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Nr. 97, 4/2011
diesseits Nr. 97 / 4 - 2011

diesseits Nr. 97 / 4 - 2011

Na, was essen Sie an Weihnachten? Gedünstete Auberginen an Sellerieparfait auf einem Bett vom Blattsalat? Oder doch die geschmorte Gans mit Kartoffeln und brauner Soße? Zugegeben, dazwischen gibt es noch eine gewisse Bandbreite an weiteren Möglichkeiten.

Fleischeslast Fleischeslust
Die „Vegi-Diskussion“ ist so alt wie die Philosophiegeschichte. Humanisten und Freidenker haben durchaus „vegetarische“ Wurzeln. Aber kann der Verzicht auf Fleisch Ausdruck eines praktischen und zeitgemäßen Humanismus sein? Ein Plädoyer.
Jonathan Safran Foer, Tiere essen

Der amerikanische Schriftsteller Jonathan Safran Foer und die deutsche Autorin Karen Duve publizierten im vergangenen Jahr fast zeitgleich Bücher, die sich mit der fleischlichen Kost, ihrer Herkunft und ihrem Verzehr auseinandersetzen. Beide Titel haben Spuren bei ihren Lesern hinterlassen. Fast jeder kennt jemanden, der sich nach ihrer Lektüre im Vegetariersein versucht hat. Dabei war das nie die Absicht ihrer Autoren. Foer und Duve wollten vielmehr Antworten auf persönliche Fragen finden – ihre Bücher sind Nebenprodukte einer Selbstsuche.

Christopher Hitchens, The Hitch
Die Lebenserwartungen von Christopher Hitchens waren nur noch gering, der Speiseröhrenkrebs war bereits weit fortgeschritten. Seine gerade in Deutschland erschienene Autobiografie "The Hitch" ist das letzte Werk, das von dem hellwachen Religionskritiker erschienen ist.
Stephen Fry, Ich bin so fry

Rowan Atkinson, John Cleese, Emma Thompson und Tilda Swinton zählt er zu seinen Freunden, ebenso wie übrigens Hugh Laurie, Charlie Higson, Miranda Richardson, Richard Curtis und Alan Bennett. Mit dem Literaturnobelpreisträger Harold Pinter, dem Historiker Eric Hobsbawm, dem Regisseur Mike Leigh und fast 150 anderen prominenten britischen Juden gründete er eine Organisation unabhängiger jüdischer Stimmen, die sich für einen Frieden im Nahen Osten einsetzt.

Kunstsalon Cassirer. 1898-1905

Wenn der Begriff Sisyphusarbeit in der digitalisierten Google-Algorithmus-Moderne überhaupt noch eine Relevanz besitzt, dann in dem, was Bernhard Echte und Walter Feilchenfeldt in den vergangenen Jahren geleistet haben. Mit der Ausdauer des griechischen Helden haben sie in mühsamer Kleinarbeit die nach 1933 zum Großteil verloren gegangene Galeriegeschichte des Kunstsalons Cassirer aus Zeitungs- und Kunstarchiven gehoben

Hans Joas. Die Sakralität der Person
Zwei sozialphilosophische Betrachtungen fordern zentrale humanistische Werte heraus.