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Editorial

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Mittwoch, 1. Juni 2011

Liebe Lesende,

was ist nicht alles passiert seit dem Erscheinen des ersten neuen diesseits-Magazins. Nach den vielversprechenden Protesten ist der Ausgang der arabischen Revolutionen inzwischen ungewisser denn je. Japan, von einem Seebeben und dem anschließenden Tsunami stark getroffen, hat eine atomare Katastrophe erlebt, die hierzulande dazu beigetragen hat, dass mit dem Katholiken Winfried Kretschmann der erste grüne Ministerpräsident ins Amt gewählt wurde. Und Karl Theodor zu Guttenberg stolperte über seine Doktorarbeit und aus seinem Amt. Selten zuvor war die mediale Aufmerksamkeit derart überstrapaziert.

Brandaktuell, aber nicht übereilt, setzt sich das diesseits-Magazin mit dieser Ausgabe bewusst von der Hochgeschwindigkeitsberichterstattung der letzten Wochen ab. Rechtzeitig vor Abstimmung im Bundestag bringt Sie dieses Heft auf den Stand der Diskussion um die Präimplantationsdiagnostik (PID). Aufgrund der nicht enden wollenden Integrationsdebatte haben wir uns mit dem Leiter des Feuilletons der FAZ Patrick Bahners über die deutsche Angst vor dem Islam unterhalten. Der ehemalige Kanzleramtschef Rolf Schwanitz nimmt Stellung zur Entscheidung der SPD, keinen Arbeitskreis der Laizisten in der SPD einzurichten. Und Sacha Hanig erklärt, was die Besucher der Religionsfreien Zone beim Kirchentag in Dresden erwartet.

Nicht alles Berichtenswerte aus der säkularen Szene hat in dieser Ausgabe Platz gefunden. Das macht jedoch nichts, denn Sie finden es ab sofort im Online-Magazin für weltlichen Humanismus. Unter www.diesseits.de erscheinen wöchentlich interessante Beiträge. Zu diesem Heft können Sie einen ergänzenden Artikel zu den PID-Regelungen in Europa sowie ein ausführliches Interview zum Lautsi-Urteil mit dem religionspolitischen Referenten der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Andre Kreye finden.

Die Redaktion freut sich über weitere Karikaturen zum Papstbesuch. Die besten vier werden als Postkartenset der nächsten Ausgabe beigelegt, die Gewinnerzeichnung kommt auf den Titel. Mitmachen lohnt sich!

Nun wünsche ich viel Spaß bei der Lektüre. Das diesseits-Team freut sich auf ihre kritisierenden, ergänzenden oder zustimmenden Kommentare.

Ihr,

Michael Bauer