noch den Bedarf feststellen. Die Christdemokraten sehen diesen von vornherein nicht. Nach Einschätzung des Humanistischen Verbandes NRW sind die Chancen für eine Einführung des Fachs daher eher gering. Es sei denn, die Eltern machen Druck.