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Editorial

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Samstag, 1. September 2012
diesseits Nr. 100 / 3 - 2012

diesseits Nr. 100 / 3 - 2012

Liebe Lesende,

Sie halten das 100ste diesseits-Heft in Ihrer Hand. 1987, also vor 25 Jahren, wurde das erste Heft von den Westberliner Freidenkern herausgegeben. Nach der Gründung des HVD als neuem säkularem Dachverband wurde diesseits ab 1993 das Mitgliedermagazin für alle seine Mitgliedsverbände. Und auch manche anderen säkularen Gruppen, die damals noch Abstand hielten, übernahmen es gerne.

Von Anfang an widmete sich diesseits besonders der journalistischen Aufarbeitung des Kernanliegens des HVD: den Humanismus tatsächlich in die Welt zu bringen. Denn die humanistische Weltsicht fordert auch die Bewährung in der Praxis. Lebenskundeunterricht, Kindertagesstätten, am Ende auch eigene Schulen – der Weg des HVD als Bildungsträger findet sich in vielen Reportagen und Berichten in den 100 diesseits-Heften wieder. Ebenso wie natürlich die vielen anderen sozialen Projekte, die im HVD entwickelt und getragen wurden und werden. Legendär war in älteren Heften die letzte Seite mit den Adressen der Landesverbände und ihren Einrichtungen. Am Schluss waren sie nur noch mit der Lupe zu entziffern. So viele waren es über die Jahre geworden.

diesseits spiegelte in 99 Heften vielfältig und facettenreich Erfolge und Mühen des weltanschaulichen Humanismus in Deutschland, Europa und der Welt wider. So soll es auch in den folgenden 100 Heften sein. Der Blick auf die deutschen Verhältnisse wird dabei sicher immer mehr auch über den Tellerrand hinausgehen. In vielen Staaten der Welt steht das säkulare Prinzip unter Druck. Besonders der islamische Fundamentalismus und die sozialen und ökonomischen Krisen der hyperkapitalistischen Wirtschaftsordnung tragen dazu bei.

Unser Humanismus braucht Demokratie und Freiheit. Das wussten schon die Gründer unserer Bewegung, als sie 1848 auf die Barrikaden gingen. Für gleiche Rechte, gegen die Unterdrückung durch Adel und Klerus. Dieser Tradition sind wir verpflichtet – mit neuen Antworten auf neue Zeiten. diesseits wird auch in Zukunft darüber berichten.

Ad multos annos – auf viele weitere Jahre!