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Humanistin am Steuerrad

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Eine Gesellschaft, in der es keine Ungerechtigkeit und Unterdrückung gibt – das ist eine Utopie von Katrin Raczynski. Seit mehr als einem Jahr steht sie mit an der Spitze der größten Landesorganisation von Humanistinnen und Humanisten in Deutschland. Das weltanschauliche Profil empfindet die erfahrene Arbeits- und Organisationspsychologin als wichtig und bereichernd.
Sonntag, 1. Juni 2014
Foto: A. Platzek

Katrin Raczynski. Foto: A. Platzek

Wer als Außenstehende oder Außenstehender einen Blick auf die Verbände oder Vereine in der Bundesrepublik wirft, die sich dem historischen Projekt des weltanschaulichen Humanismus verschrieben haben, sieht viele Männer in Führungspositionen. Entspricht das dem Bild, das eine moderne Weltanschauung und Kulturorganisation bieten sollte? Wohl kaum.

Doch es gibt auch andere Beispiele: willkommen in der Metropole des Humanismus, beim Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg. Denn dort werden die wichtigen Entscheidungen nicht nur durch ein paritätisch besetztes Präsidium getroffen. Auch der Erfolg des täglichen Betriebs liegt hier nicht allein in Männerhand. Verantwortung trägt ebenfalls Katrin Raczynski.

„Meine Beobachtung in Organisationen ist, dass es für Frauen zuweilen habituell schwieriger ist, Führungsrollen auszufüllen“, benennt Raczynski einen Aspekt, warum Frauen gesellschaftlich und politisch so oft nur eine untergeordnete Rolle besitzen. Seit Anfang vergangenen Jahres ist die 44-Jährige stellvertretende Vorstandsvorsitzende beim Verband, der rund 1.200 Angestellte beschäftigt und fast ebenso viele Ehrenamtliche hat. Ihr Aufgabenbereich umfasst die Ressorts Finanzen, Personal und Organisation.

Und mit so einer Besetzung steht der Verband eindeutig Spitze da, wie der „Managerinnen-Barometer 2014“ des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt. Das DIW wertet seit 2006 jährlich die Zahl der Frauen in den Vorständen und Aufsichtsräten der 200 größten deutschen Unternehmen aus. Lediglich 4,4 Prozent betrug demnach der Frauenanteil in den Vorständen und Geschäftsführungen im vergangen Jahr, bei den Aufsichts- und Verwaltungsräten lag der Anteil bei rund 15 Prozent.

diesseits 2/2014

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