Dienstag, 14. Februar 2012
Sterben in der Migration. Der Vater oder die Mutter, die Frau oder sogar das Kind. Nicht wie geplant zu Hause, sondern fern der Heimat. Eigentlich wollten die wenigsten Zuwanderer in Deutschland alt werden. Sie kamen, um hier zu arbeiten und dann zurück in ihr Heimatland zu gehen. Irgendwann. Mittlerweile leben 1,4 Millionen Menschen der über 65-Jährigen mit einer Migrationsgeschichte in Deutschland, davon unter anderem 170.000 Türken, 130.000 Polen, 106.000 Russen und 130.000 Asiaten − Menschen, auf deren kulturspezifischen Bedürfnisse sich die Pflege, die medizinische Versorgung und die Sozialdienste zunehmend einstellen müssen.